Aindling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Aindling
Aindling
Deutschlandkarte, Position des Marktes Aindling hervorgehoben
48.51305555555610.953611111111466Koordinaten: 48° 31′ N, 10° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Aindling
Höhe: 466 m ü. NHN
Fläche: 31,43 km²
Einwohner: 4302 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86447
Vorwahl: 08237
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 114
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
86447 Aindling
Webpräsenz: www.aindling.de
Bürgermeister: Tomas Zinnecker (CSU / Freie Wählergem.)
Lage des Marktes Aindling im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben) Pöttmes Todtenweis Aindling Petersdorf (Schwaben) Inchenhofen Kühbach Schiltberg Sielenbach Adelzhausen Eurasburg (Schwaben) Ried (bei Mering) Mering Merching Schmiechen Steindorf (Schwaben) Kissing Obergriesbach Hollenbach Rehling Affing Aichach Friedberg (Bayern) Dasing Augsburg Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Dachau Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Donau-Ries Landkreis Augsburg Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Donau-Ries Landkreis Dillingen an der DonauKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Aindling ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Aindling.

Überregionale Bekanntheit erfährt der Ort durch den örtlichen Fußballverein TSV Aindling, der mehrere Jahre in der fünfthöchsten deutschen Liga, der Bayernliga, spielte. Auch der Aindlinger Badesee ist weithin bekannt.

Geografie[Bearbeiten]

Aindling liegt in der Region Augsburg. Das Ortsgebiet wird vom Litzelbach durchflossen.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aindling, Binnenbach, Gaulzhofen, Hausen, Pichl und Stotzard. Weitere Ortsteile sind Arnhofen, Edenhausen, Eisingersdorf, Neßlach und Weichenberg.

Nachbargemeinden

Geschichte[Bearbeiten]

Aindling 1702, Kupferstich von Michael Wening
Blick auf Aindling, 2006

Die Entstehung des Orts ist im 6./7. Jahrhundert anzusiedeln. Im Jahr 1033 schenkte Kaiser Konrad II. dem Freisinger Bischof Egilbert den „Königshof Enilingun“ (Aindling), in der Grafschaft des Grafen Udalschalk gelegen, mit allen Rechten und den übrigen Zugehörigkeiten. Die Marktrechtsverleihung erfolgte 1479. Der Markt gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Aichach des Kurfürstentums Bayern. Aindling besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Jahr 1906 erfolgte der Bau eines Distriktkrankenhauses, das nach der Schließung des Kreiskrankenhauses 1991 in ein Seniorenheim umgewandelt wurde.

Religionen[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrei Sankt Martin in Aindling gehört zum Dekanat Aichach-Friedberg im Bistum Augsburg. Zur Pfarrei gehören außerdem noch die Filiale Sankt Ulrich in Eisingersdorf, das Benefizium Mariä Heimsuchung in Pichl und die Ortschaften Appertshausen, Binnenbach und Edenhausen. 2013 gehörten der Pfarrei ca. 2437 Katholiken an.
Aindling ist außerdem Sitz der Pfarreiengemeinschaft Aindling, zu der außer der Aindlinger Pfarrei Sankt Martin noch die Pfarreien Sankt Ulrich und Afra in Todtenweis, Sankt Johannes Baptist in Alsmoos und Mariä Heimsuchung in Willprechtszell gehören. 2013 zählte die Pfarreiengemeinschaft knapp 5000 Katholiken.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1971 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Gaulzhofen, Hausen, Pichl (mit den am 1. April 1928 eingemeindeten Orten Edenhausen und Eisingersdorf) und Stotzard nach Aindling eingemeindet.[2] Am 1. April 1976 kam Binnenbach hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 2681 Einwohner[3]
  • 1970: 2954 Einwohner[3]
  • 1987: 3471 Einwohner
  • 2002: 4324 Einwohner
  • 2005: 4407 Einwohner
  • 2011: 4316 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Tomas Zinnecker (CSU/Freie Wählergemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Lentscher (Freie Wählergem. Bürgerwille 76).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.867.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 251.000 €.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 16 Gemeinderäten zusammen.

Parteien 2008
Anteil Sitze
CSUFreie Wählergemeinschaft  % 9
Freie Wählergemeinschaft Bürgerwille ’76 Aindling  % 4
SPD Aindling  % 1
Parteilose Wähler Aindling  % 2

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Am 21. Mai 1977 wurde eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Avord geschlossen. Seit 50 Jahren besteht eine Freundschaft zwischen den Feuerwehren der Marktgemeinde Aindling und der österreichischen Stadt Fürstenfeld.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 63, im Produzierenden Gewerbe 271 und im Bereich Handel und Verkehr 51 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 256 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1436. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 11 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 99 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2070 ha. Davon waren 1589 ha Ackerfläche und 440 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtungen: 1 mit 144 Kindergartenplätzen und 126 Kindern, davon 19 unter 3 Jahren
  • Volksschulen: 1 mit 25 Lehrern und 436 Schülern

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aindling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 415.
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 788.