Bülkau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bülkau
Bülkau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bülkau hervorgehoben
53.7471777777788.978951Koordinaten: 53° 45′ N, 8° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Am Dobrock
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 23,22 km²
Einwohner: 889 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21782
Vorwahlen: 04754, 04777
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 008
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 34
21782 Bülkau
Webpräsenz: www.am-dobrock.de
Bürgermeister: Manfred Schmitz (CDU)
Lage der Gemeinde Bülkau im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Hagen im Bremischen Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Hagen im Bremischen Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Hagen im Bremischen Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Hagen im Bremischen Wanna Wingst Wremen Hagen im BremischenKarte
Über dieses Bild
Bülkau-Dorf aus der Luft
Betroffenes Gebiet bei einer „kleinen“ Sturmflut von nur 4,50 m bei einem Deichbruch am Glameyer Stack, Otterndorf.
Die Dorfstraße
Die Dorfstraße Richtung Norden
Die Straße im Norderende
Pferde in Bülkau
Reitturnier in Bülkau

Bülkau ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Am Dobrock im Nordosten des Landkreises Cuxhaven in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 20 Kilometer östlich der Kreisstadt Cuxhaven, knapp unter dem Meeresspiegel. Bülkau, ein ausgesprochenes Reihendorf an der L 144, hat eine Fläche von 2323 ha, zählt etwa 900 Einwohner, ist ungefähr 11 km lang und nur 3 km breit. Bülkau wirbt damit das längste Dorf in Niedersachsen zu sein.

Bülkau liegt im Marschland des Niederelbegebiets. Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal 1 m über Normalnull liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet werden würde.

Siehe auch Glameyer Stack

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Aue
  • Auestade
  • Moorwettern
  • Sprenge
  • Norderende
  • Kirchdorf
  • Süderende
  • Landmark
  • Bovenmoor (früher Baumohr und Boomoor)
  • Lichtenpils

Gewässer[Bearbeiten]

Der Hadler Kanal in Bülkau in südlicher Richtung
Die Aue in Bülkau
Der Neuhaus Bülkauer Kanal

Die Aue ist die einzige natürliche Entwässerung, ein Priel vor der Urbarmachung, für das Wasser im Raum Neuhaus (Oste), Bülkau und des Balksees mit einem Entwässerungsgebiet von circa 5000 Hektar. Sie fließt ca. 20 Kilometer lang mit vielen Mäander durch Oppeln, Bülkau, Kedingbruch nach Neuhaus (Oste) und von dort in die Oste.

Zuflüsse sind:

  • Die Dorfwettern fließt von Bovenmoor durch das Dorf bis zur Sprenge.
  • Die Splethauswettern fließt von Westercadewisch, Cadenberge-Spleth und Wingst-Altkehdingen bei Hein an der Aue nach Cadenberge.
  • Die Moorwettern kommt von der Aue von Moorwettern und Westermoor.
  • Der Auemühle Stichgraben entwässert das Norderende von Oppeln.
  • Zwei Wettern in Oppeln (Namen nicht bekannt)

Weiterhin gehören der Hadelner Kanal und der Neuhaus-Bülkauer Kanal zu den Gewässern in Bülkau, bzw. bilden die Grenzen des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten]

Name[Bearbeiten]

Der Name Bülkau wurde 1404 Bulcow/Buklow, 1680 Pilkauw, 1702 Biklau geschrieben, auch die Schreibweise Bolkauw ist bekannt, und soll von dem Bolk / Bulk (Stein) in der au (Aue) kommen, also einen natürlichen Übergang über die Aue darstellen. Im hohen Mittelalter trieben die Bauern der Geestinseln (Wingst, Westerberg und Hohe Lieth) ihre Tiere im Sommer entlang der Priele in die Marsch.

Mittelalter[Bearbeiten]

Um 1100 begannen die Geestbauern der Wingst sich an dem Auepriel anzusiedeln. Auf kleinen Anhöhen, so genannten Wurten, bauten sie ihre Häuser, um sie vor den Überschwemmungen zu schützen. 1106 holte Erzbischof Friedrich I. von Bremen Holländer ins Land, damit sie die Marsch systematisch entwässerten. Sie bauten ein ausgeklügeltes System von Gräben und Wettern, um das Land bis zur Aue hin zu entwässern. Jedes Feld misst heute noch um die 30 Fuß. Bis zur Befestigung der Straßen 1868 – 94 waren Boote und Kähne (auch Flöten genannt) in den nassen Jahreszeiten das wichtigste Transportmittel. Deshalb mussten alle Brücken, Durchlässe (Stöpe genannt) der Wettern mindestens 3 Fuß und 3 Zoll breit sein.

Bülkau wurde am 13. März 1352 urkundlich erwähnt, als der Knappe Marquard Alf einen von Heye zur Bezahlung eines Pferdes verwies.

Das Kirchspiel Bülkau sowie der Kirchspiele Oppeln, Belum und Bülsdorf (heute Bauernschaft von Neuhaus) versuchten zeitweise eigene Wege zu gehen, da es auf der Grenze zwischen dem freien Land Hadeln im Westen und der erzbischöfischen Bremischen Herrschaft im Osten in Gestalt des Amtes Neuhaus lag. Mehrfach versuchten die Bülkauer sich der Bauernrepublik Hadeln anzuschließen. Diese Republik stand unter der Obrigkeit Sachsen Lauenburgs, hatte aber wesentlich mehr Freiheiten, als die Bremer ihren Gebieten erlaubten.

Die erste von den Bremern bei Belum an der Mündung zu Oste gebaute Burg, Schlickburg genannt, schleiften die Bülkauer mit Hilfe der Kehdinger. Das gleiche Schicksal ereilte auch das zweite Festigungswerk mit dem Namen dat nyge hus, das heutige Neuhaus, das Erzbischof Otto II. 1404 errichtete. Nachdem beide Burgen vernichtet waren, musste Otto den aufgebrachten Marschbewohnern zusagen, nie wieder ein Bollwerk zur Bedrohung an der Ostemündung zu bauen. Aber schon Erzbischof Baldwin II ließ einen wichtigen Stützpunkt um die Vorherrschaft des Erzbistum voranzutreiben, diesmal unter der Bezeichnung Schloss Amt Neuhaus, bauen.

Am Balksee lag, gut angebunden an die alte Heerstraße, die Remperburg, welche die Macht der bremischen Bischöfe festige. Die Burg war auf drei Seiten durch den Balksee und den Fluss Remper geschützt. Sie wurde 1286 unter dem Erzbischof Giselbert gebaut. Um sich die Ritter Erp von Luneberg und Augustin von Osten als Helfer gegen die Marschen zu sichern, übergab er ihnen 1301 die Burg mit verschiedenen Gütern der Umgebung. Sie spielte jedoch ab dem 15. Jahrhundert keine Rolle mehr.

Legende ist, dass die Burg durch die Hadler Bauern erobert und abgetragen wurde. Die so genannte Hauswurt, ein halbkreisförmigen Bogen des Flusses Remper, könnte auf Grund von Funden der Standort gewesen sein.

1423 schloss Bülkau einen Schutzvertrag mit den Kehdingern gegen den eigenen Landesherren. Mit 100 Schützen sollten sie den Kehdingern zu Hilfe kommen. Die vier Kirchspiele von Bülkau fühlten sich sehr frei. Aus dem Steuerregistern von 1500 war ersichtlich, dass sie 900 lübische Mark zahlten. Aufstände wurde immer wieder unterdrückt.

In dem Kampf um das Land Bülkau kam es um 1512 zu einer Schlacht. Mit Sensen und Stangen befaffnet verloren die Bauern gegen ein gut ausgebildeten und ausgerüsteten Heer der Bremer von Erzbischof Christoph. Die folgenden Verhandlungen seit 1513 begannen in Mahrdorf und fanden erst Ende 1514 bei der Fürstenkonferenz in Buxtehude ihren Abschluss. 1516 unterschrieben die vier Kirchspiele den ausgehandelten Vertrag im Schloss Neuhaus. Das Kirchspiel Bülkau verpflichteten sich jährlich 150 lübische Mark zu zahlen und 50 Scheffel Gerste zu liefern. Die drei anderen Kirchspiele hatten ähnliche Abgaben zu leisten.

1629 wütete die Pest in Bülkau und raffte 63 Menschen dahin.

Früh wurden Ziegelsteine in Bülkau hergestellt, zuerst an der Aue, als der Hadelner Kanal gebaut wurde, entstanden auch dort zwei Ziegeleien. Die größere Ziegelei produzierte bis 1974. Die wirtschaftlich bedeutendste Zeit der Ziegeleien im ganzen Hadler Gebietes, war der Wiederaufbau Hamburgs nach dem Hamburger Brand von 1842, bei dem ca. 1700 Stadthäuser zerstört wurden. [2]

Sturmfluten und Oberwasser[Bearbeiten]

Die Wetter in Bülkau und die alten Brücken 3 Fuß und 3 Zoll breit

1717 tobte die schlimmste Sturmflut für Bülkau, in dieser Weihnachtsflut starben 41 Menschen. Auch 76 Häuser und Nebengebäude wurden zerstört. Eine erneute Sturmflut fand vom 25./26. Februar 1718 statt mit weiteren materiellen Schäden. 1720 wurden nur noch 24 Häuser gezählt.

Im November 1824 hielten die Deiche, aber das Wasser konnte nicht ablaufen. Die niedriger gelegenen Teile Bülkaus bekamen Oberwasser, Wasser was sonst von der Geest über den Balksee abläuft.

1927 war ein Hochwasser in weiten Teilen Bülkaus und Oppeln durch einen sehr regenreichen Sommer. 1951 war wieder Hochwasser im Hadler Sietland, weil das Otterndorfer Schöpfwerk ausgefallen war. 1962 brachen die Deiche in Hamburg und an der Niederelbe; es waren keine Menschenleben zu beklagen. 1976 konnte das Wasser durch eine Schneekatastrophen nicht abziehen und überflutete die tiefer gelegenen Teile Bülkaus und Oppelns.

Ab 1900[Bearbeiten]

1932 erfolgte die Auflösung des Amtes Neuhaus. Bülkau wurde dem Land Hadeln zugesprochen und in den Landkreis Land Hadeln eingegliedert.

Die Gemeinden Bülkau und Oberndorf schlossen sich mit Wirkung vom 1. Januar 1970 der Samtgemeinde Am Dobrockan. Mit Wirkung zum 1. August 1977 wurden die Landkreise Land Hadeln und Wesermünde mit der kreisfreien Stadt Cuxhaven zum Landkreis Cuxhaven zusammengelegt.

2005 weihte Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) die erste weltweite Pyrolyse-Anlage als Pilotanlage für die Gewinnung von Bio-Öl in Bülkau ein.

Das neue "Bürgerhus"

Das Dorf wurde stark verschönern durch neue Fuß- und Radwege, Gehweglampen und Grünanlagen. Im September 2003 kam das Bürgerhus als Dorfgemeinschaftshaus hinzu. Hier haben die Freiwillige Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz ihre Räumlichkeiten. 2007 fanden die Abschnittswettkämpfe des Brandabschnittes Hadeln der Freiwilligen Feuerwehren statt.

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Der Geist im Backhaus [3]

Politik[Bearbeiten]

Bülkau ist einer der sieben Gemeinden der Samtgemeinde Am Dobrock, die ihr Rathaus in Cadenberge Am Markt 1 hat.

Der Gemeinderat Bülkau besteht bis 2016 aus acht Vertretern der CDU und einem der SPD

Bürgermeister ist Manfred Schmitz (CDU).

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen erinnert an die wechselnde Zugehörigkeit zum Lande Hadeln und zum Erzbistum Bremen.

Heraldisch links ist die Hälfte der Bremer Schlüssel in Silber auf roten Grund zu sehen. Heraldisch rechts befinden sich die typischen fünf schwarz-goldenen Streifen der Herzöge von Sachsen-Lauenburg, die durch einen schrägrechts gewendeten grünen Rautenkranz überdeckt werden.

Kultur, Sehenswertes, Infrastruktur[Bearbeiten]

Bürgerhus[Bearbeiten]

Das Dorfgemeinschaftshaus „Bürgerhus“ ist eine allgemeine Begegnungsstätte, insbesondere für Feierlichkeiten.

Baudenkmale[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Bülkau stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Schulen[Bearbeiten]

Es gab drei Schulen im Ort:

  • Im Norderende existierte eine Schule bis in die 1960er Jahre.
  • Die Schule im Dorf wurde 1588 erstmals erwähnt. Der Küster unterrichtete damals die Kinder. Die Gebäude wurde 1957 neu gebaut. In den 1980er Jahren wurde die Schule in einen Turnhalle umgebaut.
  • Im Bovenmoor wurden die Gebäude 1957 neu gebaut und 30 Jahre später geschlossen, heute beherbergt sie einen Kindergarten.

Heute befindet sich die Grundschule in Neuhaus und die weiterführenden Schulen in Cadenberge als Haupt- oder Realschule oder in Otterndorf als Gymnasium oder Förderschule.

Kirche St. Johannes der Täufer[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Kirche
Postkarte von 1910 von Pastorat

Die evangelisch-lutherische früher gotische einschiffige Dorfkirche St. Johannes der Täufer stammt aus dem Mittelalter. Sie wurde 1701 unter Verwendung auch von alten Teilen, jedoch mit Rundbogenfenster neu mit Backsteinen aufgebaut. Der westliche Glockenturm entstand um 1600, die Glocke stammt von 1404.

Bülkau galt als reiche Pfarre. Es gehörten zur Pfarrstelle ca. 46 Hektar Land und ca. 6 Hektar Kirchenland zur Unterhaltung der Kirche. Das alte hintere Pfarrhaus (Stallungen) wurde zu einem Gemeindezentrum umgebaut, in dem hochräumigen Pastorat, gebaut vor dem Krieg, wollte kein Pastor mehr wohnen. 1967/68 wurde deshalb ein Einfamilienhaus für Bülkauer Pfarrstelle gebaut.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Schützenfest im Dorf; am dritten Wochenende im Juni
  • Schützenfest im Bovenmoor; am vierten Wochenende im Juli
  • Reitturnier; am letzten Wochenende im Mai

Musik[Bearbeiten]

  • Männerchor Immergrün von 1904
  • Trompetencorps Bülkau von 1957; er spielte 16 mal in Köln beim Karnevalsumzug sowie bei der Expo 2000 in Hannover
  • Posaunenchor Bülkau von 1962
  • Singkreis Bülkau von 1993
  • Flötenkreis Bülkau von 2007

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

War der Hadler Ort früher überwiegend durch die Landwirtschaft und Pferdezucht geprägt, gibt es heute nur noch wenige kleine Landwirte im Nebenerwerb und einige große landwirtschaftliche Betriebe. Die größten Höfe lagen und liegen meist im Norderende bis zu Sprenge, da der Boden hier am trockensten ist. Viele Bewohner haben Arbeit in Städten bis hin nach Hamburg oder Bremen gefunden und pendeln in diese bis zu 100 km weit.

Pferdezucht[Bearbeiten]

Die Pferdezüchter Hadelns wie auch Bülkaus ist erfolgreich. Eines der erfolgreichsten Springpferde der Welt war Deister (Osterbruch) sowie die zwei Siegerpferde Butts Leon und Butts Abraxxas (beide aus Bülkau) der Disziplin Vielseitigkeit der olympischen Sommerspiele 2008 in Peking und London 2012 legen dafür Zeugnis ab.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Bülkau liegt südwestlich der Bundesstraße 73 HamburgCuxhaven.

Der Busverkehr ist vor allem auf den Schülerverkehr ausgerichtet. Der erste Bus, der neben der Post auch vereinzelt Personen mitnahm, fuhr 1924. Zu Ostern 1939 wurde der erste Schulbus eingesetzt. Um 1955 fuhren Busse viermal pro Tag nach Otterndorf, dreimal nach Cadenberge und einmal nach Lamstedt. Mit den Linien 1837, 61 und 62 erreicht man heute einmal pro Tag Otterndorf, Neuhaus (Oste), Wingst und Cadenberge.

Die nächsten Bahnhöfe sind Ottendorf und Cadenberge an der Niederelbebahn von Hamburg nach Cuxhaven.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Kühe in Bülkau

Einige Familien in Bülkau kennen noch zwei Spezialitäten aus Beestmilch bzw. Bistmilch, auch Kolostralmilch oder Vormilch genannt:

  • Beestmilchstuten wird wie ein "normaler" Stuten gebacken, nur mit Beestmilch. Der Geschmack ist etwas süßlich, der Stuten wird mit Marmelade oder Honig gegessen.
  • Beestmilchkäse ist ein selbstgemachter würziger Weichkäse. Dafür wird die Kuhmilch gleich nach der Geburt der Kälber verwendet. Diese Milch ist sehr gelb und enthält zahlreiche Vitamine, Antikörper und weitere Nähr- und Wirkstoffe, die sowohl für das neugeborene Kalb als auch für den Menschen wichtig sind.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lenz/Lembcke: Dat Nygehus.
  • Willi Klenck: Heimatbuch des ehemaligen Kreis Neuhaus an der Oste. Verlag A. Pockwitz Nachf. Karl Krause, 1957.
  • Benno Eide Siebs: Land meiner Jugend. Nordwestdeutscher Verlag Ditzen & Co, 1961.
  • Richard Mader, Günter Bastian: Hadeln und Wursten. Hans Christian Verlag, Hamburg 1978, ISBN 3-7672-0516-5.
  • Rudolf Lembcke: Otterndorf, kleine Stadt am großen Strom. Hans Christian Verlag, Hamburg 1978, ISBN 3-7672-0551-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bülkau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Ziegelei Bösch/Kapplusch.
  3. Männern vom Morgenstern: Hake Betken siene Duven. In: Sagenbuch von Elb- und Wesermündung, ISBN 3-931771-16-4.
  4. Butts Abraxxas und Butts Leon: Züchter Friedrich (Fritz) Butt, Bülkau