Tim Cahill

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Tim Cahill

Cahill bei den New York Red Bulls (2014)

Spielerinformationen
Voller Name Timothy Filiga Cahill
Geburtstag 6. Dezember 1979
Geburtsort SydneyAustralien
Größe 178 cm
Position Offensives Mittelfeld
Hängende Spitze
Vereine in der Jugend
0000–1996 Sydney Olympic
1996–1997 Sydney United
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1997–2004 FC Millwall 219 (52)
2004–2012 FC Everton 226 (56)
2012–2015 New York Red Bulls 71 (16)
2015–2016 Shanghai Shenhua 28 (11)
2016 Hangzhou Nabel Greentown 17 0(4)
2016– Melbourne City FC 0 0(0)
Nationalmannschaft2
1994 Westsamoa U-20 2 0(0)
2004 Australien U-23 5 0(1)
2004– Australien 91 (47)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 2. August 2016

2 Stand: 7. Juni 2016

Timothy Filiga „Tim“ Cahill (* 6. Dezember 1979 in Sydney, New South Wales) ist ein australischer Fußballspieler. Er spielte in England sieben Jahre für den FC Millwall und acht Jahre für den FC Everton und ist Rekordtorschütze der australischen Nationalmannschaft. Er kann im Mittelfeld oder im Sturm spielen. Cahill gilt trotz seiner Größe von 1,78 Meter als ausgezeichneter Kopfballspieler und verfügt über eine große Sprungkraft.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cahill kam als Sohn eines Engländers mit irischen Wurzeln und einer Samoanerin in Sydney auf die Welt und spielte als Kind neben Fußball auch Rugby. Bis zu seinem 18. Lebensjahr spielte er in seiner Geburts- und Heimatstadt in verschiedenen Jugendmannschaften, bevor er 1997 als 17-Jähriger zum englischen Drittligisten FC Millwall nach London wechselte. In der Saison 2000/01 stieg er mit Millwall in die 2. Liga auf und erreichte in der Saison 2003/04 das FA-Cup-Finale, in dem man Manchester United mit 0:3 unterlag. Anschließend wechselte er zum FC Everton, für den er in acht Jahren zu 226 Spielen und 56 Toren in der Premier League kam.

Im Juli 2012 wechselte Cahill zu den New York Red Bulls in die Vereinigten Staaten. Am 20. Oktober 2013 erzielte er im Spiel gegen Houston Dynamo nach acht Sekunden das bis dahin schnellste Tor der Major League Soccer.[1] Im Februar 2015 verließ Cahill die Red Bulls und wechselte in die Chinese Super League zu Shanghai Shenhua. Nachdem sein Trainer Gregorio Manzano ihm mitteilte, dass er für die kommende Saison nicht mit ihm plane, wechselte Cahill im Februar 2016 ligaintern zu Hangzhou Greentown.[2]

Im August 2016 kehrte Cahill in seine Heimat Australien zurück und unterzeichnete beim A-League-Klub Melbourne City FC einen Dreijahresvertrag. Dieser sieht vor, dass Cahill in den ersten zwei Jahren als Spieler aktiv sein und danach eine Aufgabe im Trainerteam übernehmen soll.[3]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tim Cahill im Trainingsdress der australischen Nationalmannschaft (2009)

Tim Cahill bestritt 1994 im Alter von 14 Jahren zwei Länderspiele für die U-20-Auswahl der westsamoanischen Nationalmannschaft, da seine Mutter aus Samoa stammt. Nach den damaligen FIFA-Regeln durfte er deshalb nicht mehr für eine andere Nation spielen.[4] Aufgrund einer Regeländerung im Jahr 2004, nach der Spieler nun nur nach einem absolvierten A-Länderspiel nicht mehr für ein anderes Nationalteam auflaufen dürfen, wurde er für den australischen Fußballverband spielberechtigt.

Am 30. März 2004 feierte Cahill sein Debüt in der australischen Fußballnationalmannschaft bein einem Freundschaftsspiel gegen Südafrika an der Loftus Road in London. Mit Australien konnte er den Gewinn der Ozeanienmeisterschaft 2004 feiern und wurde zusammen mit dem Neuseeländer Vaughan Coveny Torschützenkönig, obwohl er in beiden Finalspielen gegen die Salomonen ohne Einsatz blieb. Im August 2004 nahm Cahill mit der australischen U-23-Nationalmannschaft am Olympischen Fußballturnier in Athen teil, bei dem Australien im Viertelfinale gegen den Irak ausschied. Am Ende des Jahres wurde Cahill zu Ozeaniens Fußballer des Jahres gewählt.

Im Sommer 2005 nahm er mit Australien am Konföderationen-Pokal 2005 in Deutschland teil, schied jedoch in der Vorrunde aus.

Am 12. Juni 2006 erzielte er in Kaiserslautern im Spiel gegen Japan (3:1) die ersten beiden Tore für Australien bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Cahill kam in allen vier Spielen bei der WM 2006 zum Einsatz. Auch bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika spielte er für Australien, erhielt im Gruppenspiel gegen Deutschland allerdings die Rote Karte und schied aus dem Spiel aus. Nachdem er seine Strafe abgesessen hatte, kam er im letzten Gruppenspiel gegen Serbien wieder zum Einsatz und erzielte den Führungstreffer für die Australier.

Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien erzielte er bei Australiens 1:3-Auftaktniederlage gegen Chile den Anschlusstreffer. Auch im folgenden Spiel gegen die Niederlande traf Cahill zum 1:1. Somit ist er mit fünf Toren der erfolgreichste Torschütze Australiens bei einer Weltmeisterschaft. Das dritte Gruppenspiel gegen Spanien verpasste er aufgrund einer Gelbsperre.

Am 5. März 2014 erzielte er beim 3:4 gegen Ecuador zwei Tore und ist seitdem alleiniger australischer Rekordtorschütze.[5]

Nachdem Australien bei der Asienmeisterschaft 2011 das Finale gegen Japan verloren hatte, konnte sich Cahill beim Turnier 2015 im eigenen Land nach einem 2:1-Finalsieg nach Verlängerung gegen Südkorea zum Asienmeister krönen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Australien

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tim Cahill – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fußball in den USA: Cahill erzielt schnellstes Tor der Profiliga-Geschichte. Spiegel Online, 21. Oktober 2013, abgerufen am 21. Oktober 2013.
  2. Tim Cahill to stay in China theguardian.com, 22. Februar 2016, abgerufen am 18. August 2016.
  3. Tim Cahill to Melbourne City foxsports.com.au, 11. August 2016, abgerufen am 18. August 2016.
  4. Cahill ponders court action. British Broadcasting Corporation, 14. Februar 2002, abgerufen am 29. März 2016.
  5. History made in more ways than one at The Den. Archiviert vom Original am 6. März 2014, abgerufen am 29. März 2016.