Marwin Hitz

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Marwin Hitz
AUT vs. SUI 2015-11-17 (207).jpg
Aufnahme aus dem Jahr 2015
Personalia
Geburtstag 18. September 1987
Geburtsort St. GallenSchweiz
Grösse 193 cm
Position Tor
Junioren
Jahre Station
1996–2005 FC St. Gallen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2008 FC St. Gallen II 38 (0)
2007 → Yverdon-Sport FC (Leihe) 0 (0)
2008 → FC Winterthur (Leihe) 15 (0)
2008–2011 VfL Wolfsburg II 45 (0)
2008–2013 VfL Wolfsburg 13 (0)
2013–2018 FC Augsburg 141 (1)
2013 FC Augsburg II 1 (0)
2018– Borussia Dortmund 1 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2006 Schweiz U-19 1 (0)
2006–2007 Schweiz U-20 2 (0)
2015– Schweiz 2 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 10. November 2018

2 Stand: 25. Juni 2016

Marwin Hitz (* 18. September 1987 in St. Gallen) ist ein Schweizer Fussballtorhüter. Er steht seit der Saison 2018/19 bei Borussia Dortmund unter Vertrag und gehört zum Kader der Schweizer Fussballnationalmannschaft.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wuchs in Freidorf TG bei Arbon nahe St. Gallen auf und wurde mit neun Jahren bei einem Grümpelturnier vom FC St. Gallen entdeckt.[1] Nach seiner Verpflichtung war er zwölf Jahre beim FC St. Gallen unter Vertrag.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hitz stieg beim FC St. Gallen bis in die U-21-Mannschaft in der 1. Liga auf. Nach der Saison 2006/07 wurde er an den Zweitligisten Yverdon-Sport FC ausgeliehen und zur Winterpause an den Ligakonkurrenten FC Winterthur.[3] Am 25. Spieltag kam er nach einer Verletzung von Christian Leite nach der Halbzeit zu seinem ersten Profieinsatz und absolvierte anschliessend auch die restlichen neun Challenge-League-Begegnungen. Auch in der Folgesaison stand Hitz wieder von Anfang an im Tor der Winterthurer, bevor er am fünften Spieltag nach einer Notbremse des Feldes verwiesen wurde. Wenige Tage später wurde er vom deutschen Bundesligisten VfL Wolfsburg als dritter Torhüter des Erstligakaders verpflichtet.

In seinem ersten Jahr kam er bei den Profis des VfL nicht zum Einsatz und spielte lediglich einige Male für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Nord. In der Saison 2009/10 wurde er dort Stammtorwart und bestritt 29 Saisonspiele. Nach einer Sperre nach einer Roten Karte und später einer längeren Verletzungspause des ersten Torwarts, seines Schweizer Landsmanns Diego Benaglio, rückte er zu den Profis auf. Als die Nummer zwei André Lenz ebenfalls gesundheitlich angeschlagen in die Partie gegen Bayer 04 Leverkusen gegangen und ihm ein Eigentor unterlaufen war, gab Hitz am 18. Februar 2010 im Spiel der Europa League gegen den FC Villarreal und wenige Tage später im Spiel gegen den FC Schalke 04 sein Vereins- bzw. Bundesligadebüt. Fünf Erstligaspiele bestritt er bis zur Rückkehr von Benaglio und auch in der kommenden Saison blieb er erste Wahl bei der Vertretung seines Landsmanns im Tor.

Nach Auslaufen seines Vertrages im Jahre 2013 verliess er den Verein und wechselte zur Saison 2013/14 zum Ligakonkurrenten FC Augsburg.[4] Am 21. Februar 2015, dem 22. Spieltag der Spielzeit 2014/15, schoss Hitz gegen Bayer 04 Leverkusen in der Nachspielzeit das Tor zum 2:2. Er ist damit nach Jens Lehmann und Frank Rost der dritte Torhüter in der Bundesliga, der aus dem Spiel heraus ein Tor erzielte. Dieses Tor wurde zum Tor des Monats gewählt. In dieser Saison qualifizierte sich Hitz mit dem FC Augsburg für die UEFA Europa League, in der sie die Runde der letzten 32 erreichten und dort knapp gegen den späteren Finalisten FC Liverpool ausschieden (0:0/0:1).

Zur Saison 2018/19 wechselte Hitz nach Auslaufen seines Vertrages ablösefrei zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund. Er unterschrieb einen Vertrag bis 2021.[5] Nachdem er bereits am 31. Oktober 2018 gegen den 1. FC Union Berlin im DFB-Pokal das erste Mal in einem Pflichtspiel für sein neues Team gespielt hatte[6], debütierte Hitz am 10. November 2018 für den verletzten Roman Bürki gegen den FC Bayern München auch in der Bundesliga für den BVB.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hitz war Schweizer Jugendnationalspieler und spielte zuletzt als Nummer 1 der U-20-Nationalmannschaft. Am 29. August 2014 erhielt er erstmals ein Aufgebot für die A-Nationalmannschaft und stand am 8. September 2014 beim EM-Qualifikationsspiel gegen England im Kader, kam jedoch nicht zum Einsatz. Am 10. Juni 2015 debütierte er bei einem 3:0-Sieg gegen Liechtenstein.

In der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich bestritt er sein erstes Pflichtspiel gegen Estland im letzten Gruppenspiel, das allerdings nicht mehr von Bedeutung war. Anschließend wurde er als zweiter Ersatztorhüter in das EM-Aufgebot der Schweiz aufgenommen, kam aber nicht zum Einsatz.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VfL Wolfsburg

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marwin Hitz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hansjörg Schifferli: Schnuppern in der grossen Fussballwelt. In: Der Landbote. 2. August 2008, abgerufen am 31. August 2017.
  2. (K)ein ganz normaler Torhüter. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Winterthurer Stadtanzeiger. 18. August 2008, ehemals im Original; abgerufen am 25. Dezember 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/stadi-online.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Torhüter Hitz wird ein Wolf, fcwinterthur.ch vom 30. August 2008
  4. FCA verpflichtet Marwin Hitz, fcaugsburg.de vom 2. Juni 2013
  5. Borussia Dortmund verpflichtet Marwin Hitz, bvb.de vom 19. Mai 2018
  6. Spielbericht Borussia Dortmund – 1. FC Union Berlin, eurosport.de, abgerufen am 10. November 2018
  7. Furioser BVB! Nach Lewandowski-Doppelpack drehen Reus & Co. auf, kicker.de, abgerufen am 10. November 2018
  8. Sportschau:Tor des Monats Februar 2015
  9. Der stärkste Marwin Hitz aller Zeiten, sport-in-augsburg.de vom 15. März 2016