Liechtensteinische Fussballnationalmannschaft

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Liechtenstein
Logo des Liechtensteiner Fussballverbandes
Verband LFV
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Macron
Cheftrainer IslandIsland Helgi Kolviðsson (seit 2019)
Kapitän Martin Büchel
Rekordtorschütze Mario Frick (16)
Rekordspieler Peter Jehle (132)
Heimstadion Rheinpark Stadion
FIFA-Code LIE
FIFA-Rang 180. (932 Punkte)
(Stand: 17. September 2020)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
197 Spiele
15 Siege
25 Unentschieden
157 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:1 Schweiz SchweizSchweiz
(Balzers, Liechtenstein; 9. März 1982)
inoffiziell:
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:6 Malta MaltaMalta
(Seoul, Südkorea; 14. Juni 1981)
Höchster Sieg
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 0:4 Liechtenstein LiechtensteinLiechtenstein
(Luxemburg, Luxemburg; 13. Oktober 2004)
Höchste Niederlage
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:11 Mazedonien Mazedonien 1995Mazedonien
(Eschen, Liechtenstein; 9. November 1996)
(Stand: 18. November 2019)

Die liechtensteinische Fussballnationalmannschaft ist die Auswahlmannschaft des Liechtensteiner Fussballverbands (LFV) und vertritt Liechtenstein auf internationaler Ebene. Seit 1994 nimmt Liechtenstein regelmässig an der Qualifikation für die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft teil, konnte sich aber noch nie qualifizieren.

Das Rheinpark Stadion in Vaduz – Spielort der Liechtensteiner Nationalmannschaft

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr erstes vom Verband gezähltes Länderspiel trug sie erst 1982 aus, obwohl der Liechtensteiner Fussballverband bereits seit 1974 Mitglied der FIFA und der UEFA ist. Vier 1981 ausgetragene und vom Verband nicht mitgezählte Länderspiele gegen Malta, Thailand, Indonesien und Malaysia, werden von der FIFA mittlerweile als Länderspiele gezählt.[2]

Den ersten Sieg erreichte Liechtenstein am 6. Juni 1982 in Vaduz mit einem 2:0 in einem Testspiel gegen eine Clubmannschaft aus Peking (Volksrepublik China). Der erste Sieg in einem Pflichtspiel gelang am 14. Oktober 1998 gegen Aserbaidschan (2:1) während der EM-Qualifikation.

Unter Martin Andermatt erreichte Liechtenstein ein 2:2 gegen Portugal in der WM-Qualifikation 2006 am 9. Oktober 2004, was bis dato als grösster Erfolg für die liechtensteinische Mannschaft bezeichnet werden kann. Es war der erste Punkt Liechtensteins in einer WM-Qualifikation. Vier Tage später erreichten sie den ersten Auswärtserfolg überhaupt. Sie gewannen in Luxemburg in der WM-Qualifikation gleich 4:0. Erfolge im Jahre 2005 waren das 0:0 gegen den Gruppenzweiten Slowakei und noch ein überzeugender Sieg gegen Luxemburg mit 3:0. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 gelang am 28. März 2007 ein 1:0 gegen Lettland und am 17. Oktober 2007 ein 3:0 gegen Island.

In den Jahren 1999, 2004 und 2005 wurde die Nationalmannschaft im Rahmen des Sportler-Treffs des Liechtensteinischen Olympischen Sportverbands als Mannschaft des Jahres geehrt.

Im Juniorenbereich konnte sich Liechtenstein für die U-16-Fussball-Europameisterschaft 1998 in Schottland qualifizieren, an der U-19-Fussball-Europameisterschaft 2003 im eigenen Land nahm man als Ausrichter ebenfalls teil. In beiden Fällen verlor man jedoch alle drei Vorrundenspiele und schied somit frühzeitig aus. 2010 fand in Liechtenstein die U-17-Fussball-Europameisterschaft statt, der Verband zog seine automatisch qualifizierte Auswahl allerdings wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit vom Turnier zurück.[3]

In der Qualifikation für die WM in Brasilien traf Liechtenstein auf Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Litauen, Lettland und die Slowakei. Es gelangen zwei Unentschieden bei den Heimspielen gegen Lettland und die Slowakei (jeweils 1:1) sowie jeweils ein Torerfolg bei den beiden Spielen gegen den späteren Gruppensieger und WM-Teilnehmer Bosnien-Herzegowina. Dies reichte aber nur zum letzten Platz in der Gruppe.

In der Qualifikation für die EM 2016 traf Liechtenstein auf Russland, Schweden und Österreich sowie erstmals auf Moldawien und Montenegro. Liechtenstein konnte am 15. November 2014 in Moldawien gewinnen, zudem in den Heimspielen gegen Montenegro und Moldawien je einen Punkt gewinnen. Alle anderen Spiele wurden verloren und am Ende der vorletzte Platz belegt. Im letzten Qualifikationsspiel verlor Mario Frick als erster Spieler überhaupt zum 100. Mal ein Länderspiel.

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Spieler der liechtensteinischen Fussballnationalmannschaft spielen derzeit für Vereine in Schweizer Ligen, vor allem in der Challenge League und der 1. Liga Classic.

Mario Frick ist mit über 200 Spielen in der schweizerischen Super League und der italienischen Serie A der grösste Exportschlager des liechtensteinischen Fussballs, wobei jedoch auch einige andere Spieler den Sprung ins Ausland geschafft hatten. Grundsätzlich waren beinahe alle Leistungsträger der Mannschaft mindestens bei je einem Club im Ausland beschäftigt und in den letzten zwanzig Jahren wandelte sich das Team von einer Amateurmannschaft zu einer Profimannschaft.

Speziell seit dem Jahr 2008 hat ein natürlicher Generationenwechsel im Kader stattgefunden, wobei sich die Spieler der Anfänge des liechtensteinischen Profifussballs durch eine neue Generation von jungen Spielern altersbedingt ersetzten.

Spieler des Aufgebots für das Spiel in der UEFA Nations League 2020/21 gegen San Marino am 8. September 2020.[4]

Name Geburtsdatum Verein Länderspiele
(Stand: 18. November 2019)
Länderspieltore
(Stand: 18. November 2019)
Debüt Letzter Einsatz
Torwart
Benjamin Büchel 04.07.1989 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 29 0 19.11.2008 18.11.2019
Lorenzo Lo Russo 08.07.1993 SchweizSchweiz FC Linth 04 00 0
Justin Ospelt 07.09.1999 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 00 0
Abwehr
Daniel Brändle 23.01.1992 DeutschlandDeutschland SV Pullach 27 0 21.05.2014 18.11.2019
Maximilian Göppel 31.08.1997 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 30 1 06.06.2016 18.11.2019
Jens Hofer 01.10.1997 SchweizSchweiz FC Biel-Bienne 1896 06 0 19.11.2018 15.10.2019
Daniel Kaufmann 22.12.1990 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 57 1 17.11.2010 15.10.2019
Andreas Malin 31.01.1994 OsterreichÖsterreich FC Dornbirn 1913 19 0 06.06.2016 18.11.2019
Sandro Wolfinger 24.08.1994 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 33 2 19.11.2013 18.11.2019
Seyhan Yildiz 30.04.1989 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 37 1 06.02.2013 18.11.2019
Mittelfeld
Martin Büchel 19.02.1987 SchweizSchweiz FC Red Star Zürich 83 2 06.06.2004 18.11.2019
Noah Frommelt 16.12.2000 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 01 0 18.11.2019 18.11.2019
Nicolas Hasler 04.05.1991 67 3 11.08.2010 18.11.2019
Dario Kaiser 15.03.1995 SchweizSchweiz FC Konolfingen 00 00
Nicola Kollmann 23.11.1994 LiechtensteinLiechtenstein FC Ruggell 00 00
Simon Kühne 30.04.1994 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 22 0 11.06.2019
Philipp Ospelt 07.10.1992 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 04 0 0
Aron Sele 02.09.1996 SchweizSchweiz Chur 97 19 0 06.06.2016 15.11.2019
Fabio Wolfinger 11.05.1996 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 01 00 14.12.2017 14.12.2017
Sturm
Noah Frick 16.10.2001 02 0 23.03.2019 15.10.2019
Yanik Frick 27.05.1998 SchweizSchweiz FC Rapperswil-Jona 11 1 06.10.2016 18.11.2019
Dennis Salanović 26.02.1996 SchweizSchweiz FC Thun 41 4 04.09.2014 18.11.2019

Rekordhalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine komplette Auflistung aller Spieler der liechtensteinischen Nationalmannschaft siehe Liste der liechtensteinischen Fussballnationalspieler.

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Jehle löste am 11. Juni 2017 mit seinem 126. Länderspiel den langjährigen Rekordhalter Mario Frick ab.

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum
01. Peter Jehle 132 00 Tor 1998–2018
02. Mario Frick 125 16 Angriff 1993–2015
03. Martin Stocklasa 113 05 Abwehr 1996–2014
04. Franz Burgmeier 112 09 Mittelfeld 2001–2018
05. Thomas Beck 092 05 Angriff 1998–2013
06. Martin Büchel 083 02 Mittelfeld 2004–
07. Michele Polverino 079 06 Mittelfeld 2007-
08. Daniel Hasler 078 01 Abwehr 1993–2007
09. Martin Telser 073 01 Abwehr/Mittelfeld 1996–2007
10. Ronny Büchel 072 00 Mittelfeld 1998–2010
11. Michael Stocklasa 071 02 Abwehr 1998–2012
12. Nicolas Hasler 067 03 Mittelfeld 2010–

Stand: 18. November 2019

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Tore Einsätze Zeitraum
01. Mario Frick 16 125 1993–2015
02. Franz Burgmeier 09 112 2001–2018
03. Michele Polverino 06 079 2007–
04. Thomas Beck 05 092 1998–2013
0 Martin Stocklasa 05 113 1996–2014
06. Dennis Salanović 04 041 2014–

Stand: 18. November 2019

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Oktober 2019

Gegen Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 4. Juni 1996 Mannheim DeutschlandDeutschland Deutschland 9:1 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
2. 7. Juni 2000 Freiburg im Breisgau DeutschlandDeutschland Deutschland 8:2 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
3. 6. September 2008 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:6 DeutschlandDeutschland Deutschland
4. 28. März 2009 Leipzig DeutschlandDeutschland Deutschland 4:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein

Gegen Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 7. Juni 1984 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:6 OsterreichÖsterreich Österreich
2. 7. September 1994 Eschen LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:4 OsterreichÖsterreich Österreich
3. 26. April 1995 Salzburg OsterreichÖsterreich Österreich 7:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
4. 2. Juni 1998 Wien OsterreichÖsterreich Österreich 6:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
5. 7. Oktober 2000 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:1 OsterreichÖsterreich Österreich
6. 25. April 2001 Innsbruck OsterreichÖsterreich Österreich 2:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
7. 6. Oktober 2006 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:2 OsterreichÖsterreich Österreich
8. 27. März 2015 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:5 OsterreichÖsterreich Österreich
9. 12. Oktober 2015 Wien OsterreichÖsterreich Österreich 3:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein

Gegen die Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 9. März 1982 Balzers LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:1 SchweizSchweiz Schweiz
2. 12. März 1991 Balzers LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:6 SchweizSchweiz Schweiz
3. 27. Mai 1994 Basel SchweizSchweiz Schweiz 2:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
4. 6. Juni 2004 Zürich SchweizSchweiz Schweiz 1:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
5. 16. August 2006 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:3 SchweizSchweiz Schweiz
6. 30. Mai 2008 St. Gallen SchweizSchweiz Schweiz 3:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
7. 10. August 2011 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:2 SchweizSchweiz Schweiz
8. 10. Juni 2015 Thun SchweizSchweiz Schweiz 3:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein

Gegen Luxemburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 17. April 2002 Hesperingen LuxemburgLuxemburg Luxemburg 3:3 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
2. 13. Oktober 2004 Luxemburg LuxemburgLuxemburg Luxemburg 0:4 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
3. 7. September 2005 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 3:0 LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Liechtensteinische Fussballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 17. September 2020, abgerufen am 17. September 2020.
  2. Liechtenstein: Spiele und Ergebnisse. In: FIFA.com. Abgerufen am 22. August 2012.
  3. uefa.com: Liechtenstein wirft das Handtuch, 5. März 2010.
  4. lfv.li: Aufgebot Liechtensteiner Fussballverband