Beiarn

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Beiarn
Beiarn (Norwegen)
Beiarn
Beiarn
Basisdaten
Kommunennummer: 1839 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Nordland
Verwaltungssitz: Moldjord
Koordinaten: 67° 0′ N, 14° 34′ O67.00666666666714.572777777778Koordinaten: 67° 0′ N, 14° 34′ O
Fläche: 1.225 km²
Einwohner:

1074 (30. Jun. 2014)[1]

Bevölkerungsdichte: 1 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål
Postleitzahl: 8110
Gliederung: Moldjord
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Monika Sande (Sp) (2011)
Lage in der Provinz Nordland
Lage der Kommune in der Provinz Nordland

Beiarn ist eine Kommune in Nordnorwegen.

Die ältesten Siedlungsspuren stammen von 1500 v. Chr. Damals wurde Korn angebaut, und es wurden Haustiere gehalten. Die Landwirtschaft blieb der wichtigste Wirtschaftsfaktor bis heute. Im Mittelalter verschwanden viele Familien, ohne dass man genauere Nachrichten darüber hat. Im 16. und 17. Jahrhundert nahm die Bevölkerung wieder zu, zuerst in der Küstenregion, später auch in den höheren Tälern. Im 19. Jahrhundert zogen Leute aus Rana über das Saltfjell ins Beiarntal. Diese Entwicklung führte auch zu mehr Kontakt nach außen und zu aufstrebendem Handel. Solange der Seeweg die Hauptverkehrsverbindung der Region war, war Beiarn mit anderen Küstenorten gleichauf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden aber die Landverbindungen ausgebaut, und Beiarn war vom Verkehr abgeschnitten. Es hatte keine Straßenverbindung, und der Fjord war im Winter vereist. Erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts erhielt Baiern eine Anbindung an das Straßennetz. Damit war die Entwicklung Beiarns in vieler Hinsicht gebremst, und die Bewohner wanderten ab. Aber die Landwirtschaft blieb aufrechterhalten.

Savjord-Stabkirche in Beiarn

Heute befinden sich ein Tischlerei-Betrieb dort, der Fenster und Türen produziert, und ein Textilbetrieb mit eigener Kollektion. Außerdem befindet sich dort eine größere Maschinenwerkstatt. 14 % des Gemeindegebiets ist Nutzwald. In letzter Zeit beginnen sich auch Einnahmen aus dem Fremdenverkehr bemerkbar zu machen.

Heute profitiert Beiarn davon, dass durch diese Umstände die Natur weitestgehend intakt geblieben ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q2 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beiarn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien