Fensterbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fensterbach
Fensterbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fensterbach hervorgehoben
49.40322712.035766390Koordinaten: 49° 24′ N, 12° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 26,79 km²
Einwohner: 2398 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92269
Vorwahl: 09438
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 125
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Knöllinger Str. 5
92269 Fensterbach
Webpräsenz: www.fensterbach.de
Bürgermeister: Johann Schrott (WG Dürnsricht)
Lage der Gemeinde Fensterbach im Landkreis Schwandorf
Altendorf Bodenwöhr Bruck in der Oberpfalz Burglengenfeld Dieterskirchen Fensterbach Gleiritsch Guteneck Maxhütte-Haidhof Nabburg Neukirchen-Balbini Neunburg vorm Wald Niedermurach Nittenau Oberviechtach Östlicher Neubäuer Forst Pfreimd Schmidgaden Schönsee Schwandorf Schwarzach Schwarzenfeld Schwarzhofen Stadlern Steinberg am See Stulln Teublitz Teunz Thanstein Trausnitz Wackersdorf Weiding Wernberg-Köblitz Winklarn Wolferlohe Bayern Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Regensburg Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Cham Tschechien Landkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild

Fensterbach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Fensterbach liegt in der Region Oberpfalz-Nord.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Fensterbach hat zwölf amtlich benannte Ortsteile:[2]

Gemarkungen sind Dürnsricht, Frotzersricht, Högling und Wolfring.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Nabburg des Kurfürstentums Bayern. Dürnsricht unterstand dem Pfleggericht Nabburg. In der geschlossenen Hofmark Wolfring übte der Freiherr von Schönstätt die niedere Gerichtsbarkeit aus. Die am 1. Januar 1971 neugebildete Gemeinde Fensterbach entstand aus den 1818 gegründeten politischen Gemeinden Dürnsricht und Wolfring.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die bis dahin selbständige Gemeinde Högling und Teile der aufgelösten Gemeinde Frotzersricht kamen am 1. Januar 1972 hinzu.[3] Am 1. Januar 1973 folgte ein Teil der Gemeinde Ebermannsdorf, die ein halbes Jahr später aufgelöst wurde.[4] Mit der Auflösung des Freihösler Forstes aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach zum 1. März 2005 kam ein Teil zum Gemeindegebiet hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1.727 Einwohner
  • 1970: 1.931 Einwohner
  • 1987: 2.138 Einwohner
  • 2000: 2.352 Einwohner
  • 2011: 2.383 Einwohner
  • 2013: 2.416 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Schrott (Wgem. Fensterbach-Dürnsricht).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1144 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 334 T€.

Sitzverteilung im Gemeinderat ab 1. Mai 2014:

  • WG Fensterbach-Dürnsricht: 5 Sitze
  • WG Fensterbach-Wolfring: 5 Sitze
  • WG Fensterbach-Högling: 4 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten von Schwarz und Gold; über einem von Silber und Blau gespaltenen Wellenbalken vorne ein goldenes Rodungsbeil, hinten ein nach links gewendeter, roter Greifenkopf mit einem Menschenanlitz im Nacken. Wappen seit 1977.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Hofmark Wolfring
  • Katholische Filialkirche St. Margareta (Högling) - Gotischer Bruchsteinbau (Chorturmkirche) aus dem frühen 15. Jahrhundert, die Innenausstattung aus dem Rokoko.
  • Katholische Pfarrkirche St. Albertus Magnus (Dürnsricht) - Romanische Chorturmkirche, Eingeweiht 1963 durch Bischof Rudolf Graber. Mit Wirkung vom 1. Mai 1969 wurde die Pfarrei Dürnsricht-Wolfring errichtet und Expositus Alois Schindler, der seit 1952 in Dürnsricht wirkte, zum ersten Pfarrer der neuen Pfarrei ernannt. 1974 schuf der Künstler Lois Wegerer das neue Altarbild der Pfarrkirche: Christus als Auferstandener inmitten der Schöpfung; über ihm Gott Vater (Auge) und der Hl. Geist (Taube). Zwölf Jahre später, am 29. Juni 1986, wurden der von Wegerer neu gestaltete Altar, Ambo und Tabernakel durch Bischof Manfred Müller konsekriert.
  • Katholische Expositurkirche St. Michael (Wolfring) - Ein gotischer Bau, im 18. Jahrhundert jedoch barockisiert; Epitaphien des lokalen Adels an der Außenseite
  • Schloss Wolfring (Wolfring) - Mehrgeschossiger Wohnbau aus mächtigen Sandsteinquadern; Um 1570 (Inschrift) von Melchior von Saalhausen erbaut. An dieser Stelle stand wohl ein Vorgängerbau aus dem Hochmittelalter.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Fensterbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 276 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 56 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 893. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 72 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1260 ha, davon waren 1037 ha Ackerfläche und 222 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Staatsstraße 2151 und verbindet die A 93 bei Schwarzenfeld mit der Bundesstraße 85 und der A 6 bei Amberg.

Nach Fertigstellung des Lückenschlusses der A6 zwischen Ebermannsdorf und dem Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald konnte eine seit Jahren bestehende Abkürzung geschlossen werden. Dies führte zu einer wesentlichen Entlastung der direkt an der Staatsstraße gelegenen Ortsteile. Bisher nutzte vor allem der Schwerverkehr von und in Richtung Prag die inoffizielle Direktverbindung.

In Nord-Süd-Richtung verbinden die Kreisstraße 24 direkt nach Schmidgaden und Kreisstraße 25 nach Trisching die Gemeinde mit der Nachbargemeinde Schmidgaden.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Im Gemeindeteil Freihöls liegt der Bahnhof an der Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf, es ergeben sich werktags täglich drei Zu- bzw. Ausstiegsmöglichkeiten, am Wochenende ergibt sich diese Möglichkeit nur einmal (jeweils mit dem Regionalexpress).

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2011):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 68 Kindern
  • Grundschule: 12 Lehrer und 175 Schüler

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111207/232847&attr=OBJ&val=1047
  3. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 529.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 639.
  5. www.regierung.oberpfalz.bayern.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fensterbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien