Aystetten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aystetten
Aystetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aystetten hervorgehoben
48.40472222222210.774166666667485Koordinaten: 48° 24′ N, 10° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 9,35 km²
Einwohner: 2969 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 318 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86482
Vorwahl: 0821
Kfz-Kennzeichen: A
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 117
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bäckergasse 2
86482 Aystetten
Webpräsenz: www.aystetten.de
Bürgermeister: Peter Wendel (Freie Wähler e. V.)
Lage der Gemeinde Aystetten im Landkreis Augsburg
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Aystetten ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Geografie[Bearbeiten]

Aystetten liegt in der Region Augsburg.

Es existiert nur die Gemarkung Aystetten mit der Einöde Louisenruh (auch Luisenruh).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde Aystetten gehört zu den im späten Mittelalter während der sogenannten Rodungsperiode entstandenen Siedlungen. Das Reizenstein-Lexikon weist auf das Jahr 1195 hin und nennt „Aichstetin“, Wohnstätte im oder am Eichwald. Urkundlich erwähnt werden Schlossgut (Schloss Aystetten) und Dorf „Eystetenb“ 1424 als Lehen des Bischofs von Augsburg. Erster Lehnsträger war die Familie Langenmantel von Radau. Um 1487 soll es zum Besitzerwechsel an die Augsburger Patrizierfamilien Eggenberger und Herwart gekommen sein. 1545 kommen Dorf und Schloss an das Kloster Heilig Kreuz, von diesem 1582 an Anton Fugger und schließlich 1615 an die Fleckenheimer. Im Dreißigjährigen Krieg wird der Ort fast vollständig zerstört und erst im Jahre 1693 baut der neue Besitzer Leonhard Carl Sulzer das Schloss wieder auf. 1718 erwirbt Franz Oktavian Langenmantel das Lehen, verkaufte es jedoch nach kurzer Zeit 1729 an Christian Freiherr von Münch. Der begüterte Bankier aus Württemberg vergrößert das Schloss um das Doppelte, baut Wirtschaftsgebäude und legt umfangreiche Gärten an. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1858 geht der Besitz an die alteingesessene Augsburger Patrizierfamilie von Stetten, deren Nachkommen noch heute Schloss und Gutshof bewirtschaften.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.900, 1987 dann 2.383 und im Jahr 2000 3.078 Einwohner in ca. 1.250 Haushalten gezählt. Davon etwa 200 Kinder bis 6 Jahren, 213 zwischen 6 und 12 Jahren, 204 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, 500 Bürger über 65 Jahren.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Peter Wendel (FW), nachdem er die Stichwahl am 16. März 2008 mit 60,01 %, gegen die Kandidatin der CSU, Ulrike Steinbock, gewinnen konnte.

Sitzverteilung im 16-köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2008):

  • FW: 6 Sitze
  • CSU: 7 Sitze
  • SPD: 2 Sitze
  • GRÜNE: 1 Sitz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr 35 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 124 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 859. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sechs, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 drei landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 63 ha.

Verkehr[Bearbeiten]

Bis zur 1986 erfolgten Stilllegung der Weldenbahn (Augsburg–Welden) hatte Aystetten einen Bahnhof, seitdem bedienten Regionalbusse die Strecke Augsburg-Neusäß-Aystetten-Welden. Bis zum Augsburger Stadtkern sind es etwa 11 km und zum Autobahnanschluss Stuttgart–München 3 km. Durch den Ort führt die Staatsstraße 2032 Augsburg – Dillingen. Die Regionalbusse der AVV-Linie 500/501 verkehren in der Hauptverkehrszeit im 30-Minuten-Takt zum Bahnhof Augsburg-Oberhausen mit dortigem Anschluss an die Straßen- und Regionalbahn, ebenso besteht Anschluss nach Welden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ein alter und ein neuer Kindergarten mit über 100 Kindergartenplätzen
  • Eine Volksschule mit 8 Lehrern und 140 Schülern, die für die 1. – 4. Klasse ausgebaut ist
  • Die alte Dorfkirche „St. Martin“ aus dem späten 15. Jahrhundert
  • Die neue 1966 erbaute Pfarrkirche
  • Das 1785 errichtete Schloss Luisenruh
  • Das Schloss Aystetten, das seit der 6. Generation im Familienbesitz ist. Erwähnenswert ist hier das sogenannte Porzellanzimmer.
  • Mehrere Vereine z. B. Musikverein, Schützenverein, Sportverein, Kiga-Gang Aystetten

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Aystetten

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aystetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien