Moosinning

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moosinning
Moosinning
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moosinning hervorgehoben
Koordinaten: 48° 17′ N, 11° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 489 m ü. NHN
Fläche: 39,97 km2
Einwohner: 5648 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85452
Vorwahl: 08123
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 130
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Erdinger Str. 30a
85452 Moosinning
Webpräsenz: www.moosinning.de
Bürgermeisterin: Pamela Kruppa (CSU)
Lage der Gemeinde Moosinning im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Moosinning ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding in Deutschland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moosinning liegt in der Region München im Erdinger Moos etwa sieben Kilometer südwestlich der Kreisstadt Erding, zwölf Kilometer vom Flughafen München, 22 Kilometer von Freising sowie etwa 30 Kilometer von der Landeshauptstadt München entfernt. Die Flughafentangente Ost führt direkt östlich an Moosinning vorbei und bietet neben der Entlastung der Ortschaft vom Durchgangsverkehr auch eine optimale Anbindung an die Bundesautobahnen 92 und 94.

Moosinning liegt 470 m ü. NN, der höchste Punkt der Gemeinde ist der Adelberg mit rund 500 m ü. NN.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Interglaziale Ablagerungen bei Eichenried (Geotop-Nummer 177A001).
  • Das Naturschutzgebiet Zengermoos (NSG-00491.01, Birkenwaldökosystem, 252,6 Hektar) befindet sich im Nordwesten des Gemeindegebietes, unmittelbar nördlich von Zengermoos.
  • Das Naturschutzgebiet Gfällach (NSG-00379.01, Niedermoor, 6,7 Hektar) befindet sich ganz im Süden des Gemeindegebietes, südlich von Eichenried.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moosinning ist in elf Gemeindeteile gegliedert: Die Pfarrdörfer Eichenried und Moosinning; die Dörfer Eching, Kempfing und Zengermoos; die Weiler Riexing, Schnabelmoos, Stammham und die Einöden Burgholz, Eder am Holz und Sollnberg.

Es existiert nur die Gemarkung Moosinning.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moosinning gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern. Das Reichsstift St. Emmeram besaß hier seit dem Jahr 1031 einen gefreiten Edelsitz, der erst 1810 aufgehoben wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[2]:

Stand Einwohner
1960 2434
1970 2947
1980 3457
1990 3776
1995 4178
2000 4804
2005 5260
Stand Einwohner
2006 5269
2007 5316
2008 5381
2009 5477
2010 5521
2011 5407
2012 5444
Stand Einwohner
2013 5507
2014 5555
2015 5648

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 2438 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 75,95 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 7,19 (4,46) Prozent zu.

Im Jahre 2014 waren 1173 (20,2 %) Jugendliche bis 18 Jahre.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2175 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 286 T€.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Bürgermeister der Gemeinde 2015:

  • Erste Bürgermeisterin: Pamela Kruppa, CSU
  • Zweiter Bürgermeister: Manfred Renner, BB
  • Dritter Bürgermeister: Werner Fleischer, BE

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Moosinning

Das Wappen der Gemeinde Moosinning wurde am 20. Oktober 1950 festgelegt: „In Blau gekreuzt ein silberner Schlüssel und ein silberner Palmzweig.“ Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Blau-Weiß-Blau.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 182 und im Bereich Handel und Verkehr 112 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 142 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1639. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf Betriebe, im Bauhauptgewerbe 13 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 97 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2977 Hektar, davon waren 2634 Hektar Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine ÖPNV-Anbindung besteht mit der MVV-Buslinie 531 Erding S–Moosinning–Eichenried–Ismaning S[3]; abends und am Wochenende mit dem MVV-Ruftaxi 5680 Erding–Finsing–Moosinning–München Schwaben.[4]

Vereinssport in Moosinning[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sportgelände bei einem Jugendfußballturnier im Juni 2011

Moosinning verfügt mit dem Sport- und Freizeitgelände an der Fichtenstraße über eine der größten Sportstätten im Landkreis Erding. Die überdachte Tribüne bietet Platz für rund 500 Besucher, zusätzlich stehen an den Seiten des Platzes zahlreiche Stehplätze zur Verfügung. Der Fußball-Bezirksligist FC Moosinning, trägt hier seine Heimspiele aus.[5] In der Saison 2015/16 ist der FC Moosinning – gemeinsam mit dem TSV Erding, dem TSV Dorfen, dem FC Erding, dem FC Finsing und dem FC Eitting – der klassenhöchste Verein im Landkreis Erding.

Weitere Vereine sind der Tennisclub Moosinning-Eichenried TCME e. V., der SV Eichenried sowie der GolfClub München Eichenried.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinderbetreuung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es vier Einrichtungen für die Kinderbetreuung: den Kindergarten St. Joseph, das Kinderhaus St. Emmeram, das AWO-Kinderhaus Am Fehlbach und die AWO-Kinderkrippe Buntstiftbande. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 266 Kinder betreut, davon 31 Hortkinder.

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde beherbergt Grundschulen in Moosinning und Eichenried. In beiden besteht die Möglichkeit der Mittagsbetreuung. Ferner beherbergt die Grundschule Moosinning die Gemeindebücherei des Ortes.

Im Schuljahr 2014/2015 wurden ca. 300 Schüler in zehn Klassen von 16 Lehrkräften unterrichtet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 23. Oktober 2016.
  3. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund: Neuerungen bei den Regionalbussen im Landkreis Erding. Online auf www.mvv-muenchen.de, abgerufen am 3. Dezember 2016.
  4. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund: Regionaler Nahverkehrsplan für das Gebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes. 2. Fortschreibung Oktober 2012, PDF, online auf www.mvv-muenchen.de, abgerufen am 3. Dezember 2016.
  5. Angaben zum Sportgelände auf bayerngrounds.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moosinning – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Kategorie:Moosinning – in den Nachrichten