Oberding

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberding
Oberding
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberding hervorgehoben
Koordinaten: 48° 19′ N, 11° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs­gemeinschaft: Oberding
Höhe: 468 m ü. NHN
Fläche: 64,72 km2
Einwohner: 6151 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85445
Vorwahl: 08122
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 133
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Tassilostr. 17
85445 Oberding
Webpräsenz: www.oberding.de
Bürgermeister: Bernhard Mücke (CSU)
Lage der Gemeinde Oberding im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild
Ortsteil Oberding, vom Kraftwerk Aufkirchen aus gesehen
St. Johann Baptist in Aufkirchen

Oberding ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding und ein Mitglied der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberding liegt in der Region München mitten im Erdinger Moos zwischen den Flüssen Sempt und Dorfen. Die Ortschaft liegt etwa 6 km nordwestlich der Kreisstadt Erding, 17 km südlich von Freising und 36 km von der Landeshauptstadt München entfernt in unmittelbarer Nähe zum Flughafen München.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufkirchen
  • Niederding
  • Notzingermoos
  • Oberdingermoos
  • Schwaig
  • Schwaigermoos

Für den Bau der Start- und Landebahnen des Münchner Flughafens wurden vor 1992 die Bewohner von Franzheim und teilweise auch von Schwaigermoos umgesiedelt. Ein Großteil des heutigen Flughafengeländes, einschließlich der Terminals, liegt im Gemeindegebiet. Für den geplanten Bau der dritten Start- und Landebahn wäre eine weitere teilweise Abtragung von Schwaigermoos notwendig.

Gewässer und Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde Oberding fließen der Mittlere-Isar-Kanal und das Flüsschen Dorfen sowie die Gfällach, alle in etwa in Süd-Nord-Richtung. Es gibt das Naturschutzgebiet Notzingermoos (NSG-00494.01) mit 138,9 ha westlich von Notzing und das Naturschutzgebiet Oberdingermoos (NSG-00492.01) mit einer Größe von 138,6 ha.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark des Domkapitels des Hochstifts Freising, die mit dem Hochstift 1803 aufgehoben wurde. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[2]:

Stand Einwohner
1960 2931
1970 3033
1980 2898
1990 3549
1995 4078
2000 4902
2005 5141
Stand Einwohner
2006 5187
2007 5317
2008 5380
2009 5358
2010 5384
2011 5492
2012 5695
Stand Einwohner
2013 5838
2014 5975
2015 6151

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 3045 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 98,04 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 18,58 (12,00) Prozent zu.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Bernhard Mücke (Gemeinsamer Wahlvorschlag CSU und Wählergemeinschaften). Der Gemeinderat der Amtszeit 2014–2020 hat 20 Mitglieder, davon gehören 4 der CSU und 1 der SPD an. Die Wählergemeinschaften sind mit 15 Sitzen vertreten: Aufkirchen 3, Niederding 2, Notzing 3, Notzinger Moos 1, Oberding 3 und Schwaig/Schwaigermoos 3.

Gemeindesteuern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2014 rund 31,7 Millionen €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 25,6 Millionen €. Oberding liegt in der Steuerkraft weit über dem Landesdurchschnitt, die Gemeinde ist schuldenfrei (2014).

Arbeitsplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gab es 2014 insgesamt 8078 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und damit mehr als Einwohner. Von diesen Stellen waren 15 in der Land- und Forstwirtschaft, 1059 im produzierenden Gewerbe, 4432 im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, 2294 bei den Unternehmensdienstleistern und 277 bei öffentlichen und privaten Dienstleistern. Der Pendlersaldo (Einpendler abzüglich Auspendler) betrug 5352.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Oberding wurde am 25. Mai 1950 festgelegt: „In Blau ein schräglinks gestelltes silbernes Sensenblatt.“ Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge in den Farben Blau-Weiß-Blau.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zum größten Teil auf Gemarkung der Gemeinde gelegene Flughafen München Franz Josef Strauß, der 1992 eröffnet wurde, stellt den bedeutendsten Wirtschaftsfaktor dar. Eine ÖPNV-Anbindung gibt es mit der MVV-Buslinie 512 sowie mit der Linie 515 im südlichen Gemeindebereich Aufkirchen-Notzing-Notzingermoos.

Im Ortsteil Notzing liegt das Kraftwerk Aufkirchen am Mittlere-Isar-Kanal. Entlang des Kanals verlief bis 1967 die zu dessen Bau errichtete Bahnstrecke Altenerding–Pfrombach.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 22, im produzierenden Gewerbe 441 und im Bereich Handel und Verkehr 436 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 467 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1692. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 121 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3619 ha, davon waren 3033 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 146 Kindergartenplätze mit 177 Kindern
  • Volksschulen: zwei mit 27 Lehrern und 451 Schülern
  • staatliche Realschule Oberding: seit 2012 mit 102 Schülern

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • kath. Pfarrkirche St. Johann Baptist in Aufkirchen, 1725–1730
  • kath. Pfarrkirche St. Martin in Niederding, 1757–1760
  • kath. Pfarrkirche St. Korbinian in Schwaig, 1903–1905
  • kath. Filialkirche St. Georg in Oberding, 1701/1703, Turm aus dem 14. Jahrhundert
  • kath. Filialkirche St. Nikolaus in Notzing, zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts, Satteldachturm aus dem 13./14. Jahrhundert
  • Schloss Notzing, ehem. Wasserburg, 14. Jahrhundert

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 4. November 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien