Dettum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dettum
Dettum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dettum hervorgehoben
Koordinaten: 52° 10′ N, 10° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Sickte
Höhe: 104 m ü. NHN
Fläche: 17,17 km2
Einwohner: 1231 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38173
Vorwahl: 05333
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 009
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Kamp 12
38173 Sickte
Webpräsenz: www.dettum.de
Bürgermeister: Konrad Gramatte (CDU)
Lage der Gemeinde Dettum im Landkreis Wolfenbüttel
Sachsen-Anhalt Braunschweig Landkreis Goslar Landkreis Helmstedt Landkreis Hildesheim Landkreis Peine Salzgitter Am Großen Rhode Barnstorf-Warle Voigtsdahlum Voigtsdahlum Baddeckenstedt Börßum Börßum Burgdorf (Landkreis Wolfenbüttel) Cramme Cremlingen Dahlum Dahlum Denkte Dettum Dorstadt Elbe (Niedersachsen) Erkerode Evessen Evessen Flöthe Schladen-Werla Haverlah Hedeper Heere Heere Heiningen (Niedersachsen) Kissenbrück Kneitlingen Kneitlingen Ohrum Remlingen-Semmenstedt Roklum Schöppenstedt Sehlde Sickte Uehrde Vahlberg Veltheim (Ohe) Winnigstedt Wittmar WolfenbüttelKarte
Über dieses Bild
St. Johann-Batista in Dettum

Dettum ist eine Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen, (Deutschland). Dettum ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Sickte.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dettum besteht aus den Ortsteilen

  • Dettum, mit 957 Einwohnern (Stand März 2016) der größte Ort der Gemeinde
  • Mönchevahlberg mit Mönchevahlberg-Zuckerfabrik, 192 Einwohner
  • Weferlingen, 99 Einwohner.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dettum war schon früh besiedelt, was durch Grabungsfunde, große dreieckige Bronzedolche aus der frühen Bronzezeit, belegt ist. Dettum wurde im Jahr 1226 erstmals urkundlich als Thitene erwähnt und 1280 als Dettene. Die Kirche St. Johannis-Baptista wurde erstmals im Jahr 1300 erwähnt. Bereits im späten Mittelalter hatte Dettum Bedeutung, da es an einer Heerstraße lag.

Der frühe Ort besaß ein adliges Gut, das zum Aegidienkloster in Braunschweig gehörte und 1542 freigegeben wurde. Es gab zwischen Hachum und Dettum einen Ort Honroth, aus dem eine adelige Familie gleichen Namens stammte.

Von 1773 bis 1797 lebte Hermann Bräß als evangelischer Pastor in Dettum; hier gründete er 1786 die Zeitung für Städte, Flecken und Dörfer, die zum ersten Mal auch Leserbriefe enthielt.[3][4] Im Jahre 1800 beherbergte Dettum einen Schriftsassenhof, eine Kirche mit Pfarre und Pfarrwitwenhaus, die Opferei, drei Ackerhöfe, acht Halbspännerhöfe, 32 Kothöfe und drei Brinksitzerstellen mit 385 Einwohnern.[5]

Gründeraktie der Actien-Zucker-Fabrik Dettum vom 1. März 1872

Im Jahre 1843 erhielt Dettum einen eigenen Bahnhof auf der Bahnstrecke Wolfenbüttel–Oschersleben und mit dem Bau der Zuckerfabrik 1871 wurde der Wohlstand der Bauernschaft wesentlich gemehrt. Die Zuckerfabrik wurde 1953 stillgelegt und deren Aktivitäten gingen auf die Aktien-Zuckerfabrik Schöppenstedt über.

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Mönchevahlberg und Weferlingen eingegliedert.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung nach der Wahl September 2016: [7]

  • CDU: 4 Sitze
  • SPD: 3 Sitze
  • Einzelbewerber: 2 Sitze
  • Grüne: 1 Sitz

Bürgermeister ist seit November 2016 Konrad Gramatte (CDU).[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die St. Johannis Baptista-Kirche mit dem mächtigen mittelalterlichen Turm enthält ein Kreuz mit einem 127 cm hohen Corpus, das auf etwa 1225 bis 1230 datiert wird und möglicherweise als Triumphkreuz geschaffen wurde.[9]
  • Die Bockwindmühle in Dettum ist ein Baudenkmal, das die Bürger Dettums retteten. In der Windmühle wurde seit 1862 das Korn der Bauern aus Dettum, Mönchevahlberg und Weferlingen gemahlen. 1976 restaurierte die Dorfgemeinschaft diese Mühle und erhält sie.[5]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der Vereine, der MTV Dettum von 1899 e.V. mit den Sparten Fußball, Tischtennis, Turnen und Schießen, hat etwa 600 Mitglieder und wurde am 12. Januar 1899 gegründet.[10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute gibt es in Dettum einen Kindergarten, eine Grundschule, ein Freibad und ein Dorfgemeinschaftshaus.

Verkehr:

Der Haltepunkt Dettum liegt an der Bahnstrecke Wolfenbüttel–Oschersleben. Diese Strecke wird nur noch bis Schöppenstedt befahren; ab dort ist die Strecke stillgelegt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Die Gemeinde Dettum, abgerufen am 8. Oktober 2016
  3. Fritz Barnstorf: Pastor Hermann Braess, der Dettumer Bote und Braunschweigische Hausfreund mit seiner „Rothen Zeitung für die lieben Landleute“. In: Braunschweigische Heimat. 52. Jahrgang 1966, S. 128–134.
  4. Eckart Roloff: Hermann Bräß - Ein Landpfarrer erschafft den Leserbrief. In: Eckart Roloff: Göttliche Geistesblitze. Pfarrer und Priester als Erfinder und Entdecker. Wiley-VCH, Weinheim 2010, S. 183–196, ISBN 978-3-527-32578-8. 2., aktualisierte Ausgabe 2012, S. 183–196, ISBN 978-3-527-32864-2.
  5. a b sickte.de Dettum. Zur Geschichte von Dettum. Abgerufen am 10. März 2012.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 273.
  7. http://www.sickte.de/dettum/gemeinderat/
  8. Gemeinderat Dettum
  9. St. Johannis Baptista auf Romanik.de
  10. MTV Dettum von 1899 e.V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dettum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien