Otto-Lilienthal-Kaserne

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DeutschlandFlag of Germany (state).svg Otto-Lilienthal-Kaserne
Kasernentor

Kasernentor

Name seit 1964
Gemeinde Roth
Koordinaten: 49° 13′ N, 11° 5′ OKoordinaten: 49° 12′ 41″ N, 11° 5′ 21″ O
Erbaut 1937
Stationierte Einheiten
9./Feldjägerregiment 3
7./Luftwaffenausbildungsbataillon
Polizeihubschrauberstaffel Bayern
DeutschlandFlag of Germany (state).svg
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BayernBayern
Ehemals stationierte Einheiten
Kampfhubschrauberregiment 26
Heeresfliegerstaffel 269
Luftwaffenausbildungsregiment
Teile Flugabwehrraketengruppe 23
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Otto-Lilienthal-Kaserne (Bayern)
Otto-Lilienthal-Kaserne

Lage der Otto-Lilienthal-Kaserne in Bayern

Die Otto-Lilienthal-Kaserne ist eine bei Roth in Mittelfranken gelegene Kaserne der Bundeswehr. Mit der Stadt Heideck besteht die erste Kasernen-Patengemeinschaft in Deutschland.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kasernengelände liegt etwa vier Kilometer südlich des historischen Ortskernes von Roth zwischen den Ortsteilen Kiliansdorf, Ober- und Untersteinbach sowie Eckersmühlen auf einer Höhe von 386 m ü. NN.

Zu erreichen ist die Kaserne über zwei bundeseigene Privatstraßen, die von der Verlängerung der Staatsstraße 2409 über die Bundesstraße 2 hinaus abzweigen. An der südlichen der beiden Straßen, die Kilianssorf-Siedlung heißt, befinden sich auch zahlreiche Wohnhäuser für Soldaten und deren Familien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der US-Air Force aus dem Jahr 1943

Ihre Wurzeln hat die Rother Kaserne in den 1930er-Jahren, als der Wunsch nach einem Militärflugplatz in Roth bestand. Baubeginn für diesen war schließlich 1937, zu diesem Zeitpunkt bereits als Kaserne geplant. Erster Truppenteil in Roth war die Flugzeugführerschule Kiliansdorf, die aus Erding verlegt wurde.

Im Zweiten Weltkrieg waren in Roth zahlreiche Kampf- und Jagdgeschwader stationiert. Am 8. April 1945 wurde die Kaserne von den amerikanischen Streitkräften bombardiert und eingenommen, fortan diente sie als Lagerungsort für Munition und Bomben.

Der Flieger-Club Roth erhielt 1954 die Genehmigung, den Flugplatz nutzen zu dürfen, was bis heute gilt. 1956 wurde die Kaserne wieder den deutschen Dienststellen übergeben. In den Jahren ab 1961 erfolgte die Stationierung der Heeresflieger. Später wurden der Flugplatz und die Kaserne kontinuierlich erweitert. Seit 1964 trägt sie den Namen Otto Lilienthals, eines deutschen Pioniers der Flugzeug-Entwicklung.

In den Jahren bis 2011 entstanden neue Wartungshallen und andere Gebäude für die geplante Stationierung des Tiger-Hubschraubers beim Kampfhubschrauberregiment 26. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde jedoch im Oktober 2011 bekanntgegeben, dass das Hubschrauberregiment im Jahr 2014 aufgelöst wird, alle für die Bundeswehr bestimmten Tiger-Hubschrauber werden beim Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar, Hessen stationiert.

Das II. Bataillon des Luftwaffenausbildungsregiments wurde Ende des Jahres 2012 aufgelöst. Das Luftwaffenausbildungsregiment selbst und die Heeresfliegerstaffel 269 wurden mit Wirkung zum 31. März 2013 aufgelöst. Das Kampfhubschrauberregiment 26 „Franken“ veranstaltete am Sonntag den 28. Juli 2013 zum letzten Mal einen Tag der offenen Tür.[1] Die formelle Auflösung des Regiments erfolgte mit Wirkung zum 1. Juli 2014.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Auflösung des Rother Luftwaffenausbildungsregiments wurde am 1. Januar 2013 die 7. Kompanie des Luftwaffenausbildungsbataillons aufgestellt, welche die größte Einheit am Standort ist.

Aktuell sind in Roth die 9./Feldjägerregiment 3 und das Sanitätsversorgungszentrum Roth stationiert.

Die Otto-Lilienthal-Kaserne Roth ist heute offizielle Dependance der zentralen Asyl-Einrichtung ZAE Zirndorf.[2] So hat die Regierung von Mittelfranken im Herbst 2014 fünf der Kasernengebäude angemietet. Seither werden dort regelmäßig bis zu 500 Asylbewerber untergebracht und versorgt.[3] Im Herbst 2015 wurden in drei zusätzlichen Leichtbauhallen weitere 850 Menschen untergebracht.[4]

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Informationsbesuch des damaligen Verteidigungsministers Thomas de Maizière im Jahre 2012 gab dieser bekannt, dass bis 2018, nach einigen erforderlichen Umbauten, die Offizierschule der Luftwaffe von Fürstenfeldbruck nach Roth umziehen werde. Dadurch blieben 500 Dienstposten erhalten. Hinzu kämen noch gut 800 bis 900 Lehrgangsteilnehmer. Später wurde bekannt, dass der Umzug der Offiziersschule wegen notwendiger Bauarbeiten erst 2019 erfolgen könne.[5] Die Errichtung der Offiziersschule sollte zunächst 114 Mio Euro kosten.[6] Inzwischen geht man von einem Umzug in 2020 und Baukosten von etwa 200 Mio. Euro aus.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 10.000 Besucher beim Tag der offenen Tür am Heeresflugplatz Roth. In: Bundeswehr.de, 1. August 2013, abgerufen 21. August 2013
  2. Zelte für Flüchtlinge in Rother Kaserne aufgestellt (Memento vom 20. Januar 2016 im Internet Archive), www.br.de, 23. Februar 2015
  3. Asylantenunterkuft in der Otto-Lilienthal-Kaserne (Memento vom 3. Oktober 2014 im Internet Archive), www.br.de (offline)
  4. Flüchtlingskrise: „So kann es nicht weitergehen“, Bayernkurier, 22. Oktober 2015
  5. Gerhard Eisenkolb: Luftwaffe bleibt bis 2019. In: sueddeutsche.de, 12. Juni 2012, abgerufen am 25. März 2013.
  6. Marco Seliger: Harte Landung. www.faz.net, 8. August 2014, abgerufen am 8. August 2014
  7. Von Bruck ins fränkische Roth: Der Umzug der Offizierschule wird teuer. Münchner Merkur, 4. Februar 2016, abgerufen am 11. Juni 2018.