KS Kielce

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Vive Tauron Kielce
KS Vive Kielce.jpg
Voller Name KS Vive Tauron Kielce S.A.
Spitzname(n) Iskra
Gegründet 1965
Vereinsfarben gelb / weiß / blau
Halle Hala Legionów, Kielce
Plätze 4 200
Präsident Bertus Servaas (2002)
Geschäftsführer Bogdan Wenta
Trainer Talant Dujshebaev
Liga Ekstraklasa
2016/17
Rang 1
nat. Pokal Sieger
International Gewinner der Champions League
Website vtkielce.pl
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
International Gewinner der EHF Handball Champions League 2015/16
Kiełek – Maskottchen des KS Kielce

KS Vive Tauron Kielce S.A. ist ein polnischer Handballverein aus Kielce, der in der Superliga, der höchsten polnischen Liga, spielt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Club wurde 1965 gegründet. Der erste Aufstieg in die höchste polnische Spielklasse, die Ekstraklasa, gelang 1975 unter dem Namen „MKS Korona“. In Ermangelung einer eigenen Halle spielte man in Mielec. Der fehlende Heimvorteil war mitausschlaggebend für den Abstieg ein Jahr später.

Zwischen 1978 und 1983 spielte der Verein fünf Jahre in der Ekstraklasa und konnte als größten Erfolg den dritten Platz in der Saison 1979/80 verbuchen. Nach einem einjährigen Intermezzo in der 2. Liga gelang 1984 der sofortige Wiederaufstieg. Seither spielt der Verein ununterbrochen in der höchsten Spielklasse. 1985 gewann Kielce erstmals den polnischen Pokal, was den bis dahin größten Erfolg der Vereinsgeschichte bedeutete.

1991 kam es zur Spaltung des bestehenden Vereins in Korona Kielce (Fußball) und Iskra Kielce (Handball). Die 90er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts sollten die erfolgreichsten des Vereins werden. Am 1. Mai 1993, zwei Spieltage vor Saisonende, holte sich Kielce vor Wisła Płock und Warschau erstmals die polnische Meisterschaft. Ein Jahr später ging der Titel erneut nach Kielce, dem 1996 ein weiterer folgte. Die Saison 1996/97 beendete man auf dem dritten Platz, mit dem man sich für den EHF-Pokal qualifizierte. Dort sorgte man in der Saison 1997/98 für eine Überraschung, als man im Viertelfinale den THW Kiel in eigener Halle mit 28:27 bezwang. Das Rückspiel allerdings entschieden die Kieler mit 31:26 für sich und holten sich in der Folge den EHF-Pokal. 1998 und 1999 folgen die Meistertitel vier und fünf, ehe man sich 2000 zum zweiten Mal den polnischen Pokal sicherte. Einen Rückschlag brachte die Saison 2001/02 mit Platz fünf, wodurch man sich international nur für den unbedeutenden Challenge Cup qualifizierte.

2002 erfolgte die Übernahme des Clubs durch den niederländischen Unternehmer Bertus Servaas, Eigentümer der VIVE Textile Recycling. Seither führt der Verein den Zusatz „Vive“ im Vereinsnamen. 2002/03 gelang das erste Double der Vereinsgeschichte, der Gewinn der Meisterschaft und des Pokals. Seit Bertus Servaas den Verein übernommen hat, versucht man durch Verpflichtungen polnischer und ausländischer Spitzenspieler Anschluss an die europäischen Spitzenklubs zu finden. Ab 2008 wurde die Mannschaft von Bogdan Wenta trainiert. Wenta war bis April 2012 gleichzeitig Trainer der polnischen Nationalmannschaft, die 2007 Vizeweltmeister und 2009 WM-Dritter wurde. 2009 wurden die beiden bis dahin in der deutschen Handball-Bundesliga tätigen Mariusz Jurasik (Rhein-Neckar Löwen) und Rastko Stojković (HSG Nordhorn-Lingen) verpflichtet, mit denen man beim Qualifikationsturnier vom 4. bis 6. September 2009 in eigener Halle den Sprung in die Champions League schaffte, wo man im Achtelfinale gegen den HSV Hamburg ausschied. Auch in den beiden Folgejahren gelang der Sprung unter die letzten Acht nicht. In der Champions-League-Saison 2012/13 scheiterte der Verein erst im Halbfinale am FC Barcelona, setzte sich dann aber im Spiel um Platz 3 mit 31:30 gegen den deutschen Meister THW Kiel durch. Im Januar 2014 wurde Talant Dujshebaev, der zuletzt nach der Insolvenz von BM Atlético de Madrid vereinslos war, Nachfolger von Wenta, der ins Management des Vereins wechselte.[1]

KS Vive Kielce seit 1993/94[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Polnische Meisterschaft Europapokal erreichte Runde
1993/94 1. Platz Champions League Achtelfinale
1994/95 2. Platz Champions League Achtelfinale
1995/96 1. Platz EC der Pokalsieger letzte 32
1996/97 3. Platz Champions League letzte 32 (Quali zur 16er Gruppenphase)
1997/98 1. Platz EHF-Pokal Viertelfinale
1998/99 1. Platz Champions League letzte 32 (Quali zur 16er Gruppenphase)
1999/00 4. Platz Champions League letzte 32 (Quali zur 16er Gruppenphase)
2000/01 3. Platz EC der Pokalsieger Achtelfinale
2001/02 5. Platz EHF-Pokal 2. Runde
2002/03 1. Platz Challenge Cup 4. Runde
2003/04 2. Platz Champions League letzte 32 (Gruppenphase)
2004/05 3. Platz EC der Pokalsieger 2. Runde
2005/06 4. Platz EHF-Pokal Viertelfinale
2006/07 3. Platz EC der Pokalsieger 2. Runde
2007/08 3. Platz EHF-Pokal Achtelfinale
2008/09 1. Platz EC der Pokalsieger 2. Runde
2009/10 1. Platz Champions League Achtelfinale
2010/11 2. Platz Champions League letzte 24 (Gruppenphase)
2011/12 1. Platz Champions League Achtelfinale
2012/13 1. Platz Champions League Final Four, 3. Platz
2013/14 1. Platz Champions League Achtelfinale
2014/15 1. Platz Champions League Final Four, 3. Platz
2015/16 1. Platz Champions League Sieger
2016/17 1. Platz Champions League Achtelfinale

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1986 bis 2006 war der Ort für Heimspiele eine Halle, die über eine Kapazität von etwa 1.600 Plätzen verfügte.

Seit 2006 verfügt der Verein über eine moderne Multifunktionssporthalle, die Hala Legionów, mit 3.030 ständigen Sitzen. Das Fassungsvermögen kann für andere Veranstaltungen durch das Aufstellen von Stühlen im Innenraum jederzeit auf 4.200 Plätze erweitert werden.

Kader für die Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Nat. Name Position Geburtsdatum Letzter Verein
1 PolePole Sławomir Szmal TW 02.10.1978 Rhein-Neckar Löwen
16 KroateKroate Filip Ivić TW 30.08.1992 RK Zagreb
5 PolePole Michał Jurecki RL 27.10.1984 TuS N-Lübbecke
9 PolePole Bartłomiej Bis KM 25.03.1997
10 SpanierSpanier Alex Dujshebaev RR 17.12.1992 RK Vardar Skopje
11 PolePole Mateusz Kus KM 08.12.1982 Azoty-Puławy
13 SpanierSpanier Julen Aguinagalde KM 08.12.1982 Atlético Madrid
14 PolePole Karol Bielecki RL 23.01.1982 Rhein-Neckar Löwen
15 PolePole Mateusz Jachlewski LA 27.12.1984 AZS AWFiS Gdańsk
17 KroateKroate Manuel Štrlek LA 01.12.1988 RK Zagreb
18 SloweneSlowene Blaž Janc RA 20.11.1996 RK Celje
19 PolePole Krzysztof Lijewski RR 07.07.1983 Rhein-Neckar Löwen
20 PolePole Mariusz Jurkiewicz RL 03.02.1982 Wisła Płock
23 SloweneSlowene Uroš Zorman RM 09.01.1980 RK Celje
24 KroateKroate Marko Mamić RL 06.03.1994 Dunkerque HBGL
44 SloweneSlowene Dean Bombač RM 04.04.1989 Pick Szeged
45 SerbeSerbe Darko Ðukić RA 11.12.1994 Beşiktaş Istanbul
RusseRusse/SpanierSpanier Talant Dujshebaev Trainer 02.06.1968 BM Atlético de Madrid
Tomasz Strząbała Co-Trainer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: KS Kielce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. handball-world.com: Paukenschlag in Kielce: Dujshebaev und Wenta nun gemeinsam am Ruder vom 8. Januar 2014, abgerufen am 8. Januar 2014