Cramme

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Cramme
Cramme
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Cramme hervorgehoben
Koordinaten: 52° 7′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Oderwald
Höhe: 108 m ü. NHN
Fläche: 12,45 km²
Einwohner: 904 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38312
Vorwahl: 05341
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Dahlgrundsweg 5
38312 Börßum
Webpräsenz: www.cramme.de
Bürgermeisterin: Petra Johns (SPD)
Lage der Gemeinde Cramme im Landkreis Wolfenbüttel
Sachsen-Anhalt Braunschweig Landkreis Goslar Landkreis Helmstedt Landkreis Hildesheim Landkreis Peine Salzgitter Am Großen Rhode Barnstorf-Warle Voigtsdahlum Voigtsdahlum Baddeckenstedt Börßum Börßum Burgdorf (Landkreis Wolfenbüttel) Cramme Cremlingen Dahlum Dahlum Denkte Dettum Dorstadt Elbe (Niedersachsen) Erkerode Evessen Evessen Flöthe Schladen-Werla Haverlah Hedeper Heere Heere Heiningen (Niedersachsen) Schladen-Werla Schladen-Werla Kissenbrück Kneitlingen Kneitlingen Ohrum Remlingen (Niedersachsen) Roklum Schladen-Werla Schöppenstedt Sehlde Semmenstedt Sickte Uehrde Vahlberg Veltheim (Ohe) Schladen-Werla Winnigstedt Wittmar WolfenbüttelKarte
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Cramme ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Oderwald im Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen, Deutschland.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt südwestlich von Wolfenbüttel und westlich des Oderwalds. Die aus dem Oderwald nach Cramme fließenden Bäche vereinigen sich oberhalb des Orts zur Meesche, die nach nur knapp einem Kilometer von rechts der Fuhse, genauer der Alten Fuhse, zuströmt.

Cramme ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, hat aber durch die Nähe zur Kreisstadt Wolfenbüttel sowie zur Großstadt Salzgitter und den dort ansässigen verschiedenen Industrieunternehmen (MAN, VW, Salzgitter AG) auch Bedeutung als Wohnort.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde zum ersten Mal 1150 schriftlich als „Cramme“ erwähnt. Seitdem variierte der Name nur gelegentlich - vereinzelt ist von „Kramme“ (1269) oder auch „Kram“ (1242) die Rede - und hat sich bis heute in der ersten Form erhalten. Es ist bei dem Namen von einer Form Cramme oder Cramma auszugehen, die sich aus dem indogermanischen „grem“ (feucht) bzw. gotischem „qrammiþa“ (Feuchtigkeit) und dem altnordischen „kramr“ (feucht, halbgetaut von Schnee) herleitet. Die geographische Lage mit den zufließenden Bächen und der Nähe zur Fuhseniederung könnte ein Motiv für die Wahl des Ortsnamens gewesen sein.[2][3]

Deitweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Vermutungen, dass der historische und bereits für 747 erwähnte Deitweg, der von Kissenbrück kommend in Ohrum die Oker querte und weiter in den Oderwald führte, bei Cramme die Fuhse querte.[4] Er wird als Bestandteil eines Rhein-Elbe-Fernwegs angesehen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Cramme setzt sich aus 9 Ratsfrauen und Ratsherren einschließlich des Bürgermeisters zusammen, wobei die SPD 6 Sitze und die CDU 3 Sitze hat (Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Im geteilten Wappen oben in Gold eine rote Lilie, unten in Rot eine goldene Lilie.“ Die Familie von Cramm, die bis zum 13. Jahrhundert in Cramme eine Burg besaß, führte in ihren Wappen drei Lilien, auf die hier Bezug genommen wird. Die Farben Gold-Rot bzw. Gelb-Rot des Wappens stehen für das Herzogtum Braunschweig, sie erinnern an die jahrhundertelange Zugehörigkeit Crammes zum Herzogtum. Der Landkreis Wolfenbüttel genehmigte das Wappen am 13. Juni 1985.[5]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unweit des Ortes verläuft die Bundesstraße 248 sowie die Bundesautobahn 395.

Blick auf Cramme aus Nordwesten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  3. * Kirstin Casemir: Die Ortsnamen des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter (= Niedersächsisches Ortsnamenbuch. Band 3). Verlag für Regionalgeschichte, 2003, ISBN 3-89534-483-4, S. 11–112 (Zugleich: Diss. Universität Göttingen, 2002).
  4. Elisabeth Reifenstein, Hrsg. Gemeinde Ohrum: Chronik Ohrum 747–1997. Wolfenbüttel 1997, S. 31 ff.
  5. * Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 173–174.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cramme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien