Fischach

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Dieser Artikel behandelt den Markt in Bayern, weitere Bedeutungen unter Fischach (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Fischach
Fischach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Fischach hervorgehoben
48.29083333333310.653611111111495Koordinaten: 48° 17′ N, 10° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 30,1 km²
Einwohner: 4593 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86850
Vorwahlen: 08236, 08204 (Siegertshofen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: A
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 141
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstraße 16
86850 Fischach
Webpräsenz: Homepage der Gemeinde
Bürgermeister: Peter Ziegelmeier (SPD/Unabhängige)
Lage des Marktes Fischach im Landkreis Augsburg
Ammersee Baden-Württemberg Augsburg Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Dachau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Donau-Ries Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Günzburg Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Ostallgäu Landkreis Starnberg Landkreis Unterallgäu Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Schmellerforst Adelsried Allmannshofen Altenmünster Aystetten Biberbach (Schwaben) Bobingen Bonstetten (Schwaben) Diedorf (Schwaben) Dinkelscherben Ehingen (Landkreis Augsburg) Ellgau Emersacker Fischach Gablingen Gersthofen Gessertshausen Graben (Lechfeld) Großaitingen Heretsried Hiltenfingen Horgau Kleinaitingen Klosterlechfeld Königsbrunn Kühlenthal Kutzenhausen Langenneufnach Langerringen Langweid am Lech Meitingen Mickhausen Mittelneufnach Neusäß Nordendorf Oberottmarshausen Scherstetten Schwabmünchen Stadtbergen Thierhaupten Untermeitingen Ustersbach Walkertshofen Wehringen Welden Westendorf (Landkreis Augsburg) ZusmarshausenKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Fischach ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Geographie[Bearbeiten]

Fischach liegt im tertiären Hügelland des Naturparks Westliche Wälder südlich von Augsburg. Der Ort entstand an der Stelle, wo das Neufnach-Tal auf das Schmutter-Tal trifft, am Zusammenfluss beider Gewässer.

Ortsteile[Bearbeiten]

Der Markt besitzt folgende Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten]

Fischach war bis in das 14. Jahrhundert Sitz eines alten Ortsadelgeschlechts, der Herren von Fischach. Diese waren Ministerialen der bischöflichen Augsburger Schirmvögte, der Herren von Schwabegg. Im Zuge der Säkularisation kam der Ort 1803 an das Kurfürstentum Bayern. Von 1862 bis 1929 gehörte Fischach zum Bezirksamt Zusmarshausen und ab 1929 zum Bezirksamt Augsburg, das ab 1939 als Landkreis Augsburg bezeichnet wurde. Die Markterhebung erfolgte 1952.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden Aretsried, Willmatshofen und Wollmetshofen eingegliedert.[2] Am 1. Juli 1975 kamen Teile der aufgelösten Gemeinde Kreuzanger hinzu. Siegertshofen folgte am 1. Januar 1976. Schließlich wurde noch ein Teil der aufgelösten Gemeinde Reitenbuch am 1. Mai 1978 eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Peter Ziegelmeier (SPD/Unabhängige) wurde bei der Bürgermeisterwahl 2014 ohne Gegenkandidat im Amt bestätigt.

Sitzverteilung im 17-köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2014):

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein silberner Wellenbalken begleitet oben von einem nach links, unten von einem nach rechts schwimmenden silbernen Fisch.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Fischach befindet sich ein jüdischer Friedhof, der im Jahr 1774 von der damaligen jüdischen Gemeinde gegründet wurde. Er wird heute von der Gemeindeverwaltung gepflegt und erhalten und kann nach Rücksprache besucht werden. Daneben gibt es eine ehemalige Synagoge und ein ehemaliges jüdisches Gemeindehaus mit Schule. 1999 wurde in Fischach ein Judendenkmal errichtet, das an die vierhundertjährige Geschichte des christlich-jüdischen Zusammenlebens in der Gemeinde bis zur Judenverfolgung in der Nazizeit erinnern soll. Eine aus Fischach stammende bemalte Sukka (Laubhütte für das jüdische Laubhüttenfest) befindet sich heute im Israel-Museum in Jerusalem.

Im Ortsteil Heimberg befindet sich das älteste erhaltene Mozarthaus, aus dem nachweislich die direkten Vorfahren des Wolfgang Amadeus Mozart stammen. 1486 wurde das unscheinbare Bauernhaus als Wohnsitz eines Ändris (Andreas) Mozart beurkundet.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Freizeit[Bearbeiten]

Seit Juni 2008 hat in Fischach ein Naturfreibad in den Sommermonaten geöffnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Januar 2007 wurden 404 Gewerbebetriebe und ca. 2200 Arbeitsplätze gezählt.

Das bedeutendste Unternehmen in der Gemeinde ist die Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG (Müllermilch) in Aretsried.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Fischach (Schwab) liegt an der Staudenbahn von Gessertshausen nach Markt Wald. Die Strecke wird derzeit nur von einzelnen Sonderzügen befahren.

Schulen und Kindergärten[Bearbeiten]

  • Grund- und Mittelschule Fischach
  • Kindergarten St. Michael Fischach
  • Kindergarten St. Vitus Willmatshofen
  • Wohlfühlhaus Westliche Wälder

Feuerwehren[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Fischach ist die Stützpunktwehr der Gemeinde und arbeitet mit den sechs Ortsteilwehren zusammen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Piller: Fischach - Geschichte einer Mittelschwäbischen Marktgemeinde, Anton H. Konrad Verlag 1981, ISBN 3-87437-178-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 424.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 767 und 768.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fischach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien