Matthew Gilmore

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Matthew Gilmore (2011)

Matthew Gilmore (* 11. September 1972 in Gent) ist ein belgischer-australischer-Radsporttrainer, der selbst als Radrennfahrer hauptsächlich auf der Bahn und bei Sechstagerennen aktiv war.

1993 wurde Matthew Gilmore australischer Meister im Zweier-Mannschaftsfahren, gemeinsam mit Danny Clark. 1997 gewann er gemeinsam mit dem 14 Jahre älteren Etienne De Wilde sein erstes Sechstagerennen in seiner Heimatstadt Gent. Schon ein Jahr später holten die beiden gemeinsam die Goldmedaille im Zweier-Mannschaftsfahren bei den Bahn-Radweltmeisterschaften in Bordeaux. Zwei Jahre danach errang Gilmore mit Silber im Punktefahren seine erste Einzelmedaille bei einer Bahn-WM. Bei den Olympischen Spielen in Athen gewann er mit De Wilde die Silbermedaille im Madison. Die beiden konnten sich auch den Titel des Europameisters sichern, welchen sie im folgenden Jahr verteidigten; anschließend trat De Wilde vom aktiven Radsport zurück.

Von 2004 an bestritt Gilmore Sechstagerennen hauptsächlich zusammen mit Iljo Keisse, der ebenfalls aus Gent stammt. Bei den Weltmeisterschaften 2005 wurden sie Dritte im Madison; Gilmore im Scratch ebenso Dritter. In der Saison 2005/2006 gewannen sie drei Sechstagerennen sowie bei den Europameisterschaften; insgesamt siegte Gilmore bei 18 Sechstagerennen, die meisten davon gemeinsam mit Scott McGrory. Zuletzt stand Gilmore bei dem belgischen Professional Continental Team Chocolade Jacques unter Vertrag. Bei einem Rennen in Ninove brach er sich im Juli 2006 die Kniescheibe. Aufgrund dieser Verletzung musste er seine sportliche Karriere aufgeben und arbeitete zunächst als Co-Trainer des australischen Nationalteams. Im November 2013 wurde bekannt, dass er Cheftrainer am Tasmanian Institute of Sport wird.[1]

Matthew Gilmore ist ein Sohn des ehemaligen australischen Radsportlers Graeme Gilmore und ein Neffe des Radrennfahrers Tom Simpson.

Sechstage-Siege[Bearbeiten]

Nr. Jahr Ort Gemeinsam mit
1 1997 Gent BelgienBelgien Etienne De Wilde
2 2000 Gent ItalienItalien Silvio Martinello
3 2001 Mexiko AustralienAustralien Scott McGrory
4 2001 Amsterdam AustralienAustralien Scott McGrory
5 2001 Bremen AustralienAustralien Scott McGrory
6 2001 Gent AustralienAustralien Scott McGrory
7 2001 Zürich AustralienAustralien Scott McGrory
8 2001 Aguascalientes AustralienAustralien Scott McGrory
9 2002 München AustralienAustralien Scott McGrory
10 2002 Kopenhagen AustralienAustralien Scott McGrory
11 2002 Fiorenzuola d’Arda AustralienAustralien Scott McGrory
12 2003 Stuttgart AustralienAustralien Scott McGrory
13 2003 Gent Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bradley Wiggins
14 2004 München AustralienAustralien Scott McGrory
15 2005 Fiorenzuola d’Arda BelgienBelgien Iljo Keisse
16 2005 Grenoble BelgienBelgien Iljo Keisse
17 2005 Gent BelgienBelgien Iljo Keisse
18 2006 Hasselt BelgienBelgien Iljo Keisse

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRob Shaw: Gilmore returns as head cycling coach. 25. November 2013, abgerufen am 16. Dezember 2013 (englisch).