Berglern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Berglern
Berglern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Berglern hervorgehoben
Koordinaten: 48° 23′ N, 11° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs­gemeinschaft: Wartenberg
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 19,88 km2
Einwohner: 2711 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85459
Vorwahl: 08762
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 112
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 8
85456 Wartenberg
Webpräsenz: www.berglern.de
Bürgermeister: Simon Oberhofer
Lage der Gemeinde Berglern im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Berglern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berglern liegt in der Region München mitten im Erdinger Moos, etwa auf halber Strecke zwischen den Städten Moosburg an der Isar (11 km) und Erding (9 km). Zum Flughafen München sind es 12 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer Berglern besteht die Gemeinde noch aus den Ortsteilen Mitterlern, Niederlern, Glaslern und Mooslern.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Langenpreising, Wartenberg (Oberbayern), Fraunberg, Erding und Eitting – allesamt im Landkreis Erding gelegen – sowie Langenbach (Oberbayern) - im Landkreis Freising gelegen.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Ortsteilen Mitterlern und Berglern fließt der Mittlere-Isar-Kanal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berglern gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding im Kurfürstentum Bayern. Entlang des Mittlere-Isar-Kanals verlief bis 1967 die zu dessen Bau errichtete Bahnstrecke Altenerding–Pfrombach.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[2]:

Stand Einwohner
1960 1036
1970 1014
1980 1127
1990 1309
1995 1660
2000 2198
Stand Einwohner
2005 2406
2006 2472
2007 2515
2008 2539
2009 2564
2010 2568
Stand Einwohner
2011 2562
2012 2626
2013 2672
2014 2717
2015 2711

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 1670 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 160,43 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl 9,67 (5,82) Prozent zu.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern:

Hinzu kommt der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Simon Oberhofer (Freie Wähler).[3]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Berglern wurde am 4. September 1962 mit folgender Blasonierung festgelegt: „Geteilt von Rot und Silber; oben eine silberne heraldische Rose, unten ein grüner Dreiberg.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Rot-Weiß-Grün belegt mit dem Stadtwappen.

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 742.000 €, davon waren umgerechnet 196.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordwestlich von Niederlern befindet sich das Naturschutzgebiet Viehlaßmoos; der östliche Teil des Naturschutzgebietes liegt auf Gemeindegebiet, der westliche Teil gehört zur Gemeinde Eitting.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • katholische Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Berglern: Stattlicher Saalbau, Chor und Turm im Kern spätgotisch. Langhausneubau 1734/35, Chor und Turmerhöhung von Johann Baptist Lethner 1778
  • katholische Filialkirche St. Andreas in Niederlern: Erbaut 1678 von Hans Kogler, über mittelalterlichem Kern

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berglern und Mitterlern

Industrie, Handel und Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 109 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 13 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 787. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe.

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche betrug 1999 1720 ha, davon waren 1538 ha Ackerfläche. Besanden im Jahr 1999 noch 57 landwirtschaftliche Betriebe, ging deren Zahl bis 2010 auf 39 zurück.

Betriebsgrößenstruktur in der Landwirtschaft[4]
Betriebsgröße in ha Anzahl der Betriebe
1999 2010
unter 5 8 2
5 bis unter 10 4 3
10 bis unter 20 18 8
20 bis unter 50 15 11
50 oder mehr 12 15
Gesamt 57 39

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berglern befindet sich genau in einer Einflugschneise des Flughafens München. Durch die geplante dritte Start- und Landebahn wäre Berglern betroffen; bei Westwind würden – von Osten kommend – täglich 437 Landeanflüge über das Zentrum vom Berglern gehen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 83 Kindern
  • Volksschulen: eine mit fünf Lehrern und 96 Schülern

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günther Flohrschütz, Matthias Johannes Bauer (Hrsg.): Lern bis zum 13. Jahrhundert. Herrschaftsstrukturen und Herrschaftsträger in Berglern und Umgebung. Herbert Utz Verlag, München 2006, ISBN 3-8316-0653-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berglern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 18. August 2016.
  3. „CSU-Ortsverband tritt geschlossen aus der Partei aus“ auf Welt Online
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2015 – Gemeinde Berglern 09 177 112 - Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. PDF, online auf www.statistik.bayern.de, abgerufen am 5. November 2016.