Puechredon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Puechredon
Puègredond
Wappen von Puechredon
Puechredon (Frankreich)
Puechredon
Region Okzitanien
Département Gard
Arrondissement Le Vigan
Kanton Quissac
Gemeindeverband Piémont Cévenol
Koordinaten 43° 57′ N, 4° 3′ OKoordinaten: 43° 57′ N, 4° 3′ O
Höhe 93–242 m
Fläche 8,08 km2
Einwohner 36 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 4 Einw./km2
Postleitzahl 30610
INSEE-Code

Puechredon – Église

Puechredon (occitanisch: Puègredond) ist ein Ort und eine Gemeinde mit 36 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im südfranzösischen Département Gard.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Puechredon liegt im Nordwesten des Départements Gard ca. 35 km (Fahrtstrecke) nordwestlich der Großstadt Nîmes in den südlichen Ausläufern der Cevennen in einer Höhe von ca. 100 m ü. d. M.[1] Das Klima ist gemäßigt; Regen fällt verteilt über das ganze Jahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2014
Einwohner 61 55 57 50 36 34

Der kontinuierliche Rückgang der Einwohnerzahlen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen. Außerdem entvölkerten sich nahezu alle Bergregionen Frankreichs zugunsten der Städte in den Tallagen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von Ackerbau und Viehzucht (Schafe, Ziegen, Hühner) sowie von den zahlreichen Edelkastanien in den umliegenden Wäldern; auch Weinbau wurde und wird betrieben. Heute ist der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) von wirtschaftlicher Bedeutung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erstmalige Erwähnung des Ortsnamens stammt aus einer Urkunde des Papstes Hadrian IV. aus dem Jahr 1156; eine weitere Urkunde aus dem Jahr 1217 erwähnt die Zugehörigkeit des Ortes zur Zisterzienserabtei von Mazan. Ort und Burg wurden während der Hugenotten- (1562–1598) und der Kamisardenkriege (1702–1704) in Mitleidenschaft gezogen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die aus nur wenig behauenen Bruchsteinen errichtete kleine Kapelle steht am Ortsrand in der Nähe der Weinfelder.
  • Die ehemalige Burg wurde während der Kamisardenkriege in großen Teilen zerstört.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Puechredon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Puechredon – Karte mit Höhenangaben
  2. Anduze/Puechredon – Klimatabellen