Stadlern

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Stadlern (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Stadlern führt kein Wappen
Stadlern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stadlern hervorgehoben
Koordinaten: 49° 31′ N, 12° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Schönsee
Höhe: 708 m ü. NHN
Fläche: 10,55 km2
Einwohner: 523 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92549
Vorwahl: 09674
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 167
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 25
92539 Schönsee
Webpräsenz: www.schoenseer-land.de
Bürgermeister: Gerald Reiter (Für den Aufbau der Gemeinde)
Lage der Gemeinde Stadlern im Landkreis Schwandorf
Altendorf Bodenwöhr Bruck in der Oberpfalz Burglengenfeld Dieterskirchen Fensterbach Gleiritsch Guteneck Maxhütte-Haidhof Nabburg Neukirchen-Balbini Neunburg vorm Wald Niedermurach Nittenau Oberviechtach Pfreimd Schmidgaden Schönsee Schwandorf Schwarzach Schwarzenfeld Schwarzhofen Stadlern Steinberg am See Stulln Teublitz Teunz Thanstein Trausnitz Wackersdorf Weiding Wernberg-Köblitz Winklarn Wolferlohe Bayern Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Regensburg Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Cham Tschechien Landkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild
Stadlern (2014)

Stadlern ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönsee.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadlern liegt in der Region Oberpfalz-Nord.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadlern hat neun Ortsteile[2][3]:

Es gibt nur die Gemarkung Stadlern.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Bělá nad Radbuzou, Rybník nad Radbuzou, Tiefenbach, Weiding, Schönsee.

Wappen von Schönsee
Schönsee
7 km
Wappen von Bělá nad Radbuzou
Bělá nad Radbuzou
19 km

Rybník nad Radbuzou
7 km
Wappen von Schönsee
Schönsee
7 km
Nachbargemeinden
Rybník nad Radbuzou
7 km
Weiding
Weiding
5 km
Tiefenbach
Tiefenbach
11 km

Rybník nad Radbuzou
7 km

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet liegt die Ruine der Burg Reichenstein. Im 11./12. Jahrhundert erfolgte die Urbarmachung. 1363 ist eine eigene Pfarrei nachgewiesen. Stadlern gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Murach des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1974 wurde ein kleiner Teil der aufgelösten Gemeinde Schönau mit etwa 75 Einwohnern eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in der Gemeinde Stadlern unter Berücksichtigung der Eingemeindungen [5]:

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 816 814 793 720 602 919 701 713 611 707 686 679 628 569 523

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister der Gemeinde ist seit Mai 2014 Gerald Reiter.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1970 war zwar die Annahme eines Gemeindewappens im Gespräch, es kam jedoch nicht dazu.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 73 und im Bereich Handel und Verkehr 8 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 215. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 21 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 368 ha, davon waren 134 ha Ackerfläche und 233 ha Dauergrünfläche.

Fremdenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist eingebunden in das Erholungsgebiet "Schönseer Land". Es besitzt das Skizentrum Reichenstein mit einer Sommerrodelbahn. Beide Einrichtungen werden momentan nicht mehr betrieben.

Wallfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Mariä Himmelfahrt

Der Ursprung der Wallfahrt zu „Unserer lieben Frau“ in Stadlern ist nicht bekannt. Durch sein Gnadenbild „Unsere liebe Frau aus Erden gebrannt“ wurde Stadlern im Böhmerwald bekannt.[6] Seit Jahrhunderten pilgern die Menschen mit ihren Anliegen zum Gnadenbild nach Stadlern. Das Patronatsfest ist der 15. August, die Aufnahme Mariens in den Himmel. Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist ein gotischer Bau und stammt aus dem 14. Jahrhundert.[7]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadlern hat eine Produktionsstätte der Firma MMM (Münchener Medizin Mechanik)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Koller (* 16. Juli 1917 in Stadlern (Oberpfalz); † 11. Januar 2013 in Cham) war ein deutscher Unternehmer.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mariä Himmelfahrt, Stadlern, Schnell, Kunstführer Nr. 2286
  • Georg Hager: Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz, Bezirksamt Oberviechtach, München 1906

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111210/183836&attr=OBJ&val=1065
  3. Einwohnermeldeamt Schönsee 12. Dezember 2012
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 643.
  5. Datenbank Statistikdaten Bayern
  6. Mariä Himmelfahrt, Stadlern, Schnell, Kunstführer Nr. 2286, S.2
  7. Georg Hager, Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz, Bezirksamt Oberviechtach, München 1906, S. 62

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stadlern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien