Birgland

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Birgland
Birgland
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birgland hervorgehoben
Koordinaten: 49° 26′ N, 11° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Illschwang
Höhe: 552 m ü. NHN
Fläche: 62,4 km²
Einwohner: 1762 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92262
Vorwahl: 09666
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 116
Gemeindegliederung: 42 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Dorfplatz 2
92278 Illschwang
Webpräsenz: www.birgland.de
Bürgermeister: Brigitte Bachmann (SPD)
Lage der Gemeinde Birgland im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der Oberpfalz Königstein (Oberpfalz) Hirschbach (Oberpfalz) Etzelwang Weigendorf Birgland Kastl (Lauterachtal) Edelsfeld Edelsfeld Vilseck Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Sulzbach-Rosenberg Eichen (gemeindefreies Gebiet) Freihung Hirschau Gebenbach Schnaittenbach Hahnbach Illschwang Freudenberg (Oberpfalz) Ursensollen Ebermannsdorf Ensdorf (Oberpfalz) Kümmersbruck Rieden (Oberpfalz) Hohenburg Schmidmühlen Poppenricht Ammerthal Amberg Landkreis Neustadt an der Waldnaab Weiden in der Oberpfalz Landkreis Schwandorf Landkreis Bayreuth Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild
Die Gemeinde Birgland
Ortsteil Schwend von Birgland unweit der Bundesautobahn 6 (Nürnberg-Amberg)
Burgruine Lichtenegg im Ortsteil Lichtenegg, Birgland
In Birgland existieren parallel der fränkische und oberpfälzer Baustil

Birgland ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Illschwang.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landschaftsbeschreibung(geografische Morphologie, Klima, Geologie)liegen einmal unter der Leitung eines Autorenkollektivs von Hans Raum ein Buchprojekt mit Titel "Alle Wege führen nach Lichtenegg" und die fertiggestellten "Beiträge zu einer Ortschronik Weigendorfs mit Bezug zu Lichtenegg" vom Geografen und Historiker Dr. Heinz Leisering vor(siehe auch Wikipediaseiten Weigendorf und Lichtenegg). In beiden Arbeiten wird ausgehend von der Geologie der Oberpfalz und speziell der mittleren Fränkischen Alb, auch Bayerischer Jura genannt, die im Tertiär entstandene Schichtstufenlandschaft mit ihren vielfältigen Formen charakterisiert.

Birgland liegt in der Region Oberpfalz-Nord nahe der Bundesautobahn 6, zwischen den Ausfahrten Alfeld, und Sulzbach-Rosenberg, etwa 15 km südlich der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Die Entfernung von Birgland nach Nürnberg beträgt 49 km. Die mittlere Höhenlage ist etwa 600 m ü. NN. Höchste Erhebung ist der Poppberg mit zirka 653 m ü. NN. Dieser ist zugleich die zweithöchste Erhebung der Fränkischen Alb. Durch die Gemeinde Birgland verläuft die europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. Die Kirche in Poppberg steht genau auf der Wasserscheide, das Regenwasser von der nördlichen Dachhälfte fließt zum Rhein, das von der südlichen zur Donau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birgland hat 42 Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Betzenberg, Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg mit Wolfertsfeld, Gronatshof und Matzenhof, Schwend, Sunzendorf.

Größere Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfertsfeld
Um 1600 drittgrößtes Dorf und heute eines der kleinsten mit 32 Einwohnern, einer der Austragungsorte des Jura-Hills-Reggae-Festivals 1994
  • Frechetsfeld
  • Fürnried
Das Kirchdorf (evangelische Kirche Sankt Willibald mit romanischem Turm aus dem 12. Jahrhundert), 1043 als forha (vermutlich von Föhre) erstmals urkundlich erwähnt, wurde mehrmals bei Dorfverschönerungswettbewerben ausgezeichnet.
  • Poppberg
Der höchstgelegene Ort des Oberpfälzer Juras mit seiner Burgruine Poppberg auf dem Poppberg (ca. 653 m ü. NN)
  • Lichtenegg
Mit der Burgruine Lichtenegg.
  • Schwend
  • Sunzendorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach neueren Erkenntnissen, die in der Kurz- und Langfassung zur Ortschronik Weigendorf von Dr. Heinz Leisering niedergelegt sind, ist die Burg Lichtenegg wahrscheinlich vom 11.zum 12. Jh. erbaut worden. Eigentümerin der Burgruine ist die Gemeinde Birgland. Der Standpunkt der Burgruine bietet einen Ausblick nach Mittelfranken, ins Fichtelgebirge, in den Bayerischer Wald und in den Oberpfälzer Wald. Die Kelten nutzten in vorgeschichtlicher Zeit den Ort als Fliehburg. Als erste Burgherren wurden um 1050 die Sulzbacher Grafen genannt. Später wurde Lichtenegg die Stammburg der Preysings. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Vorläufer der heutigen Gemeinde, die Gemeinden Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg und Schwend.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birgland entstand am 1. Juli 1972 durch den Zusammenschluss der vorher selbstständigen Gemeinden Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg und Schwend.[3] Am 1. Mai 1978 schloss sich noch die Gemeinde Sunzendorf an.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1658
  • 1970: 1621
  • 1987: 1601
  • 2000: 1763
  • 2006: 1822 (zusätzlich 121 mit Nebenwohnsitz)
  • 2011: 1826

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist Brigitte Bachmann (SPD). Frau Bachmann wurde bei der Wahl im März 2014 zum ersten Mal ins Amt gewählt. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 477.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 55.000 €.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,0 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU/Freie Wählergemeinschaft     3 Sitze  (27,7 %)
  SPD 2 Sitze (17,7 %)
  Bürgerblock 7 Sitze (54,6 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen besteht in der momentanen Form seit 1976.

Amtliche Wappenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot über grünem Fünfberg eine silberne Quadermauer mit zwei Zinnen, darüber zwei silberne heraldische Lilien.

Bedeutung der Symbole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden sulzbachischen Lilien im Wappen symbolisieren die geschichtlichen Beziehungen des Ortes zu den Grafen von Sulzbach. Diese waren einst Besitzer der Burgen Lichtenegg und Burg Poppberg sowie des Klosters Kastl, das als Grundherrschaft im Ort dominierte. Die Zinnenmauer stammt ursprünglich aus dem Wappen der Grafen von Preysing, von welchen auf Lichtenegg eine Seitenlinie der Familie von 1580 bis 1759 ansässig war. Der heraldische Fünfberg steht für die 1972 im Rahmen der Gebietsreform zur neuen Gemeinde Birgland (Bergland) zusammengeschlossenen Orte Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg und Schwend und deutet zugleich auf den Namen hin.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Birgland

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft acht, im produzierenden Gewerbe 45 und im Bereich Handel und Verkehr 56 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 60 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 557. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 150 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2739 Hektar, davon waren 1839 Ackerfläche und 899 Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 58 Kindern
  • Grundschule: 1. und 2. Klasse

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online - Das Portal zu Geschichte und Kultur des Freistaats
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 578.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 639.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Birgland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien