Moosinning

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Wappen Deutschlandkarte
Moosinning
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moosinning hervorgehoben

Koordinaten: 48° 17′ N, 11° 51′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 489 m ü. NHN
Fläche: 39,96 km2
Einwohner: 6054 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85452
Vorwahl: 08123
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 130
Gemeindegliederung: 11 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Erdinger Str. 30a
85452 Moosinning
Website: www.moosinning.de
Erster Bürgermeister: Georg Nagler (SPD)
Lage der Gemeinde Moosinning im Landkreis Erding
OberdingEittingBerglernLangenpreisingMoosinningErdingBockhorn (Oberbayern)Taufkirchen (Vils)DorfenSankt Wolfgang (Oberbayern)LengdorfWartenberg (Oberbayern)Kirchberg (Oberbayern)HohenpoldingSteinkirchen (Oberbayern)Inning am HolzFraunbergIsenFinsingWalpertskirchenForsternNeuchingOttenhofenPastettenBuch am BuchrainWörth (Landkreis Erding)Landkreis Mühldorf am InnLandkreis EbersbergMünchenLandkreis MünchenLandkreis LandshutLandkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Moosinning ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding im Erdinger Moos etwa 10 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Erding.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region München im Erdinger Moos etwa 10 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Erding, 16 Kilometer vom Flughafen München, 23 Kilometer von Freising sowie etwa 32 Kilometer von der Landeshauptstadt München entfernt. Die Flughafentangente Ost führt direkt östlich an Moosinning vorbei und bietet neben der Entlastung der Ortschaft vom Durchgangsverkehr auch eine optimale Anbindung an die Bundesautobahnen 92 und 94.

Der Ort Moosinning liegt 470 m ü. NHN, der höchste Punkt der Gemeinde ist der Adelberg mit rund 500 m ü. NHN.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Interglaziale Ablagerungen bei Eichenried (Geotop-Nummer 177A001).
  • Das Naturschutzgebiet Zengermoos (NSG-00491.01, Birkenwaldökosystem, 252,6 Hektar) befindet sich im Nordwesten des Gemeindegebietes, unmittelbar nördlich von Zengermoos.
  • Das Naturschutzgebiet Gfällach (NSG-00379.01, Niedermoor, 6,7 Hektar) befindet sich ganz im Süden des Gemeindegebietes, südlich von Eichenried.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt elf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt nur die Gemarkung Moosinning.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moosinning wird als Besitz des Reichsstifts St. Emmeram 1031 als „Inning“ erstmals urkundlich erwähnt. Moosinning war Sitz einer Propstei von St. Emmeram und mit diesem als Grund- und zum Teil auch als Niedergerichtsherrschaft bis zur Säkularisation 1803 eng verbunden. Moosinning gehörte aber landesherrlich zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern. Die Propstei wurde als zwischenzeitlicher Besitz des Fürstentums Regensburg erst 1810 aufgelöst.

Katholische Pfarrkirche St. Emmeram

Ab 1818[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1818 entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt die Gemeinde Moosinning mit den Teilorten Burgholz, Eching, Eder a.Holz, Kempfing, Riexing, Schnabelmoos, Sollnberg, Stammham und Schweinham (1867 noch erwähnt, inzwischen Teil von Moosinning). Moosinning war kirchlich noch Filiale der Pfarrei Aufkirchen und von einem Cooperator betreut, der in Aufkirchen seinen Wohnsitz hatte. 1877 wurde die Expositur Moosinning errichtet und diese 1883 zur Pfarrei St. Emmeram erhoben.

Mit der von Egon von Poschinger 1896 errichteten Torfbahn nach Ismaning siedelten sich Torfstecher im Moos an. So entstanden Zengermoos und Moosinninger Moos. 1922 wurde der Bereich Moosinninger Moos in Eichenried umbenannt. Am 1. Juli 1960 wurde Eichenried Sitz einer eigenen Pfarrei.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[4]:

Stand Einwohner
1960 2434
1970 2947
1980 3457
1990 3776
1995 4178
2000 4804
2005 5260
Stand Einwohner
2006 5269
2007 5316
2008 5381
2009 5477
2010 5521
2011 5407
2012 5444
Stand Einwohner
2013 5507
2014 5555
2015 5648
2016 5700
2017 6088
2018 6157

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2018 um 2699 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 78,05 Prozent. In den letzten fünf Jahren nahm die Einwohnerzahl um 7,02 Prozent zu.

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3647 auf 5908 um 2261 Einwohner bzw. um 62 %.

Im Jahre 2018 war die Verteilung der Einwohner männlich 3135 (50,92 %) und weiblich 3022 (49,08 %), sowie 1164 (18,91 %) Jugendliche bis 18 Jahre.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • CSU: 7 Sitze
  • SPD: 5 Sitze
  • Bürgerschaft Eichenried: 4 Sitze
  • Bürgerblock Moosinning: 3 Sitze
  • AfD: 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister sind:

  • Erster Bürgermeister: Georg Nagler, SPD[6]
  • Zweiter Bürgermeister: Werner Fleischer, BE
  • Dritter Bürgermeister: Andreas Wachinger, CSU

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Moosinning
Blasonierung: „In Blau gekreuzt ein silberner Schlüssel und ein silberner Palmzweig.“[7]

Das Wappen der Gemeinde wurde am 20. Oktober 1950 festgelegt.
Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Blau-Weiß-Blau.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 182 und im Bereich Handel und Verkehr 112 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 142 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1639. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf Betriebe, im Bauhauptgewerbe 13 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 97 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2977 Hektar, davon waren 2634 Hektar Ackerfläche.

2017 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 27, im produzierenden Gewerbe 383 und im Bereich Handel und Verkehr 249 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Unternehmensdienstleister waren es 91, öffentliche und private Dienstleister 172. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2699.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine ÖPNV-Anbindung besteht mit der MVV-Buslinie 531 Erding S–Moosinning–Eichenried–Ismaning S[9]; abends und am Wochenende mit dem MVV-Ruftaxi 5680 Erding–Finsing–Moosinning–München Schwaben.[10]

Vereinssport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sportgelände bei einem Jugendfußballturnier im Juni 2011

Moosinning verfügt mit dem Sport- und Freizeitgelände an der Fichtenstraße über eine der größten Sportstätten im Landkreis Erding. Die überdachte Tribüne bietet Platz für rund 500 Besucher, zusätzlich stehen an den Seiten des Platzes zahlreiche Stehplätze zur Verfügung. Der Fußball-Landesligist FC Moosinning, trägt hier seine Heimspiele aus.[11] In der Saison 2018/19 ist der FC Moosinning (Landesliga Südost) der klassenhöchste Verein im Landkreis Erding.

Weitere Vereine sind der Tennisclub Moosinning-Eichenried TCME e. V., der SV Eichenried sowie der GolfClub München Eichenried.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinderbetreuung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es vier Einrichtungen für die Kinderbetreuung: den Kindergarten St. Joseph, das Kinderhaus St. Emmeram, das AWO-Kinderhaus Am Fehlbach und die AWO-Kinderkrippe Buntstiftbande.

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schuljahr 2018/2019 wurden in der Grundschule Moosinning 195 Schüler in neun Klassen von neun Lehrkräften unterrichtet. Zum Personal gehörten zu diesem Zeitpunkt sechs Fachlehrkräfte sowie eine Verwaltungsangestellte. Es besteht die Möglichkeit der Mittagsbetreuung. Das Schulgebäude beherbergt auch die Gemeindebücherei.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Moosinning – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Kategorie:Moosinning – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Moosinning in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  3. Gemeinde Moosinning, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 18. Dezember 2021.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 23. Oktober 2016.
  5. Bekanntmachung des abschließenden Wahlergebnisses der Wahl des Gemeinderats am 15.3.2020. Der Wahlleiter der Gemeinde Moosinning, 31. März 2020, abgerufen am 10. Dezember 2020.
  6. Grußwort. Gemeinde Moosinning, abgerufen am 26. September 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Moosinning in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik: Gemeinde Moosinning 09 177 130 - Statistik kommunal 2018, Fürth, 2019.
  9. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund: Neuerungen bei den Regionalbussen im Landkreis Erding (Memento vom 4. Dezember 2016 im Internet Archive). Online auf www.mvv-muenchen.de, abgerufen am 3. Dezember 2016.
  10. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund: Regionaler Nahverkehrsplan für das Gebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (Memento vom 23. November 2015 im Internet Archive). 2. Fortschreibung Oktober 2012, PDF, online auf www.mvv-muenchen.de, abgerufen am 3. Dezember 2016.
  11. Angaben zum Sportgelände auf bayerngrounds.de (Memento vom 28. November 2013 im Internet Archive)