Pohlern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pohlern
Wappen von Pohlern
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Thunw
BFS-Nr.: 0936i1f3f4
Postleitzahl: 3638
Koordinaten: 607443 / 174871Koordinaten: 46° 43′ 30″ N, 7° 32′ 10″ O; CH1903: 607443 / 174871
Höhe: 710 m ü. M.
Fläche: 9.89 km²
Einwohner: 257 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 26 Einw. pro km²
Website: www.pohlern.ch
Karte
AmsoldingerseeBrienzerseeDittligseeUebeschiseeThunserseeKanton LuzernVerwaltungskreis Bern-MittellandVerwaltungskreis EmmentalVerwaltungskreis Frutigen-NiedersimmentalVerwaltungskreis Interlaken-OberhasliVerwaltungskreis Obersimmental-SaanenAmsoldingenBlumenstein BEBuchholterbergBurgisteinErizFahrniForst-LängenbühlGurzelenHeiligenschwendiHeimberg BEHilterfingenHomberg BEHorrenbach-BuchenHorrenbach-BuchenOberhofen am ThunerseeOberlangeneggPohlernReutigenSchwendibachSeftigenSigriswilSteffisburgStocken-HöfenTeuffenthalThierachernThunUebeschiUetendorfUnterlangeneggUttigenWachseldornWattenwilZwieselberg BEKarte von Pohlern
Über dieses Bild
ww

Pohlern ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Thun des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Nordfuss der Stockhornkette im unteren Stockental. Pohlern ist in seinem südlichen Teil stark bewaldet und wird – je näher das Stockhorn liegt – immer gebirgiger. Der Bodenwald und der Engiwald sind die grössten Waldstücke. Am Nordhang der Stockhornkette entspringen die wichtigsten Gewässer der Gemeinde – (von Ost nach West) der Engibach, der Teuffibach und der Rutigraben. Der Weiler Obermatt an der Strasse zwischen Oberstocken und Blumenstein bildet heute eine Art Dorfzentrum. Sonst findet man bloss noch Häusergruppen und Einzelgehöfte. Vom gesamten Gemeindeareal von 9,89 km²[2] sind 45,1 % Wald oder Gehölz und 15,7 % unproduktive Fläche. Weitere 37,1 % werden landwirtschaftlich genutzt und nur 2,1 % ist Siedlungsfläche.

Der Ort grenzt im Süden an Därstetten, im Südosten und Osten an Oberstocken, im Osten an Höfen bei Thun, im Nordosten an Uebeschi und im Nordwesten und Westen an Blumenstein.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 zählte die Gemeinde 267 Einwohner.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung spricht im Alltag eine hochalemannische Mundart, die zu den Dialekten des Berndeutschen gehört. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben sämtliche Bewohner Deutsch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Zeiten war die gesamte Einwohnerschaft Mitglied der Evangelisch-Reformierten Landeskirche. Durch Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland und Kirchenaustritte hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sind 90,27 % evangelisch-reformierte und 1,33 % römisch-katholische Christen. Daneben findet man 4,42 % Konfessionslose. 3,98 % verweigerten die Auskunft zu ihrem Glaubensbekenntnis.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 267 Einwohnern 251 (=94,01 %) Schweizer Bürger. Bei der letzten Volkszählung waren 99,56 % Schweizer Staatsangehörige.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Stefan Maurer (Stand 2015).

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 67,7 %, BDP 12,3 %, SP 5,0 %, GPS 3,2 %, EDU 3,2 %, EVP 2,6 %, FDP 2,5 %, glp 1,8 %, Piraten 1,3 %.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist durch die Buslinie 3 Thun-Oberstocken-Blumenstein der Verkehrsbetriebe STI ans Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.

Pohlern liegt an der Strasse von Wimmis nach Wattenwil. Der nächstgelegene Autobahnanschluss ist Thun-Süd an der A6.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende November 2006 riss ein Wolf in Pohlern acht Schafe. Es ist dies erst das zweite nachgewiesene Tier nördlich der Alpen seit der Ausrottung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Pohlern stehen zahlreiche historische Bauernhäuser

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Doris Amacher: Blumenstein und Pohlern. Ein Wanderführer zu ländlicher Architektur. (Schweizerische Kunstführer, Band 666/667). Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 1999, ISBN 3-85782-666-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pohlern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Gemeindedaten. Bundesamt für Statistik, abgerufen 5. November 2011
  3. Resultate der Gemeinde Pohlern. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 30. Oktober 2016.