Feldkirchen (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Feldkirchen
Feldkirchen (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Feldkirchen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 50′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 348 m ü. NHN
Fläche: 22,66 km2
Einwohner: 1981 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94351
Vorwahl: 09420
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 121
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 29
94351 Feldkirchen
Webpräsenz: www.feldkirchen-gemeinde.de
Bürgermeisterin: Barbara Unger (CSU)
Lage der Gemeinde Feldkirchen im Landkreis Straubing-Bogen
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Laurentius

Feldkirchen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feldkirchen liegt in der Region Donau-Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feldkirchen hat 15 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Feldkirchen und Mitterharthausen.[3][4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feldkirchen gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Dingolfing des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Vorbereitung auf den geplanten Krieg errichtete die Wehrmacht nach 1936 den Fliegerhorst Straubing-Mitterharthausen. Dafür wurde Grundbesitz des jüdischen Vieh- und Großhändlers Otto Selz enteignet. Selz hatte vor 1933 erfolgreich einen Prozess gegen den Antisemiten Julius Streicher und sein Hetzblatt Der Stürmer geführt. SA-Männer verschleppten ihn im März 1933 in einen Wald und ermordeten ihn. Der Fall kam auch nach 1945 nie vor Gericht.

Beim Bau der Startbahnen und zur Trümmerbeseitigung wurden zahlreiche Häftlinge aus den KZ Flossenbürg und KZ Dachau eingesetzt, die in mehreren Arbeitslagern interniert waren. Bei Kriegsende berührte einer der Todesmärsche, bei dem viele Häftlinge umgebracht wurden oder an Erschöpfung starben, auch Feldkirchen. An neun Opfer dieser Zwangsarbeit erinnert ein Gedenkstein an einer Straßenkreuzung, wo ein Wegweiser zur Kaserne weist.[5]

In den Jahren 1986 bis 1997 wurde eine Dorferneuerung durchgeführt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Mitterharthausen eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1.093 Einwohner
  • 1970: 1.833 Einwohner
  • 1987: 1.632 Einwohner
  • 1991: 1.702 Einwohner
  • 1995: 1.884 Einwohner
  • 2000: 1.906 Einwohner
  • 2005: 1.936 Einwohner
  • 2010: 1.989 Einwohner
  • 2015: 1.981 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Barbara Unger (CSU).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftlich bedeutend ist die Gäubodenkaserne der Bundeswehr (Nutzer: Sanitätslehrregiment, Sanitätszentrum Feldkirchen sowie Zentrum für Einsatzausbildung und Übungen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr) in Mitterharthausen.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft acht, im produzierenden Gewerbe 53 und im Bereich Handel und Verkehr 16 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 276 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 538. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 59 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2010 ha, davon waren 1962 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 66 Kindern (Stand: 1999)
  • Grundschulen: eine mit vier Lehrern und 81 Schülern (Stand 2015/2016)[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Feldkirchen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Amtsbezirk. Gemeinden und Gemarkungen. Bayerische Vermessungsverwaltung, archiviert vom Original am 11. April 2013, abgerufen am 31. März 2015.
  4. Amtsbezirk im PDF. Bayerische Vermessungsverwaltung, archiviert vom Original am 2. April 2015, abgerufen am 31. März 2015 (PDF; 1,9 MB).
  5. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 131
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632.
  7. Grundschule Feldkirchen in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. , abgerufen am 6. August 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feldkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien