Oberhofen am Thunersee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Oberhofen am Thunersee
Wappen von Oberhofen am Thunersee
Staat: Schweiz
Kanton: Bern BE
Verwaltungskreis: Thunw
BFS-Nr.: 0934i1f3f4
Postleitzahl: 3653
Koordinaten: 617379 / 175670Koordinaten: 46° 43′ 55″ N, 7° 39′ 58″ O; CH1903: 617379 / 175670
Höhe: 585 m ü. M.
Fläche: 2,8 km²
Einwohner: 2390 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 854 Einw. pro km²
Website: www.oberhofen.ch
Schloss Oberhofen am Thunersee vom Wasser fotografiert

Schloss Oberhofen am Thunersee vom Wasser fotografiert

Karte
Amsoldingersee Brienzersee Dittligsee Uebeschisee Thunsersee Kanton Luzern Verwaltungskreis Bern-Mittelland Verwaltungskreis Emmental Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen Amsoldingen Blumenstein BE Buchholterberg Burgistein Eriz Fahrni Forst-Längenbühl Gurzelen Heiligenschwendi Heimberg BE Hilterfingen Homberg BE Horrenbach-Buchen Horrenbach-Buchen Oberhofen am Thunersee Oberlangenegg Pohlern Reutigen Schwendibach Seftigen Sigriswil Steffisburg Stocken-Höfen Teuffenthal Thierachern Thun Uebeschi Uetendorf Unterlangenegg Uttigen Wachseldorn Wattenwil Zwieselberg BEKarte von Oberhofen am Thunersee
Über dieses Bild
w

Oberhofen am Thunersee ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Thun des Kantons Bern in der Schweiz.

Der Name Oberhofen besteht aus dem althochdeutschen Adjektiv ober und dem Gattungswort hof (Hof, Gehöft). Der Zusatz «am Thunersee» dient zur Unterscheidung von anderen Orten gleichen Namens. Eine erste Erwähnung findet sich in historischen Belegen von 1133, mit Seilgerus de Obrenhoven.

Das Wahrzeichen des Dorfes ist das Schloss Oberhofen. In Oberhofen befindet sich der Hauptsitz des internationalen Skiverbandes, der Fédération Internationale de Ski.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 27,6 %, FDP 16,8 %, BDP 16,8 %, SP 13,9 %, GPS 9,1 %, glp 7,0 %, EVP 2,5 %, EDU 1,8 %, CVP 1,7 %.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberhofen wird von den Autobuslinien 21 (Thun–Interlaken Ost), 22 (Hangbus Hünibach/Oberhofen), 24 (Oberhofen–Aeschlen–Schwanden–Sigriswil), 25 (Thun–Gunten–Sigriswil Eilkurs) der Verkehrsbetriebe STI bedient. Die Linie 21 ersetzte den zwischen 1952 und 1982 verkehrenden Trolleybus Thun–Beatenbucht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grossbrand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. Juni 1864 wurde Oberhofen von einer Brandkatastrophe heimgesucht.[3] Diesem Brand fielen insgesamt 73 Gebäude, darunter 35 Wohnhäuser, zum Opfer. 105 Familien mit 414 Personen verloren ihr ganzes Hab und Gut und wurden obdachlos. Eine alte Frau starb in den Flammen. Die Brandursache konnte nie ermittelt werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niklaus von Scharnachthal (1419–1489), 1446 Grosser Rat von Bern, 1451 Kleiner Rat von Bern, 1458 Schultheiss von Thun, 1463 bis 1472 Schultheiss von Bern
  • Karl Schall (1859–1925), Mechaniker, Unternehmer in Deutschland und Großbritannien, hatte Altersruhesitz in Oberhofen
  • Fritz von Niederhäusern (1876–1959), Baumeister und Architekt, in Oberhofen geboren
  • Fritz Morgenthaler (1919–1984), Arzt, Psychoanalytiker und Autor
  • Adolf Stähli (1925–1999), Jodler, Dirigent, Komponist und Dichter
  • Polo Hofer (* 1945), Mundartrocker, wohnhaft in Oberhofen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberhofen am Thunersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Wahlresultate Nationalratswahlen 2011. Abgerufen am 18. Januar 2013
  3. Oberhofen brannte noch einmal. In: Thuner Tagblatt, 28. Juni 2014.