Dinkelscherben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Dinkelscherben
Dinkelscherben
Deutschlandkarte, Position des Marktes Dinkelscherben hervorgehoben
48.3510.583333333333460Koordinaten: 48° 21′ N, 10° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 67,7 km²
Einwohner: 6434 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86424
Vorwahlen: 08292, 08236 (Ried)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: A
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 131
Adresse der
Marktverwaltung:
Augsburger Str. 4-6
86424 Dinkelscherben
Webpräsenz: www.dinkelscherben.de
Bürgermeister: Edgar Kalb
Lage des Marktes Dinkelscherben im Landkreis Augsburg
Ammersee Baden-Württemberg Augsburg Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Dachau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Donau-Ries Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Günzburg Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Ostallgäu Landkreis Starnberg Landkreis Unterallgäu Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Schmellerforst Adelsried Allmannshofen Altenmünster Aystetten Biberbach (Schwaben) Bobingen Bonstetten (Schwaben) Diedorf (Schwaben) Dinkelscherben Ehingen (Landkreis Augsburg) Ellgau Emersacker Fischach Gablingen Gersthofen Gessertshausen Graben (Lechfeld) Großaitingen Heretsried Hiltenfingen Horgau Kleinaitingen Klosterlechfeld Königsbrunn Kühlenthal Kutzenhausen Langenneufnach Langerringen Langweid am Lech Meitingen Mickhausen Mittelneufnach Neusäß Nordendorf Oberottmarshausen Scherstetten Schwabmünchen Stadtbergen Thierhaupten Untermeitingen Ustersbach Walkertshofen Wehringen Welden Westendorf (Landkreis Augsburg) ZusmarshausenKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Dinkelscherben ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 25 Kilometer westlich von Augsburg inmitten des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder. Das Gemeindegebiet liegt bis auf kleine Randbereiche in der Landschaft der Reischenau.

Ortsteile[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Zusmarshausen im Norden, Horgau im Nordosten, Kutzenhausen im Osten, Ustersbach und Fischach im Süden, gemeindefreies Gebiet Schmellerforst und Ziemetshausen (Landkreis Günzburg) im Südwesten und Burtenbach (Landkreis Günzburg) im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Dinkelscherben entstand im 11. Jahrhundert auf einer Waldrodung. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1162. Vom 15. Jahrhundert bis zur Säkularisation 1803 war der Ort im Besitz des Domstifts Augsburg, dann kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

1862 bis 1929 gehörte Dinkelscherben zum Bezirksamt Zusmarshausen und ab 1929 zum Bezirksamt Augsburg, das ab 1939 dann als Landkreis Augsburg bezeichnet wurde.

Am 31. Juli 1928 ereignete sich der Eisenbahnunfall von Dinkelscherben, ein Auffahrunfall zweier Züge, verursacht durch eine Weichen- und Signalstörung. Dabei kamen 23[Anm. 1] Menschen ums Leben.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung Bayerns wurden am 1. Juli 1972 die Gemeinde Anried[2] Am 1. Januar 1977 kam Ettelried hinzu. Am 1. Mai 1978 folgten Breitenbronn, Fleinhausen, Grünenbaindt, Häder, Lindach, Oberschöneberg und Ried.[3]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Edgar Kalb (parteilos, Unabhängige Wählergruppe). Sein Vorgänger war Peter Baumeister (parteilos) (1996 - 2014).

Sitzverteilung im 20-köpfigen Marktgemeinderat (Stand 1. Mai 2014):

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Rot und Silber, belegt mit einem grünen Blumenscherben, aus dem drei goldene Dinkelhalme wachsen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchturm der St.-Anna-Kirche in Dinkelscherben

Das Ortsbild wird dominiert von der katholischen Pfarrkirche St. Anna. Sie wurde 1507 errichtet und 1580 um einen Turm ergänzt. Im 18. Jahrhundert wurde das gesamte Gebäude barockisiert. Sehenswert ist auch die Burgkapelle, die als einziges Gebäude der Burg Zusameck bis heute erhalten wurde.[4]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Mit Eröffnung der Teilstrecken Augsburg–Dinkelscherben zum 26. September 1853 und Dinkelscherben–Burgau am 1. Mai 1854 erhielt Dinkelscherben über die somit entstehende Bahnstrecke Augsburg–Ulm, die ein Teil der Bayerischen Maximiliansbahn war, Anschluss an das Eisenbahnnetz. Zudem wurde am 15. Dezember 1894 die Lokalbahn Dinkelscherben–Thannhausen eröffnet, die die Gemeinden Thannhausen und Ziemetshausen mit der Hauptstrecke verband. Wegen der sinkenden Fahrgastzahlen wurde der Personenverkehr auf der Nebenbahn am 24. September 1966 eingestellt. Mitte der 1990er Jahre sank auch das Güteraufkommen, sodass der Güterverkehr zum 31. Januar 2000 eingestellt und die Strecke daraufhin abgebaut wurde.

Heute wird der dreigleisige Bahnhof Dinkelscherben durch den Fugger-Express bedient, der jeweils im Stundentakt als Regional-Express von Ulm nach München und als Regionalbahn von Dinkelscherben nach München verkehrt, sodass in Richtung München ein Halbstundentakt besteht.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dinkelscherben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. So: BOS: Rückblick 1928: Schweres Zugunglück im Bf Dinkelscherben. In: Drehscheibe online – unter Berufung auf die zeitgenössische Berichterstattung in der Neuen Augsburger Zeitung v. 1. August 1928; Hans Joachim Ritzau: Von Siegelsdorf nach Aitrang. Die Eisenbahnkatastrophe als Symptom – eine verkehrsgeschichtliche Studie. Landsberg 1972, S. 43f., gibt 16 Tote an; die Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Dinkelscherben / Geschichte / 1919-1933 nennt 12 Tote.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 424.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 767.
  4. Heimatverein Reischenau