Pastetten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pastetten
Pastetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pastetten hervorgehoben
Koordinaten: 48° 12′ N, 11° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs­gemeinschaft: Pastetten
Höhe: 506 m ü. NHN
Fläche: 22,08 km2
Einwohner: 2596 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85669
Vorwahl: 08124
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 135
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fröbelweg 1
85669 Pastetten
Webpräsenz: www.pastetten.de
Bürgermeisterin: Cornelia Vogelfänger (CSU)
Lage der Gemeinde Pastetten im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Pastetten (bayerisch: Baschding) ist eine Gemeinde im Landkreis Erding (Regierungsbezirk Oberbayern) und ein Mitglied der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Pastetten erstreckt sich auf der hier auslaufenden Münchner Schotterebene, die weiter östlich in ein Wald- und Hügelland sowie weiter südlich in den Ebersberger Forst übergeht. Es existiert nur die Gemarkung Pastetten. Ortsteile sind Auerhäuseln, Birkeln, Dürnberg, Erlbach, Fendsbach, Harrein, Harthofen, Katterloh, Moosstetten, Oberschwillach, Ötz, Pastetten, Poigenberg, Reithofen, Rotmühle, Taing und Zeilern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pastetten wurde erstmals 957 in einer Urkunde des Bischofs Abraham von Freising Pastetten als „Poustetin“ genannt. Seit Ende des 15. Jahrhunderts ist Pastetten als Hofmark im Besitz der adeligen Familie Preysing nachweisbar. 1682 verkaufen die Preysing die Hofmark Pastetten (mit der dazugehörenden Hofmark Kopfsburg) an das Hochstift Freising. Diese historischen Beziehungen wurden im Wappen durch den Mohrenkopf aus dem Freisinger Bistumswappen und durch die silberne Zinnenmauer aus dem Wappen der Preysing festgehalten. Die Hofmark wurde 1803 mit dem Hochstift Freising aufgehoben. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[2]:

Stand Einwohner
1960 1178
1970 1346
1980 1708
1990 1836
1995 2062
2000 2255
2005 2393
Stand Einwohner
2006 2422
2007 2439
2008 2420
2009 2453
2010 2478
2011 2546
2012 2529
Stand Einwohner
2013 2571
2014 2571
2015 2596

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 1172 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 82,30 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 7,18 (1,96) Prozent zu.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Cornelia Vogelfänger (CSU). Sie wurde im Jahr 2002 Nachfolgerin von Wilhelm Sandtner (CSU/Einigkeit).

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Pastetten wurde am 17. Oktober 1983 festgelegt: „Geteilt von Gold und Rot; oben ein rot gekrönter Mohrenkopf, unten eine silberne Zinnenmauer.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge in den Farben Weiß-Rot.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harthofen: Kath. Filialkirche St.Sylvester, 1766 von Johann Baptist Lethner
  • Pastetten: Kath. Pfarrkirche St.Martin, spätgotischer Bau, mehrfach verändert, barockisiert
  • Taing: Kath. Filial- u. Wallfahrtskirche St.Ottilia, spätgotischer Kern, um 1730/50 umgebaut von Johann Baptist Lethner

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 989 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 136 T€.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 46 und im Bereich Handel und Verkehr 34 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 235 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 789. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe.

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zwölf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Es bestanden im Jahr 1999 61 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1551 ha, davon waren 1250 ha Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pastetten liegt in der Region München etwa 14 km südlich der Kreisstadt Erding, 20 km südwestlich von Dorfen, 17 km nördlich von Ebersberg und 32 km östlich von der Landeshauptstadt München entfernt. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich im jeweils sechs Kilometer entfernten Hörlkofen und Markt Schwaben, von dem eine Anbindung mit der S-Bahn München an die Landeshauptstadt gewährleistet ist.

Ebenfalls im Gemeindebereich liegt der Schnittpunkt der beiden Staatsstraßen 2332 und 2331. An letztgenannter endet mit der Anschlussstelle 13 (Pastetten) momentan auch die am 31. August 2011 eröffnete und nordwestlich am Ort vorbeiführende Autobahn A 94.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten mit 70 Kindergartenplätzen und 82 Kindern
  • Volksschule mit neun Lehrern und 160 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 6. November 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pastetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien