Berglern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Berglern
Berglern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Berglern hervorgehoben
48.38343611.929959440Koordinaten: 48° 23′ N, 11° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wartenberg
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 19,89 km²
Einwohner: 2672 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85459
Vorwahl: 08762
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 112
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 8
85456 Wartenberg
Webpräsenz: www.berglern.de
Bürgermeister: Simon Oberhofer
Lage der Gemeinde Berglern im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Berglern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg.

Geografie[Bearbeiten]

Berglern liegt in der Region München mitten im Erdinger Moos, etwa auf halber Strecke zwischen den Städten Moosburg an der Isar (11 km) und Erding (9 km). Zum Flughafen München sind es nur 12 km, wobei sich Berglern genau in einer Einflugschneise befindet. Durch die geplante dritte Start- und Landebahn wäre Berglern extrem betroffen; bei Westwind würden – von Osten kommend – täglich 437 Landeanflüge in einer Höhe von 250 Metern direkt über das Zentrum vom Berglern gehen.

Außer Berglern besteht die Gemeinde noch aus den Ortsteilen Mitterlern, Niederlern, Glaslern und Mooslern.

Nordwestlich von Niederlern befindet sich das Naturschutzgebiet Viehlaßmoos; der östliche Teil des Naturschutzgebietes liegt auf Gemeindegebiet, der westliche Teil gehört zur Gemeinde Eitting.

Geschichte[Bearbeiten]

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Berglern

Berglern gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding im Kurfürstentum Bayern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.021, 1987 dann 1.203 und im Jahr 2000 2.128 Einwohner gezählt. Zwischen 1988 und 2008 verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf rd. 2.500.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Herbert Knur (parteilos).[2]

Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern:

Aus Protest gegen den geplanten Ausbau des Münchner Flughafens hat der gesamte Ortsverband der CSU diese im August 2011 verlassen.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Berglern

Das Wappen der Gemeinde Berglern wurde am 4. September 1962 mit folgender Blasonierung festgelegt: „Geteilt von Rot und Silber; oben eine silberne heraldische Rose, unten ein grüner Dreiberg.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Rot-Weiß-Grün belegt mit dem Stadtwappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

  • Kath. Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Berglern: Stattlicher Saalbau, Chor und Turm im Kern spätgotisch. Langhausneubau 1734/35, Chor und Turmerhöhung von Johann Baptist Lethner 1778
  • Kath. Filialkirche St. Andreas in Niederlern: Erbaut 1678 von Hans Kogler, über mittelalterlichem Kern

Liste der Baudenkmäler in Berglern

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Berglern und Mitterlern

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 742.000 €, davon waren umgerechnet 196.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen. 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 109 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 13 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 787. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 57 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.720 ha, davon waren 1.538 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 83 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 5 Lehrern und 96 Schülern

Literatur[Bearbeiten]

Günther Flohrschütz, herausgegeben von Matthias Johannes Bauer: Lern bis zum 13. Jahrhundert. Herrschaftsstrukturen und Herrschaftsträger in Berglern und Umgebung. Herbert Utz Verlag, München 2006, ISBN 3-8316-0653-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. „CSU-Ortsverband tritt geschlossen aus der Partei aus“ auf Welt Online

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berglern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien