Walpertskirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Walpertskirchen
Walpertskirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Walpertskirchen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 15′ N, 11° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs­gemeinschaft: Hörlkofen
Höhe: 496 m ü. NHN
Fläche: 18,45 km²
Einwohner: 2106 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85469
Vorwahl: 08122
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 142
Adresse der Verbandsverwaltung: Erdinger Straße 8a
85457 Wörth
Webpräsenz: VG Hörlkofen–Walpertskirchen
Bürgermeister: Franz Hörmann (CSU)
Lage der Gemeinde Walpertskirchen im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Walpertskirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hörlkofen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walpertskirchen liegt in der Region München etwa acht Kilometer südöstlich der Kreisstadt Erding, 15 km westlich von Dorfen, 24 km nördlich von Ebersberg, 40 km nordöstlich der Landeshauptstadt München und 20 km vom Flughafen München entfernt. Die Gemeinde besitzt eine Bahnstation an der Bahnstrecke München–Mühldorf, welche mindestens im Stundentakt bedient wird.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteile sind:[2]
Au bei Walpertskirchen, Blumthal, Deuting, Graß am Holz, Graß beim Bartl, Hallnberg, Hof am Hammer, Holzstrogn, Kapfing, Kolbing, Kuglern, Neufahrn, Niederhof, Oberhof, Operding, Radlding, Ringelsdorf, Schwabersberg, Urtl, Walpertskirchen, Wattendorf und Windshub.

Es existiert nur die Gemarkung Walpertskirchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 749, als ein Amilo seinen Besitz an die Kirche zu Freising übertrug. Walpertskirchen gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern. 1818 entstand die heutige Gemeinde.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Eisenbahnunfall von Walpertskirchen im Jahr 1951 starben 16 Menschen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 0958 Einwohner
  • 1987: 1323 Einwohner
  • 1995: 1619 Einwohner
  • 2000: 1810 Einwohner
  • 2005: 2000 Einwohner
  • 2010: 2067 Einwohner
  • 2015: 2106 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Franz Hörmann (CSU).

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Walpertskirchen wurde am 13. August 1981 festgelegt: „In Silber ein blauer Wellenbalken, darüber eine rote Krone, darunter ein roter Sparren.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge in den Farben Weiß-Blau-Weiß.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • kath. Pfarrkirche St.Erhard in Walpertskirchen, Kirchenbau von 1491, überarbeitet von Johann Baptist Lethner 1766
  • kath. Filialkirche St.Florian in Schwabersberg, Neubau um 1680 von Hans Kogler

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrei St. Erhard Walpertskirchen umfasst auch die Filialkirchen in Neukirchen, Obergeislbach, Papferding und Schwabersberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walpertskirchen besitzt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke München–Mühldorf. Dort sind museal einige historische Formsignale aus dem Bahnhof Erding und eine Wärterbude der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen aufgestellt.[3]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 818 T€, davon waren umgerechnet 86 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Im Jahr 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 95 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 60 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 620. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 71 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1694 ha, davon waren 1409 ha Ackerfläche und 283 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2014 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kinderkrippe
  • Kindergarten
  • Grundschule

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 91.
  3. Karl Bürger: Klein, aber fein. Am Bahnhof Walpertskirchen lebt die alte Eisenbahn wieder auf. In: Eisenbahn Geschichte. 71 (2015), S. 24 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Walpertskirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien