Trausnitz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Trausnitz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Trausnitz
Trausnitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Trausnitz hervorgehoben
Koordinaten: 49° 31′ N, 12° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Pfreimd
Höhe: 448 m ü. NHN
Fläche: 17,63 km²
Einwohner: 954 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92555
Vorwahl: 09655
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 173
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 22
92555 Trausnitz
Webpräsenz: www.trausnitz.de
Bürgermeister: Martin Schwandner (FWG)
Lage der Gemeinde Trausnitz im Landkreis Schwandorf
Altendorf Bodenwöhr Bruck in der Oberpfalz Burglengenfeld Dieterskirchen Fensterbach Gleiritsch Guteneck Maxhütte-Haidhof Nabburg Neukirchen-Balbini Neunburg vorm Wald Niedermurach Nittenau Oberviechtach Östlicher Neubäuer Forst Pfreimd Schmidgaden Schönsee Schwandorf Schwarzach Schwarzenfeld Schwarzhofen Stadlern Steinberg am See Stulln Teublitz Teunz Thanstein Trausnitz Wackersdorf Weiding Wernberg-Köblitz Winklarn Wolferlohe Bayern Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Regensburg Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Cham Tschechien Landkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild
Trausnitz (2013)

Trausnitz ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pfreimd.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Trausnitz ist am Unterlauf des Flusses Pfreimd im Pfreimdtal gelegen und gehört zum Naturpark Oberpfälzer Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Trausnitz ist in zehn Ortsteile eingeteilt[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Trausnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der slawisch klingende Ortsname Trausnitz gehört nicht zu den frühen slawischen Siedlungsnamen wie Hohentreswitz, Köttlitz, Trefnitz oder Gleiritsch. Er bezog sich anfänglich nur auf die Burg Trausnitz und ist als „Traußnit, Trausniht, Trausnicht oder Truwesnicht“ in den Akten zu finden.[3] Das Dorf hatte bis gegen Ende des 14. Jahrhunderts den Namen Sächsenkirchen oder Sessenkirchen, der Name der Burg ging auf das Dorf über und es entstand der Name Trausnitz.

Adelsfamilien auf Trausnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Entstehung der ursprünglichen Siedlung Sächsenkirchen an der Pfreimd, sind eine Vielzahl von Adelsfamilien auf Trausnitz nachzuweisen. Zu ihnen zählten die Walturner zu Walthurn und Hostau, Weichnant Weigl (1305–1334), die Zenger, die Geiganter, Wiltinger, die Erlbecks (1515 bis etwa 1585), die Freiherrn von Sporneck-Weißdorf (etwa 1570 bis 1714), die Freiherrn von Quentel (1714 bis 1763), Johann Balthasar von Hannakam (1763–1766) und Freiherr von Karg-Bebenburg bis 1830.[4] Das Häuserbuch der Gemeinde Trausnitz schlüsselt die Besitzer der Burg auf [5].

Hofmark Trausnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete vor 1800 eine geschlossene Hofmark der Freiherren von Hannakam. Eigentlich hatte Baron von Karg 1800 die Hofmark übernommen, seine gerichtlichen Ansprüche waren jedoch bis zum Verkauf der Hofmark 1830 immer umstritten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern war mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde entstanden.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrei St.Joseph (Trausnitz) mit ihrer Expositur St.Bartholomäus (Hohentreswitz) bildet eine Pfarreiengemeinschaft mit der Pfarrei St.Margaretha(Weihern). In Söllitz befindet sich eine Filialkirche "Vierzehn Nothelfer": Patrozinium an "Peter und Paul" bzw. erstem Juli-Wochenende.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1946 wurde der Ortsteil Oberpierlhof der bis dahin selbständigen Gemeinde Bernhof eingegliedert, welcher kirchlich nicht zur Pfarrei Trausnitz, sondern weiterhin zur Pfarrei Tännesberg gehört.[6] Söllitz wurde am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Trausnitz eingegliedert.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 errang die Freie Wählergemeinschaft fünf Sitze im Gemeinderat, die CSU drei. Die FWG stellt den 1. Bürgermeister und seine beiden, aus der Mitte der Gemeinderäte gewählten Stellvertreter.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot auf schwarzem Dreiberg ein silberner Zinnenturm, darüber schwebend eine goldene Laubkrone“. Wappen seit 1968.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Trausnitz

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Pfreimdtal befindet sich ein Stausee, der als Badesee genutzt wird.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindebereich liegt das 1955 erbaute Pumpspeicherwerk Reisach mit zwei Speicherseen (Hochspeicher Rabenleite). Das Kraftwerk erbringt eine Leistung von 135.000 kWh. Ein Informationszentrum gibt Auskunft über die Stromerzeugung in Wasserkraftwerken. Der Sänger Rolf Stahlhofen (u. a. Söhne Mannheims) wuchs im Ortsteil Atzenhof auf und besuchte die Grundschule in Trausnitz.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111210/195049&attr=OBJ&val=1071
  3. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50. Nabburg, S. 246
  4. Johann Baptist Schütz, Chronik des königlich bayerischen Schlosses Trausnitz im Thal, S. 167
  5. Helmut Reis, Burg Trausnitz im Thal im Häuserbuch der Gemeinde Trausnitz auf GenWiki
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 530.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 668.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Baptist Schütz: Chronik von Trausnitz im Thal. Trausnitz 1890.
  • Richard Hoffmann, Felix Mader: Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg, Bezirksamt Nabburg. München 1910.
  • Emma Mages: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Heft 61, Oberviechtach, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X
  • Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
  • Karl-Otto Ambronn: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe II, Heft 3, Landsassen und Landsassengüter des Fürstentums der Oberen Pfalz im 16. Jahrhundert, München 1982, ISBN 3-7696-9932-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trausnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Blick auf Trausnitz, Panoramaaufnahme (2011)