Martirano

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Martirano
Kein Wappen vorhanden.
Martirano (Italien)
Martirano
Staat Italien
Region Kalabrien
Provinz Catanzaro (CZ)
Koordinaten 39° 5′ N, 16° 15′ OKoordinaten: 39° 5′ 0″ N, 16° 15′ 0″ O
Höhe 381 m s.l.m.
Fläche 14,57 km²
Einwohner 884 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 61 Einw./km²
Postleitzahl 88040
Vorwahl 0968
ISTAT-Nummer 079073
Volksbezeichnung Martiranesi
Schutzpatron San Sebastiano
Panorama

Martirano ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Catanzaro in der Region Kalabrien mit 884 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016).

Die benachbarten Gemeinden sind Aiello Calabro (CS), Altilia (CS), Conflenti, Grimaldi (CS), Martirano Lombardo und Motta Santa Lucia.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der rebellische Sohn Heinrich (VII.) des Stauferkaisers Friedrich II. mit seiner zehn Jahre älteren Ehefrau Königin Konstanze von Sizilien, starb im Februar 1242, in einem Gefängnis bei Martirano an den Folgen eines Selbstmordversuchs. Sein Vater ließ ihn mit königlichen Ehren im Dom von Cosenza in einem römischen Steinsarg beisetzen. Neuere Forschungen haben ergeben, als ein italienisches Forscherteam den Leichnam im Jahr 2000 untersuchte, dass Heinrich an Lepra erkrankt war. Prof. Rader (Humboldt Universität Berlin) widerspricht dieser These in seiner Biographie über Friedrich II: Nach dem Ende des 18. Jhdts. verlor sich die Spur der Gebeine. Die Knochen, die 1934 gefunden wurden, stammten von einem Menschen mit 1,66 m Größe und waren leprös. Keiner der zeitgenössischen Chronisten aber hatte von einer Lepraerkrankung Heinrichs berichtet. Das hätten sie aber mit Sicherheit getan, da diese Krankheit damals als Strafe Gottes galt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.