Heere

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heere
Heere
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heere hervorgehoben
Koordinaten: 52° 4′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Baddeckenstedt
Höhe: 142 m ü. NHN
Fläche: 15,28 km2
Einwohner: 1114 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38277
Vorwahl: 05345
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 018
Adresse der Verbandsverwaltung: Heerer Straße 28
38271 Baddeckenstedt
Webpräsenz: www.baddeckenstedt.de
Bürgermeister: Dietmar Barsch (SPD)
Lage der Gemeinde Heere im Landkreis Wolfenbüttel
Sachsen-AnhaltBraunschweigLandkreis GoslarLandkreis HelmstedtLandkreis HildesheimLandkreis PeineSalzgitterAm Großen RhodeBarnstorf-WarleVoigtsdahlumVoigtsdahlumBaddeckenstedtBörßumBörßumBurgdorf (Landkreis Wolfenbüttel)CrammeCremlingenDahlumDahlumDenkteDettumDorstadtElbe (Niedersachsen)ErkerodeEvessenEvessenFlötheSchladen-WerlaHaverlahHedeperHeereHeereHeiningen (Niedersachsen)KissenbrückKneitlingenKneitlingenOhrumRemlingen-SemmenstedtRoklumSchöppenstedtSehldeSickteUehrdeVahlbergVeltheim (Ohe)WinnigstedtWittmarWolfenbüttelKarte
Über dieses Bild
Groß Heere.JPG
Blick vom Nordostrand des Hainbergs auf Groß Heere mit der Nauenburg im Hintergrund rechts
Klein Heere2.JPG
Blick vom Nordostrand des Hainbergs auf Klein Heere mit Bierbaumsmühle und Groß Elbe im Hintergrund


Heere ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Baddeckenstedt im Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginnend im Nordwesten im Uhrzeigersinn grenzen an Heere die Gemeinden Baddeckenstedt, Elbe, Haverlah und Sehlde.

Heere bestand ehemals aus zwei Ortsteilen:

Inzwischen bilden die beiden Dörfer einen gemeinsamen Ortsteil.

Im nordöstlichen Teil wird das Gemeindegebiet von der Innerste durchflossen. In Heere liegt ein Teil des Naturschutzgebiets Mittleres Innerstetal mit Kanstein. Im Westen liegt der bewaldete Höhenzug Hainberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heere wurde am 7. Februar 1131 in einer Urkunde von Kaiser Lothar III. erstmals als Herre urkundlich erwähnt.

Im Mittelalter lag Heere im Salzgau (Region um Salzgitter-Bad) und gehörte ab 815 zum durch Ludwig den Frommen gegründeten Bistum Hildesheim. Nach Ende der Hildesheimer Stiftsfehde fiel der Ort von 1523 bis 1643 an das Herzogtum Braunschweig, danach wurden die Gebiete wieder an das Bistum Hildesheim zurückgegeben. Nach Ende der Franzosenzeit gehörte Heere zum Königreich Hannover und ab 1866 zu Preußen. 1941 wurde Heere aufgrund des Salzgitter-Gesetzes dem Land Braunschweig und dem Landkreis Wolfenbüttel zugeschlagen, dieser ging zum 1. November 1946 im neuen Land Niedersachsen auf.

Jägerturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Jägerturm (Heere)

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Groß Heere und Klein Heere zur neuen Gemeinde Heere zusammengefügt.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der ehemaligen Ortsteile und Wohnplätze in der Gemeinde Heere
Gemeindewahl 2016[3]
Wahlbeteiligung: 63,34 % (−3,04 Pp.)
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
70,79 %
24,49 %
4,71 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,67 %p
+4,03 %p
+0,63 %p
-1,98 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Einzelbewerber Lothar Rath

Der Gemeinderat Heere setzt sich aus elf (2011: 10) Ratsfrauen und Ratsherren zusammen (Veränderungen zu 2011).

  • SPD 8 Sitze (±0)
  • CDU 3 Sitze (+2)
  • Einzelkandidat Lothar Rath 0 Sitze (−1)

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 2015 wurde Dietmar Barsch (SPD) zum Bürgermeister gewählt.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Von Rot und Gold gespalten mit einem Turnierhut in gewechselten Farben.

Der Turnierhut ist einem Siegel von 1293 entnommen, das von der Adelsfamilie „von Heere“ geführt wurde, die vom 12. bis ins 16. Jahrhundert hier lebte. Die Zweiteilung des Schildes steht für die beiden früher eigenständigen Gemeinden Groß und Klein Heere, die heute „unter einem Hut“ leben. Die Teilung steht auch für die wechselnde Zugehörigkeit des Ortes zum Fürstbistum Hildesheim und zum Herzogtum Braunschweig. Die Farben Rot-Gold wurden sowohl von den Hildesheimern wie auch von den Braunschweigern geführt und waren zugleich die Stammfarben des Hauses Heere. Das Wappen wurde im August 1988 vom Landkreis Wolfenbüttel genehmigt.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptarbeitgeber ist ein Speditionsunternehmen am nordöstlichen Ortsrand von Groß Heere. Außerdem betreibt die AGRAVIS Raiffeisen AG ein Lager im Ortsteil Bierbaumsmühle.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ehemaligen Schulgebäude ist heute ein Kindergarten untergebracht. Die nächstgelegene Grundschule befindet sich in Sehlde, die nächste weiterführende Schule in Baddeckenstedt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 6 HildesheimGoslar führt nordöstlich am Gemeindegebiet vorbei.

Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Baddeckenstedt und in Salzgitter-Ringelheim an der Bahnstrecke Hildesheim–Goslar.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Nordostrand des Hainbergs auf Klein Heere (links), Bierbaumsmühle (Hintergrund links), Groß Heere (rechts) und die Nauenburg (Hintergrund ganz rechts)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 273.
  3. Webseite der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg, abgerufen am 13. September 2016.
  4. Salzgitter-Zeitung. 5. Oktober 2015, S. 21.
  5. Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 170.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heere – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien