Liechtensteinische Fussballnationalmannschaft

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Liechtenstein
Logo des Liechtensteiner Fussballverbandes
Verband LFV
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Macron
Cheftrainer IslandIsland Helgi Kolviðsson (seit 2018)
Kapitän Martin Büchel
Rekordtorschütze Mario Frick (16)
Rekordspieler Peter Jehle (132)
Heimstadion Rheinpark Stadion
FIFA-Code LIE
FIFA-Rang 182. (932 Punkte)
(Stand: 4. April 2019)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
187 Spiele
15 Siege
23 Unentschieden
149 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:1 Schweiz SchweizSchweiz
(Balzers, Liechtenstein; 9. März 1982)
inoffiziell:
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:6 Malta MaltaMalta
(Seoul, Südkorea; 14. Juni 1981)
Höchster Sieg
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 0:4 Liechtenstein LiechtensteinLiechtenstein
(Luxemburg, Luxemburg; 13. Oktober 2004)
Höchste Niederlage
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:11 Mazedonien NordmazedonienNordmazedonien
(Eschen, Liechtenstein; 9. November 1996)
(Stand: 20. November 2018)

Die liechtensteinische Fussballnationalmannschaft ist die Auswahlmannschaft des Liechtensteiner Fussballverbands (LFV) und vertritt Liechtenstein auf internationaler Ebene. Seit 1994 nimmt Liechtenstein regelmässig an der Qualifikation für die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft teil, konnte sich aber noch nie qualifizieren.

Das Rheinpark Stadion in Vaduz – Spielort der Liechtensteiner Nationalmannschaft

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr erstes vom Verband gezähltes Länderspiel trug sie erst 1982 aus, obwohl der Liechtensteiner Fussballverband bereits seit 1974 Mitglied der FIFA und der UEFA ist. Vier 1981 ausgetragene und vom Verband nicht mitgezählte Länderspiele gegen Malta, Thailand, Indonesien und Malaysia, werden von der FIFA mittlerweile als Länderspiele gezählt.[2]

Den ersten Sieg erreichte Liechtenstein am 6. Juni 1982 in Vaduz mit einem 2:0 in einem Testspiel gegen eine Clubmannschaft aus Peking (Volksrepublik China). Der erste Sieg in einem Pflichtspiel gelang am 14. Oktober 1998 gegen Aserbaidschan (2:1) während der EM-Qualifikation.

Unter Martin Andermatt erreichte Liechtenstein ein 2:2 gegen Portugal in der WM-Qualifikation 2006 am 9. Oktober 2004, was bis dato als grösster Erfolg für die liechtensteinische Mannschaft bezeichnet werden kann. Es war der erste Punkt Liechtensteins in einer WM-Qualifikation. Vier Tage später erreichten sie den ersten Auswärtserfolg überhaupt. Sie gewannen in Luxemburg in der WM-Qualifikation gleich 4:0. Erfolge im Jahre 2005 waren das 0:0 gegen den Gruppenzweiten Slowakei und noch ein überzeugender Sieg gegen Luxemburg mit 3:0. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 gelang am 28. März 2007 ein 1:0 gegen Lettland und am 17. Oktober 2007 ein 3:0 gegen Island.

In den Jahren 1999, 2004 und 2005 wurde die Nationalmannschaft im Rahmen des Sportler-Treffs des Liechtensteinischen Olympischen Sportverbands als Mannschaft des Jahres geehrt.

Im Juniorenbereich konnte sich Liechtenstein für die U-16-Fussball-Europameisterschaft 1998 in Schottland qualifizieren, an der U-19-Fussball-Europameisterschaft 2003 im eigenen Land nahm man als Ausrichter ebenfalls teil. In beiden Fällen verlor man jedoch alle drei Vorrundenspiele und schied somit frühzeitig aus. 2010 fand in Liechtenstein die U-17-Fussball-Europameisterschaft statt, der Verband zog seine automatisch qualifizierte Auswahl allerdings wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit vom Turnier zurück.[3]

In der Qualifikation für die WM in Brasilien traf Liechtenstein auf Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Litauen, Lettland und die Slowakei. Es gelangen zwei Unentschieden bei den Heimspielen gegen Lettland und die Slowakei (jeweils 1:1) sowie jeweils ein Torerfolg bei den beiden Spielen gegen den späteren Gruppensieger und WM-Teilnehmer Bosnien-Herzegowina. Dies reichte aber nur zum letzten Platz in der Gruppe.

In der Qualifikation für die EM 2016 traf Liechtenstein auf Russland, Schweden und Österreich sowie erstmals auf Moldawien und Montenegro. Liechtenstein konnte am 15. November 2014 in Moldawien gewinnen, zudem in den Heimspielen gegen Montenegro und Moldawien je einen Punkt gewinnen. Alle anderen Spiele wurden verloren und am Ende der vorletzte Platz belegt. Im letzten Qualifikationsspiel verlor Mario Frick als erster Spieler überhaupt zum 100. Mal ein Länderspiel.

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Spieler der liechtensteinischen Fussballnationalmannschaft spielen derzeit für Vereine in Schweizer Ligen, vor allem in der Challenge League und der 1. Liga Classic.

Mario Frick ist mit über 200 Spielen in der schweizerischen Super League und der italienischen Serie A der grösste Exportschlager des liechtensteinischen Fussballs, wobei jedoch auch einige andere Spieler den Sprung ins Ausland geschafft hatten. Grundsätzlich waren beinahe alle Leistungsträger der Mannschaft mindestens bei je einem Club im Ausland beschäftigt und in den letzten zwanzig Jahren wandelte sich das Team von einer Amateurmannschaft zu einer Profimannschaft.

Speziell seit dem Jahr 2008 hat ein natürlicher Generationenwechsel im Kader stattgefunden, wobei sich die Spieler der Anfänge des liechtensteinischen Profifussballs durch eine neue Generation von jungen Spielern altersbedingt ersetzten.

Spieler des Aufgebots für die EM-Qualifikationsspiele gegen Griechenland und Italien am 23. und 26. März 2019.

Name Geburtsdatum Verein Länderspiele
(Stand: 20. November 2018)
Länderspieltore
(Stand: 20. November 2018)
Debüt
Torwart
Benjamin Büchel 04.07.1989 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 21 0 19.11.2008
Thomas Hobi 20.06.1993 OsterreichÖsterreich VfB Hohenems 00 0
Armando Majer 12.05.1999 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 00 0
Abwehr
Daniel Brändle 23.01.1992 DeutschlandDeutschland SV Pullach 21 0 21.05.2014
Fabian Eberle 27.07.1992 SchweizSchweiz FC Konolfingen 07 0 11.11.2011
Maximilian Göppel 31.08.1997 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 21 1 06.06.2016
Jens Hofer 01.10.1997 SchweizSchweiz FC Münsingen 01 0 19.11.2018
Daniel Kaufmann 22.12.1990 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 50 1 17.11.2010
Andreas Malin 31.01.1994 OsterreichÖsterreich FC Dornbirn 1913 12 0 06.06.2016
Martin Rechsteiner 15.02.1989 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 39 0 26.03.2008
Sandro Wieser 03.02.1993 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 48 2 11.08.2010
Mittelfeld
Martin Büchel 19.02.1987 SchweizSchweiz FC Zürich U21 73 2 06.06.2004
Nicolas Hasler 04.05.1991 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sporting Kansas City 57 2 11.08.2010
Livio Meier 10.01.1998 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 06 0 14.12.2017
Michele Polverino 26.09.1984 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 71 6 02.06.2007
Aron Sele 02.09.1996 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 12 0 06.06.2016
Noah Frick 16.10.2001 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 01 0 23.03.2019
Sandro Wolfinger 24.08.1994 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 26 2 19.11.2013
Seyhan Yildiz 30.04.1989 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 31 1 06.02.2013
Simon Kühne 30.04.1994 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 19 0 21.05.2014
Robin Gubser 17.04.1991 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 30 1 04.06.2013
Sturm
Philipp Ospelt 07.10.1992 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 04 0 12.10.2012
Philippe Erne 14.12.1986 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 35 1 14.11.2009
Dennis Salanović 26.02.1996 SchweizSchweiz FC Thun 31 3 04.09.2014

Quelle

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Jehle löste am 11. Juni 2017 mit seinem 126. Länderspiel den langjährigen Rekordhalter Mario Frick ab.

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum
01. Peter Jehle 132 00 Tor 1998–2018
02. Mario Frick 125 16 Angriff 1993–2015
03. Martin Stocklasa 113 05 Abwehr 1996–2014
04. Franz Burgmeier 112 09 Mittelfeld 2001–2017
05. Thomas Beck 092 05 Angriff 1998–2013
06. Daniel Hasler 078 01 Abwehr 1993–2007
07. Martin Büchel 073 02 Mittelfeld 2004–
Martin Telser 073 01 Abwehr/Mittelfeld 1996–2007
09. Ronny Büchel 072 00 Mittelfeld 1998–2010
10. Michele Polverino 071 06 Mittelfeld 2007-
Michael Stocklasa 071 02 Abwehr 1998–2011

Stand: 20. November 2018

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Tore Einsätze Zeitraum
01. Mario Frick 16 125 1993–2015
02. Franz Burgmeier 09 112 2001–2017
03. Michele Polverino 06 071 2007–
04. Thomas Beck 05 092 1998–2013
0 Martin Stocklasa 05 113 1996–2014

Stand: 20. November 2018

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: November 2018

Gegen Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 4. Juni 1996 Mannheim DeutschlandDeutschland Deutschland 9:1 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
2. 7. Juni 2000 Freiburg im Breisgau DeutschlandDeutschland Deutschland 8:2 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
3. 6. September 2008 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:6 DeutschlandDeutschland Deutschland
4. 28. März 2009 Leipzig DeutschlandDeutschland Deutschland 4:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein

Gegen Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 7. Juni 1984 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:6 OsterreichÖsterreich Österreich
2. 7. September 1994 Eschen LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:4 OsterreichÖsterreich Österreich
3. 26. April 1995 Salzburg OsterreichÖsterreich Österreich 7:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
4. 2. Juni 1998 Wien OsterreichÖsterreich Österreich 6:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
5. 7. Oktober 2000 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:1 OsterreichÖsterreich Österreich
6. 25. April 2001 Innsbruck OsterreichÖsterreich Österreich 2:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
7. 6. Oktober 2006 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:2 OsterreichÖsterreich Österreich
8. 27. März 2015 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:5 OsterreichÖsterreich Österreich
9. 12. Oktober 2015 Wien OsterreichÖsterreich Österreich 3:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein

Gegen die Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
01. 9. März 1982 Balzers LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:1 SchweizSchweiz Schweiz
02. 12. März 1991 Balzers LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:6 SchweizSchweiz Schweiz
03. 27. Mai 1994 Basel SchweizSchweiz Schweiz 2:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
04. 6. Juni 2004 Zürich SchweizSchweiz Schweiz 1:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
05. 16. August 2006 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:3 SchweizSchweiz Schweiz
06. 30. Mai 2008 St. Gallen SchweizSchweiz Schweiz 3:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
07. 10. August 2011 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:2 SchweizSchweiz Schweiz
08. 10. Juni 2015 Thun SchweizSchweiz Schweiz 3:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein

Gegen Luxemburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 17. April 2002 Hesperingen LuxemburgLuxemburg Luxemburg 3:3 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
2. 13. Oktober 2004 Luxemburg LuxemburgLuxemburg Luxemburg 0:4 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
3. 7. September 2005 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 3:0 LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Liechtensteinische Fussballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 4. April 2019, abgerufen am 4. April 2019.
  2. Liechtenstein: Spiele und Ergebnisse. In: FIFA.com. Abgerufen am 22. August 2012.
  3. uefa.com: Liechtenstein wirft das Handtuch (5. März 2010)