Pixels

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Dieser Artikel beschreibt den Hollywoodfilm aus dem Jahr 2015; für den französischen Kurzfilm siehe Pixels (2010).
Filmdaten
Deutscher Titel Pixels
Originaltitel Pixels
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
JMK 6[2]
Stab
Regie Chris Columbus
Drehbuch Tim Herlihy,
Timothy Dowling
Produktion Adam Sandler,
Chris Columbus,
Allen Covert,
Mark Radcliffe
Musik Henry Jackman
Kamera Amir M. Mokri
Schnitt Hughes Winborne
Besetzung
Synchronisation

Pixels ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Filmkomödie aus dem Jahr 2015 von Chris Columbus. Das Drehbuch schrieben Tim Herlihy und Timothy Dowling, basierend auf dem gleichnamigen Kurzfilm von Patrick Jean aus dem Jahr 2010.[3] Der Film wurde am 24. Juli 2015 in 2D, 3D und IMAX 3D veröffentlicht. Der Kinostart in Deutschland war am 30. Juli 2015. Das Budget des Films betrug ca. 110 Mio. US-Dollar.[4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1982 nimmt der junge Sam Brenner mit seinem Freund Will Cooper an der ersten Arcade-Weltmeisterschaft teil. Dort lernen sie das Wunderkind Ludlow Lamonsoff und den egozentrischen Eddie Plant kennen, die ebenfalls an dem Turnier partizipieren. Brenner erreicht das Finale, verliert jedoch gegen den gehässigen Plant im Spiel Donkey Kong. Die Mitschnitte aller Spiele entsendet die NASA in einer Raumkapsel, um mit möglichem außerirdischem Leben in Kontakt zu treten. Unglücklicherweise interpretieren die Aliens die Botschaft als Kriegserklärung.

Inzwischen arbeitet Brenner als Fernsehtechniker und Cooper ist Präsident der USA. Bei einem seiner Aufträge begegnet Brenner der frisch geschiedenen Violet Van Patten. Nach dem ersten Angriff der Aliens auf Guam bittet Cooper seinen Freund Brenner ins Weiße Haus. Auch Van Patten trifft dort ein, da sie zum Krisenstab des Militärs gehört. Brenner erkennt auf einer Aufzeichnung, dass der Angriff dem Muster eines alten Videospiels nachempfunden ist, allerdings schenkt man ihm keinen Glauben.

Auf der Heimfahrt trifft er Ludlow Lamonsoff wieder, der sich in Brenners Auto versteckt hatte. Lamonsoff hatte die Kriegserklärung der Aliens auf einer VHS-Kassette entdeckt. Erst nach dem zweiten Angriff, bei dem die Aliens das Taj Mahal zerstören, beruft Cooper die beiden zu zivilen Beratern. Da die Angreifer aus Energie bestehen, kann das Militär mit konventionellen Waffen nichts ausrichten. Nur die von Van Pattens Team entwickelten Lichtkanonen können die Wesen zerstören. Gemeinsam mit Van Patten bereiten sie die Soldaten auf den nächsten Angriff vor, der in London stattfinden soll. Dort greifen die Aliens mit dem Spiel Centipede an. Da die Soldaten der Aufgabe nicht gewachsen sind, greifen Brenner und Lamonsoff ein und vernichten alle Angreifer.

Vor dem nächsten Angriff holen sie sich die Hilfe von Eddie Plant, der inzwischen im Gefängnis sitzt. Gemeinsam jagen sie bei dem nächsten Spiel in Autos Pac-Man durch die Straßen von New York. Zwar gewinnen sie die Partie, doch es stellt sich heraus, dass Plant Cheat-Codes verwendet. Daraufhin entführen die Aliens Van Pattens Sohn Matty und erklären sich zu Siegern. Anschließend entsenden sie alle Krieger, um die Erde zu zerstören. Während Lamonsoff und Plant die Aliens auf der Erde in Schach halten, bekommen Brenner, Cooper und Van Patten von den Aliens eine letzte Chance. Diese beamen sie auf ihr Raumschiff für eine Partie Donkey Kong. Brenner erkennt, dass er der rechtmäßige Arcade-Weltmeister ist, und besiegt die Aliens.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. Mai 2010 wurde bekanntgegeben, dass Columbia Pictures und Sandlers Happy Madison Productions in Verhandlung stünden, einen 3D-animierten Spielfilm basierend auf Patrick Jeans Kurzfilm Pixels umzusetzen.[5] Ein halbes Jahr später wurde Tim Herlihy verpflichtet, das Drehbuch zu schreiben.[6] Im Juli 2012 wurde Timothy Dowling damit beauftragt, Herlihys Drehbuch umzuschreiben. Zur gleichen Zeit war Seth Gordon im Gespräch, bei dem Film Regie zu führen.[7] Im Jahr darauf kam jedoch Chris Columbus in die engere Auswahl.[3]

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als die Umsetzung des Films sichergestellt war, wurde am 26. Februar 2014 bekanntgegeben, dass Adam Sandler eine der Hauptrollen im Film übernehmen wird. Währenddessen befanden sich Kevin James und Josh Gad noch in Vorgesprächen.[8] Am 28. März wurde Peter Dinklage als vierte männliche Hauptrolle bestätigt.[9] Jennifer Aniston war ursprünglich für die weibliche Hauptrolle vorgesehen, musste jedoch wegen Terminschwierigkeiten absagen.[10] Am 4. April wurde stattdessen Michelle Monaghan verpflichtet.[11]

Tōru Iwatani, der Erfinder von Pac-Man, hat in dem Film einen Cameoauftritt als „Electric Dream Factory Repairman“. Er selbst wird in dem Film von Denis Akiyama dargestellt.[12] In dem Film spielen sowohl Adam Sandlers Ehefrau Jackie Sandler, seine Töchter Sadie und Sunny, sowie sein Neffe Jared Sandler mit. Auch Kevin James’ Töchter Sienna und Shea bekamen kleine Nebenrollen.

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Requisite für die Dreharbeiten in Toronto zur Imitation der New Yorker Metro

Im März 2014 wurde bestätigt, dass die Dreharbeiten vom 28. Mai bis 9. September in Toronto stattfinden werden, unter anderem auch in den dortigen Pinewood Studios.[13][14] Die Außenaufnahmen begannen am 2. Juni, wobei die Straßen in der Innenstadt sowie einige Gebäude als Kulisse für New York City bzw. Washington, D.C. dienten.[15][16] Am 29. Juli fanden zudem Dreharbeiten außerhalb von Markham, Ontario statt[17] sowie am 26. August in Cobourg.[18]

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henry Jackman komponierte die Musik zum Film, der bereits die Musik zu Ralph reichts geschrieben hatte. Der Rapper Waka Flocka Flame ist mit der Single „Game On“ (featuring Good Charlotte) ebenfalls auf dem Soundtrack vertreten.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film sollte ursprünglich am 15. Mai 2015 veröffentlicht werden,[19][20] allerdings wurde der Start am 12. August 2014 auf den 24. Juli 2015 verlegt.[21]

Der erste Trailer zum Film wurde am 19. März 2015 veröffentlicht und erreicht weltweit innerhalb von 24 Stunden 34,3 Mio. Aufrufe. Damit brach er den Rekord von The Amazing Spider-Man 2 aus dem Jahr 2014 mit 22 Millionen.[22] Der zweite Trailer wurde am 13. Juni 2015 veröffentlicht.[23]

Der Film erschien am 27. Oktober 2015 auf DVD, 3D Blu-ray und Blu-ray.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend negative Kritiken. Bei Metacritic erreichte er einen Metascore von 27/100 basierend auf 37 Rezensionen.[24] Bei Rotten Tomatoes sind nur 16 % der 155 Rezensionen positiv.[25] Bei der IMDb erhielt der Film dagegen 5,6 von 10 Punkten, von Filmstarts 3,7 von 5 möglichen Punkten.

Kino Kino, das Filmmagazin des Bayerischen Fernsehens war enttäuscht von Columbus’ Film. Florian Kummert urteilte: „Für einen Film, der sich mit dem nostalgischen und anarchischen Spaß von Computerspieleklassikern beschäftigt, ist es tödlich, wenn dieser Spaß nicht im Geringsten spürbar wird. Game Over“.[26]

Ähnlich titelte man bei trailerwatch.de: "Alles in allem hätte Pixels ein cooles 80er-Retro-Nerd-Movie werden können – hätte, denn leider sorgt die Besetzung um Adam Sandler in Kombination mit dem mit Flachwitzen gespickten Drehbuch nicht für das erhoffte Popcornkino – oder um es passender auszudrücken: GAME OVER!"[27]

Der Film wurde in sechs Kategorien für die Goldene Himbeere 2016 nominiert, darunter als schlechtester Film und schlechtestes Drehbuch.[28]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Sam Brenner Adam Sandler Dietmar Wunder
Cooper Kevin James Thomas Karallus
Ludlow Lamonsoff Josh Gad Gerrit Schmidt-Foß
Eddie Peter Dinklage Claus-Peter Damitz
Lt. Col. Violet Van Patten Michelle Monaghan Gundi Eberhard
Admiral Porter Brian Cox Engelbert von Nordhausen
Lady Lisa Ashley Benson stumm
Corporal Hill Sean Bean Torsten Michaelis
1982 Championship MC Dan Aykroyd Thomas Danneberg
Max Headroom Matt Frewer Detlef Bierstedt
Mickey Lamonsoff Lainie Kazan Eva-Maria Werth
Pac-Man-Opfer Nick Swardson Christian Gaul
Serena Williams Serena Williams Victoria Sturm
White House Junior Aide Jared Jared Sandler Constantin von Jascheroff

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Logo des Films zeigt in Wirklichkeit Voxel.
  • Nach dem Sieg über die Centipeden erscheint der Hund aus dem Videospiel Duck Hunt und nach dem Sieg über Pac-Man Q-Bert als Trophäe.
  • Lady Lisa entstammt keinem Originalspiel, sondern wurde komplett für den Film entworfen.
  • Duck Hunt erschien erst 1984. Auch einige andere thematisiert Computerspiele entstanden erst einige Jahre nach 1982. Columbia Pictures legte hier keinen Wert auf authentische Angaben.
  • Die Powerpillen bei Pac Man werden ebenfalls falsch beschrieben. Sie wirken nicht, wie behauptet, 10 Sekunden lang. Die Dauer variiert je nach Level.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Pixels. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juli 2015 (PDF; Prüf­nummer: 152 844 K).
  2. Alterskennzeichnung für Pixels. Jugendmedien­kommission.
  3. a b Jeff Sneider: Chris Columbus in Talks to Direct ‘Pixels’ for Sandler and Sony. In: thewrap.com, 30. Mai 2013. Abgerufen am 5. März 2014. 
  4. Pamela McClintock: Summer Box Office: What's Behind Warner Bros.' Risky Move to Release Nine Movies. In: The Hollywood Reporter. (Prometheus Global Media). 21. April 2015. Abgerufen am 21. April 2015.
  5. Mike Fleming Jr: Sony, Happy Madison Playing With Viral Sensation ‘Pixels’. In: deadline.com, 12. Mai 2010. Abgerufen am 5. März 2014. 
  6. Borys Kit: Happy Madison Hires Writer for 'Pixels' Feature. In: hollywoodreporter.com, 10. November 2010. Abgerufen am 5. März 2014. 
  7. Jeff Sneider: Tim Dowling to rewrite vidgame-themed ‘Pixels’. In: variety.com, 16. Juli 2012. Abgerufen am 5. März 2014. 
  8. Jeff Sneider: Adam Sandler to Star in Sony’s Big-Budget Video Game Movie ‘Pixels’. In: thewrap.com, 26. Februar 2014. Abgerufen am 5. März 2014. 
  9. Game of Thrones’ Star Peter Dinklage Joins Cast of Adam Sandler’s ‘Pixels’. In: variety.com, 28. März 2014. Abgerufen am 5. April 2014. 
  10. Adam Sandler and Jennifer Aniston to Make Beautiful 'Pixels' Together? - The Moviefone Blog. News.moviefone.com. 26. Februar 2014. Abgerufen am 12. August 2014.
  11. Borys Kit: Michelle Monaghan Joining Adam Sandler in 'Pixels'. In: hollywoodreporter.com, 4. April 2014. Abgerufen am 5. April 2014. 
  12. So, Here Are the Most Ridiculous Bits in Pixels. In: Wired. 27. Juli 2015, abgerufen am 26. Oktober 2016.
  13. Listing of productions shooting or about to shoot around Ontario. omdc.on.ca. Abgerufen am 5. April 2014.
  14. Etan Vlessing: Sony's Video Game Movie 'Pixels' to Shoot in Toronto. In: hollywoodreporter.com, 25. März 2014. Abgerufen am 5. April 2014. 
  15. Adam Sandler begins filming in ‘Pixels’ in Toronto, onlocationvacations.com. 3. Juni 2014. Abgerufen am 6. Juni 2014. 
  16. PHOTOS: Josh Gad, Peter Dinklage on Toronto set of ‘Pixels’, globalnews.ca. 4. August 2014. Abgerufen am 15. August 2014. 
  17. Adam Sandler filming movie near Markham, yorkregion.com. 29. Juli 2014. Abgerufen am 15. August 2014. 
  18. King Street closed for filming of ‘Pixels’ movie in Cobourg, northumberlandnews.com. 14. August 2014. Abgerufen am 15. August 2014. 
  19. Adam Sandler, Josh Gad, and Peter Dinklage battle Pac-Man in 'Pixels', ew.com. 18. Juli 2014. 
  20. Adam Sandler's 'Pixels' Gets July 2015 Release Date, hollywoodreporter.com. 28. April 2014. Abgerufen am 6. Juni 2014. 
  21. Sony Delays Adam Sandler’s ‘Pixels’, Moves Up Brad Pitt’s ‘Fury’, deadline.com. 12. August 2014. Abgerufen am 13. August 2014. 
  22. Dave McNarry: Adam Sandler’s ‘Pixels’ Trailer Gets Record 34 Million Views. Variety. 19. März 2015. Abgerufen am 20. März 2015.
  23. Erik Pederson: ‘Pixels’ Trailer: First Look At Adam Sandler Pic Heralds An 8-Bit Invasion. Deadline.com. 17. März 2015. Abgerufen am 20. März 2015.
  24. Pixels, Metacritic, Abgerufen am 26. Oktober 2016.
  25. Pixels, Rotten Tomatoes, Abgerufen am 26. Oktober 2016.
  26. „Pixels“-Rezension bei www.kinokino.de
  27. Filmkritik: „Pixels“ – Pac-Man muss sterben – leider! | Trailerwatch. In: trailerwatch.de. Abgerufen am 3. Juni 2016.
  28. Big Budget, High-Profile Movies Dominate RAZZIES® 36th Nominations. The Golden Raspberry Awards LLC, abgerufen am 18. Januar 2016 (englisch).