Mercedes Müller

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Nicole Mercedes Mariola Müller (* 4. November 1996 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin und ehemalige Kickboxerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mercedes Müller wurde als Nicole Mercedes Mariola Müller als Tochter eines deutschen Vaters und einer polnischen Mutter geboren.[1] Ihr dritter Vorname Mariola ist der Name ihrer Mutter.[2]

Sie kam bereits als Kleinkind im Alter von nur vier Jahren zum Film.[2] Sie debütierte neben ihrem fünf Jahre älteren Bruder Kai Michael Müller im Kinder-Abenteuerfilm 4 Freunde & 4 Pfoten als Lilly, Teil des titelgebenden Kinderquartetts, auf der Kinoleinwand.[2][3] Kai Wessel besetzte sie für seine Folge Dumm wie Brot der populären Krimireihe Polizeiruf 110 als jüngste Tochter des einstigen Schweriner Kommissars Jens Hinrichs und der Prostituierten Nina. Im Berliner Tatort: Todesbrücke war sie als Scheidungskind des von Florian Martens gespielten psychisch labilen Manfred Bohrmann zu sehen. Im Kino war sie 2005 ein weiteres Mal zu sehen. Diesmal in Aelrun Goettes Psychodrama Unter dem Eis. Sie spielte die siebenjährige Grundschülerin Luzi Kornatz, die durch die Schuld ihres Spielkameraden Tim im Wald zu Tode kommt.

Einem größeren Fernsehpublikum wurde sie ab 2006 durch die durchgehende Rolle der Paula Bergmann in der Telenovela Wege zum Glück bekannt, bei der sie in insgesamt 110 Folgen zu sehen war. Ihre Rolle wurde im späteren Verlauf von Jennifer Breitrück gespielt. 2009 war sie in ihrer dritten Kinorolle in Die Wilden Hühner und das Leben von Vivian Naefe als Lilli, die Anführerin der Wilden Küken, zu sehen.

Unter der Regie von Christian Alvart hatte sie ihre zweite große Rolle im Tatort, diesmal in der Pilotfolge des neuen Hamburger Tatorts von Tschiller und Gümer mit dem Titel Willkommen in Hamburg. Sie spielte die 16-jährige rumänische Zwangsprostituierte Tereza, die als Hauptzeugin gegen eine Menschenhändlerbande aussagen soll. Mercedes Müller wurde auch zur Titelheldin der Tatort-Jubiläumsfolge Mia san jetz da wo’s weh tut (2016) von Batic und Leitmayr, in der sie als Mia Petrescu ein weiteres Mal die Rolle einer jungen rumänischen Prostituierten spielte.

Im Fernsehdrama Der Pfarrer und das Mädchen (2015) verkörperte sie ein Vergewaltigungsopfer, das beim neuen Pfarrer ihrer Gemeinde Schutz und Beistand findet. In Fatih Akins Tschick (2016) nach Wolfgang Herrndorfs Roman spielte sie die auf der Müllkippe lebende Isa Schmidt, was für sie zu ihrer ersten Nominierung beim Deutschen Schauspielerpreis führte.[4] 2018 wurde sie für ihre Rolle der unehelichen Tochter Christa Schober im ZDF-Mehrteiler Tannbach – Schicksal eines Dorfes als „Beste Nachwuchsdarstellerin“ für den Studio Hamburg Nachwuchspreis nominiert.[5]

Seit 2019 ist sie in der TV-Reihe Der Irland-Krimi die junge Polizistin Emma Walsh an der Seite von Désirée Nosbusch.[6] Im Frühjahr 2020 ging die achtteilige österreichisch-deutsch-tschechische Fernsehserie Freud von ORF und Netflix auf Sendung, in der sie die Ehefrau von Sigmund Freud darstellte. 2020 spielte sie auch in Miguel Alexandres Netflix-Serie Schwarze Insel die Rolle der Schülerin Nina Cohrs und war in der sechsteiligen ARD-Historienserie Oktoberfest 1900 als Brauereitochter Clara Prank zu sehen. In der ARD-Event-Historienserie Bonn – Alte Freunde, neue Feinde spielte sie in 6 Folgen neben Max Riemelt die Hauptrolle der 20-jährigen Bauunternehmerstochter Toni Schmidt.[7]

Müller ist zudem für ihre Auftritte in der LBS-Werbung und als Tochter der Nutella-Familie, bei der Sebastian Nakajew ihren Vater spielte, bekannt.

Neben dem Schauspiel betrieb sie einige Zeit auf Leistungssportniveau Kickboxen. Hier wurde sie 2010, 2011 und 2012 Deutsche Meisterin sowie 2010, 2011, 2012 Internationale Deutsche Meisterin.[8] 2012 gewann sie WM-Bronze.[9]

Mercedes Müller lebt in Berlin.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Spannend ist alles, was man aus sich selbst heraus spielen kann“. 16. September 2020, abgerufen am 1. November 2020.
  2. a b c Mercedes Müller: Eltern, Kickboxen und Co. - „Bonn“-Star im Faktencheck. Promipool.tv vom 24. Januar 2023. Abgerufen am 30. Januar 2023.
  3. Müller privat: Kickboxen, Auto-Witze und Liebe auf den zweiten Blick. News.de vom 25. März 2021. Abgerufen am 29. Januar 2023
  4. Nominierung zum Deutschen Schauspielerpreis 2017 für Mercedes Müller! 28. Juni 2017, abgerufen am 28. Januar 2023.
  5. Studio Hamburg verleiht begehrten Nachwuchspreis. 4. Juni 2018, abgerufen am 28. Januar 2023.
  6. Mercedes Müller als Emma Walsh. Abgerufen am 28. Januar 2023.
  7. Mercedes Müller: "Frauen waren in den 50-ern Dienstleisterin für den Mann". 14. Januar 2023, abgerufen am 28. Januar 2023.
  8. Turnierergebnisse (Memento des Originals vom 11. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wako-deutschland.de bei wako-deutschland.de
  9. Results (Memento des Originals vom 11. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wakoweb.com bei wakoweb.com (englisch)