Königstein (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Königstein
Königstein (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Königstein hervorgehoben

Koordinaten: 49° 36′ N, 11° 38′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Königstein
Höhe: 490 m ü. NHN
Fläche: 35,13 km2
Einwohner: 1717 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92281
Vorwahl: 09665
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 135
Marktgliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Oberer Markt 20
92281 Königstein
Website: www.markt-koenigstein.de
Erster Bürgermeister: Bernhard Köller[2] (Freie Wähler)
Lage des Marktes Königstein im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der OberpfalzKönigstein (Oberpfalz)Hirschbach (Oberpfalz)EtzelwangWeigendorfBirglandKastl (Lauterachtal)EdelsfeldEdelsfeldVilseckNeukirchen bei Sulzbach-RosenbergSulzbach-RosenbergEichen (gemeindefreies Gebiet)FreihungHirschauGebenbachSchnaittenbachHahnbachIllschwangFreudenberg (Oberpfalz)UrsensollenEbermannsdorfEnsdorf (Oberpfalz)KümmersbruckRieden (Oberpfalz)HohenburgSchmidmühlenPoppenrichtAmmerthalAmbergLandkreis Neustadt an der WaldnaabWeiden in der OberpfalzLandkreis SchwandorfLandkreis BayreuthLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Königstein

Königstein ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Königstein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 19 Gemeindeteile:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals um das Jahr 1130 als „Chungestein“ erwähnt, was so viel wie Königsburg bedeutet. Er war Sitz der Reichsministeralien von Königstein, die urkundlich im Jahre 1125 genannt wurden und nach 1250 ausstarben. 1393 übernahm Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt den Ort. Im Jahre 1357 wurde das Dorf Königstein zum Markt erhoben. Bis zum Jahre 1623 stand Königstein unter der Herrschaft der Herren von Breitenstein, deren Turnierschild dem Markt von König Maximilian I. Joseph 1817 als Marktwappen verliehen wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Gaißach eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Kürmreuth, Namsreuth und Sigras hinzu.[22] Zum 1. Januar 2003 kam ein Teil des aufgelösten gemeindefreien Gebiets Ober- und Unterwald zum Gemeindegebiet.[23]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 1592 auf 1706 um 114 Einwohner bzw. um 7,2 %. Am 31. Dezember 2004 hatte Königstein 1804 Einwohner.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gibt es zwei Kirchen, die katholische Kirche St. Michael sowie die evangelische Kirche St. Georg. Die heute evangelische St. Georg-Kirche war bis 1965 Simultankirche. Königstein zählt zu den neun Gemeinden im Nordosten der Oberpfalz, in der die Bevölkerung mehrheitlich evangelisch ist.[24]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderatswahl 2020[25]
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40
30
20
10
0
58,88
41,12
aktuelle Sitzverteilung im Marktgemeinderat Königstein (15. März 2020)
  
Insgesamt 12 Sitze

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat besteht aus zwölf Gemeinderäten und dem Ersten Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 1.440 stimmberechtigten Bürgern 1.116 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 77,50 % lag.[26]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 wurde Bernhard Köller (FWG) mit 62,14 % der Stimmen gewählt.[27] Dessen Vorgänger war über 24 Jahre (seit 1. Mai 1996) Hans Koch (CSU/EL).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Markt Königstein
Blasonierung: „Geteilt von Silber und Blau, oben eine rote heraldische Rose mit silbernem Butzen, unten schräg gekreuzt zwei silberne Reuthauen.“[28]

Das Wappen wurde der Marktgemeinde 1817 durch König Maximilian I. Joseph verliehen und 1982 durch Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung der Oberpfalz geändert.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königstein hat zwei gleichnamige Partnerstädte: Königstein im Taunus bei Frankfurt am Main und Königstein (Sächsische Schweiz) bei Dresden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Georg
St. Michael

In Königstein befinden sich die evangelische St.-Georgs-Kirche und die katholische St.-Michaels-Kirche.

Reste von Schloss Königstein befinden sich nördlich der evangelischen Kirche St. Georg.

Die gut erhaltene Burgkapelle der Burgruine Breitenstein aus dem 12. Jahrhundert oberhalb des Ortsteils Breitenstein ist die einzige romanische zweigeschossige Doppelkapelle der Oberpfalz.

Von der Burg Kürmreuth sind Reste bei der Ortskirche St. Laurentius vorhanden.

Johanniskapelle auf dem Kühberg

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein umfangreiches Wanderwegenetz führt zu sehenswerten Felsen, Höhlen und Bergen. In der Nähe von Königstein liegen der Berg Ossinger mit Aussichtsturm, die Maximiliansgrotte, die Bismarckgrotte, die Sonnenuhr, die Anton-Völkel-Grotte und die Breitensteiner Bäuerin. Auf dem Sutzerberg (etwa 600 m) befindet sich ein zwei Kilometer langer botanischer Lehrpfad mit 60 Tafeln und einem Loki-Schmidt-Kräuterbeet.[29]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwerbstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 301 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 737 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 436 Personen größer als die der Einpendler. 13 Einwohner waren arbeitslos.

Hotels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besonderheit von Königstein ist die außergewöhnlich hohe Dichte an Hotels. Allein im Ortskern befinden sich rund um den Marktplatz fünf solche Gebäude.

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Königstein befinden sich mit den Firmen Reisedienst Meidenbauer und Kugler-Reisen zwei überregional tätige Busunternehmen. Diese decken neben Fernreisen teilweise auch den öffentlichen Nahverkehr in der Region ab.

Ein weiterer Arbeitgeber im Gemeindegebiet ist das Bauunternehmen Taubmann mit 3 Unternehmensgruppen für Massivbau. Holzbau und einem Abbundzentrum. Die Firma baut Wohn-, Gewerbe-, Büro- und Spezialimmobilien.[30]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 gab es 34 landwirtschaftliche Betriebe. Von der Gemeindefläche waren 844 Hektar landwirtschaftlich genutzt.

Wohn- und Pflegeheime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet finden sich mehrere Einrichtungen für betreutes Wohnen, bzw. zur Versorgung von behinderten Menschen:

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Marktgemeinde gibt es

  • eine Kindertageseinrichtung mit 62 genehmigten Plätzen und 50 Kindern (Stand 1. März 2018) und die
  • Grundschule Königstein mit fünf Lehrern und 83 Schülern (Schuljahr 2018/19)[34]

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Königstein wurde im Jahr 1872 gegründet. Auf dem heutigen Stand der Technik deckt die Wehr ein breites Spektrum an Einsatzszenarien ab. Neben der ursprünglichen Aufgabe der Brandbekämpfung umfasst dies technische Einsätze wie zum Beispiel Türöffnungen oder Verkehrsunfälle bis hin zu Katastrophenschutzeinsätzen. Die Wehr unterhält (Stand 2019) 5 Fahrzeuge, verteilt auf 2 Feuerwachen.[35]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen Kilometer nördlich von Königstein befindet sich die älteste bisher entdeckte menschliche Wohnstätte in der Oberpfalz, das sogenannte Kühloch (Höhlenkataster Fränkische Alb, Katasternummer A 40). Dort hausten vor mehr als 12.000 Jahren Höhlenbären. Auch Reste von Eisfüchsen und vom Mammut wollen Forscher dort gefunden haben. Von den Steinzeitmenschen, die die Höhle als Behausung nutzten, sind Steinbohrer aus blaugrauem Feuerstein, Klingenkratzer aus Hornstein und Skelettreste überliefert. Auch Jahrtausende später diente das Kühloch noch als Unterschlupf. Dort versteckten die Bauern in den Kriegen ihr Vieh. Aus dieser Zeit stammt der Name Kühloch. Außerdem nutzte Raub- und Mordgesindel die Höhle als Zufluchtstätte.

Söhne und Töchter von Königstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Georg Beringer (1829–1919), Fernmeldeinspektor und Bienenfachmann
  • Friedrich Wiesend (1909–1972), Ballettmeister an den Opern in Darmstadt und Berlin, inszenierte in Königstein ein Festspiel über das Schicksal derer von Breitenstein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Königstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Marktrat Königstein. Gemeinde Königstein, abgerufen am 2. September 2020.
  3. Gemeinde Königstein in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 29. Juli 2020.
  4. Ortsteil Bischofsreuth
  5. Ortsteil Breitenstein
  6. Ortsteil Döttenreuth
  7. Ortsteil Fichtenhof
  8. Ortsteil Funkenreuth
  9. Ortsteil Gaißach
  10. Ortsteil Hannesreuth
  11. Ortsteil Kürmreuth
  12. Ortsteil Loch
  13. Ortsteil Lunkenreuth
  14. Ortsteil Mitteldorf
  15. Ortsteil Mönlas
  16. Ortsteil Namsreuth
  17. Ortsteil Pruihausen
  18. Ortsteil Röslas
  19. Ortsteil Wildenhof
  20. Ortsteil Windmühle
  21. Ortsteil Ziegelhütte
  22. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 578.
  23. Auflösung des Ober- und Unterwaldes zum 1. Januar 2003
  24. Mariä Himmelfahrt: Kein Feiertag in neun Oberpfälzer Gemeinden, BR24, abgerufen an 15. August 2020.
  25. Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  26. Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  27. Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  28. Eintrag zum Wappen von Königstein (Oberpfalz) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  29. Botanischer Lehrpfad
  30. Taubmann-Bau
  31. Deutscher Orden: Soziotherapeutische Suchthilfeeinrichtung
  32. Regens-Wagner-Stiftung Michelfeld
  33. Dr. Loew Königstein
  34. Grundschule Königstein in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 29. Juli 2020.
  35. Freiwillige Feuerwehr Königstein