Fensterbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fensterbach
Fensterbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fensterbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 24′ N, 12° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 26,84 km²
Einwohner: 2366 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92269
Vorwahl: 09438
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 125
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Knöllinger Str. 5
92269 Fensterbach
Webpräsenz: www.fensterbach.de
Bürgermeister: Christian Ziegler
Lage der Gemeinde Fensterbach im Landkreis Schwandorf
Altendorf Bodenwöhr Bruck in der Oberpfalz Burglengenfeld Dieterskirchen Fensterbach Gleiritsch Guteneck Maxhütte-Haidhof Nabburg Neukirchen-Balbini Neunburg vorm Wald Niedermurach Nittenau Oberviechtach Östlicher Neubäuer Forst Pfreimd Schmidgaden Schönsee Schwandorf Schwarzach Schwarzenfeld Schwarzhofen Stadlern Steinberg am See Stulln Teublitz Teunz Thanstein Trausnitz Wackersdorf Weiding Wernberg-Köblitz Winklarn Wolferlohe Bayern Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Regensburg Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Cham Tschechien Landkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild

Fensterbach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Oberpfalz-Nord.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fensterbach hat zwölf Ortsteile:[2]

Gemarkungen sind Dürnsricht, Frotzersricht, Högling und Wolfring.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Nabburg des Kurfürstentums Bayern. Dürnsricht unterstand dem Pfleggericht Nabburg. In der geschlossenen Hofmark Wolfring übte der Freiherr von Schönstätt die niedere Gerichtsbarkeit aus. Die am 1. Januar 1971 neugebildete Gemeinde Fensterbach entstand aus den 1818 gegründeten politischen Gemeinden Dürnsricht und Wolfring.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bis dahin selbständige Gemeinde Högling und Teile der aufgelösten Gemeinde Frotzersricht kamen am 1. Januar 1972 hinzu.[3] Am 1. Januar 1973 folgte ein Teil der Gemeinde Ebermannsdorf, die ein halbes Jahr später aufgelöst wurde.[4] Mit der Auflösung des Freihölser Forstes aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach zum 1. März 2005 kam ein Teil zum Gemeindegebiet hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1727 Einwohner
  • 1970: 1931 Einwohner
  • 1987: 2138 Einwohner
  • 2000: 2352 Einwohner
  • 2011: 2383 Einwohner
  • 2013: 2416 Einwohner
  • 2014: 2351 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit der vorgezogenen Neuwahl im Oktober 2015 Christian Ziegler. Die Wahl war nach dem Tod des langjährigen Amtsinhabers Johann Schrott im Juli 2015 nötig geworden.

Sitzverteilung im Gemeinderat ab 1. Mai 2014:

  • WG Fensterbach-Dürnsricht: 5 Sitze
  • WG Fensterbach-Wolfring: 5 Sitze
  • WG Fensterbach-Högling: 4 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten von Schwarz und Gold; über einem von Silber und Blau gespaltenen Wellenbalken vorne ein goldenes Rodungsbeil, hinten ein nach links gewendeter, roter Greifenkopf mit einem Menschenanlitz im Nacken. Wappen seit 1977.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hofmark Wolfring
  • Katholische Filialkirche St. Margareta (Högling) - Gotischer Bruchsteinbau (Chorturmkirche) aus dem frühen 15. Jahrhundert, mit Innenausstattung aus dem Rokoko
  • Katholische Pfarrkirche St. Albertus Magnus (Dürnsricht) - Romanische Chorturmkirche, Eingeweiht 1963 durch Bischof Rudolf Graber. Mit Wirkung vom 1. Mai 1969 wurde die Pfarrei Dürnsricht-Wolfring errichtet und Expositus Alois Schindler, der seit 1952 in Dürnsricht wirkte, zum ersten Pfarrer der neuen Pfarrei ernannt. 1974 schuf der Künstler Lois Wegerer das neue Altarbild der Pfarrkirche: Christus als Auferstandener inmitten der Schöpfung; über ihm Gott Vater (Auge) und der Hl. Geist (Taube). Zwölf Jahre später, am 29. Juni 1986, wurden der von Wegerer neu gestaltete Altar, Ambo und Tabernakel durch Bischof Manfred Müller konsekriert.
  • Katholische Expositurkirche St. Michael (Wolfring) - Ein gotischer Bau, im 18. Jahrhundert jedoch barockisiert; Epitaphien des lokalen Adels an der Außenseite. Das Deckenfresko Engelsturz aus ca. 1910 oder später ist gemalt von dem Kunstmaler des Neubarock Josef Wittmann
  • Schloss Wolfring (Wolfring) - Mehrgeschossiger Wohnbau aus mächtigen Sandsteinquadern; Um 1570 (Inschrift) von Melchior von Saalhausen erbaut. An dieser Stelle stand wohl ein Vorgängerbau aus dem Hochmittelalter.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1144 T€, davon waren umgerechnet 334 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Im Jahr 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 276 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 56 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 893. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 72 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1260 ha, davon waren 1037 ha Ackerfläche und 222 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Staatsstraße 2151 und verbindet die A 93 bei Schwarzenfeld mit der Bundesstraße 85 und der A 6 bei Amberg.

Nach Fertigstellung des Lückenschlusses der A6 zwischen Ebermannsdorf und dem Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald konnte eine seit Jahren bestehende Abkürzung geschlossen werden. Das führte zu einer wesentlichen Entlastung der direkt an der Staatsstraße gelegenen Ortsteile. Bisher nutzte vor allem der Schwerverkehr von und in Richtung Prag die inoffizielle Direktverbindung.

In Nord-Süd-Richtung verbinden die Kreisstraße 24 direkt nach Schmidgaden und Kreisstraße 25 nach Trisching die Gemeinde mit der Nachbargemeinde Schmidgaden.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindeteil Freihöls liegt der Bahnhof an der Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf, er wird werktags dreimal, am Wochenende einmal angefahren (jeweils Regionalexpress).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2011):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 68 Kindern
  • Grundschule: zwölf Lehrer und 175 Schüler

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111207/232847&attr=OBJ&val=1047
  3. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 529.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 639.
  5. www.regierung.oberpfalz.bayern.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fensterbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien