Wörth (Landkreis Erding)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wörth
Wörth (Landkreis Erding)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wörth hervorgehoben
48.24527777777811.901944444444495Koordinaten: 48° 15′ N, 11° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Hörlkofen
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 21,05 km²
Einwohner: 4376 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 208 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85457
Vorwahlen: 08122, 08123
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 144
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Erdinger Straße 8a
85457 Wörth
Webpräsenz: www.vg-hoerlkofen.de/
Bürgermeister: Thomas Gneißl ([ÜPWG])
Lage der Gemeinde Wörth im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Wörth ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hörlkofen.

Geographie[Bearbeiten]

Wörth liegt in der Region München im Tal der Sempt zwischen der Kreisstadt Erding und Markt Schwaben (jeweils 8 km entfernt) sowie 22 km westlich von Dorfen, 21 km südlich vom Flughafen München, 23 km nördlich von Ebersberg und rund 33 km von der Landeshauptstadt München entfernt.

Es existiert nur die Gemarkung Wörth.

Außerdem existieren noch die Ortsteile Hörlkofen, Wifling, Hofsingelding, Lupperg, Kirchötting, Niederwörth, Breitötting, Sonnendorf, Willgruber, Oberau, Teufstetten und Berg.

Geschichte[Bearbeiten]

Wörth wurde im Jahre 788 zum ersten Mal erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern, Grundherren waren bis 1803 die Bischöfe von Freising. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1978 bildeten die Gemeinden Wörth und Walpertskirchen die Verwaltungsgemeinschaft Hörlkofen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 2215 Einwohner
  • 1987: 2858 Einwohner
  • 2000: 4294 Einwohner
  • 2012: 4358 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Kirche und Pfarrhaus in Wörth (Landkreis Erding)

Bürgermeister ist Thomas Gneißl (ÜPWG).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1833 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 344 T€.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Wörth (Landkreis Erding)

Das Wappen der Gemeinde Wörth wurde am 20. Februar 1967 festgelegt: „In Gold ein erhöhter, aufrechter und ein gesenkter, gestürzter blauer Wellensparren, die einen schwebenden, rot gekrönten Mohrenkopf einschließen.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Gelb-Blau-Gelb.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 189 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 73 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1468. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 8 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1363 ha, davon waren 1016 ha Ackerfläche und 341 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde Wörth verlaufen die Bahnstrecken München–Mühldorf und Markt Schwaben–Erding. An jeder Bahnstrecke befindet sich jeweils eine Bahnstation. Der an der Bahnstrecke nach Mühldorf liegende Bahnhof Hörlkofen liegt im Ortsteil Hörlkofen und wurde mit der Strecke am 1. Mai 1871 in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude sowie ein Ausweichgleis blieb bis heute erhalten, sodass die Station bis heute ein Bahnhof ist.[2] Heute halten in Hörlkofen im Zweistundentakt Regionalbahnen der Südostbayernbahn. Eine weitere Bahnstation innerhalb der Gemeinde bildet der Haltepunkt St. Koloman an der Bahnstrecke nach Erding. Die Bahnstrecke wurde schon am 16. November 1872 eröffnet, die Gemeinde Wörth erhielt damals jedoch noch keine Bahnstation. Der Haltepunkt St. Koloman konnte erst nachträglich am 1. Juni 1890 in Betrieb genommen werden. Die Bahnstrecke ist seit 1972 in das Netz der S-Bahn München integriert und wird seitdem nur noch von S-Bahnen bedient.[3] Heute verfügt der Bahnhof nur noch über ein Bahnsteiggleis, welches über einen Bahnsteig mit einer von 76 Zentimetern verfügt.[4] Derzeit (Stand: 2013) wird die Bahnstrecke von Zügen der S-Bahn-Linie S2, die von Petershausen über Dachau, München, Markt Schwaben und St. Koloman nach Erding führt, im 20-Minutentakt bedient. Der 20-Minutentakt besteht nur von Montag bis Freitag, an Wochenenden wird nur im 20/40-Minutentakt von Markt Schwaben weiter über St. Koloman nach Erding gefahren.

Busverkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wörth liegt im Tarifgebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). An das Busnetz des Verkehrsverbunds ist die Gemeinde durch zwei Buslinien angeschlossen. Die Linie 445 verkehrt von Ebersberg über Hohenlinden, Forstern, Pastetten, Hörlkofen und Wörth nach Erding. Die Buslinie verkehrt nur von Mantag bis Freitag im Zweistundentakt. Die andere Linie ist ein Ruftaxi des MVVs mit der Liniennummer 5670. Die Linie verkehrt von Walpertskirchen über Wörth nach Erding. Sie verkehrt nur an Freitagen und Samstagen.[5]

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 150 Kindergartenplätze mit 183 Kindern
  • Volksschule: 1 mit 17 Lehrern und 368 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Reinhard Wanka, Wolfgang Wiesner: Die Hauptbahn München–Simbach und ihre Zweigbahnen. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1996, ISBN 3-922138-59-4.
  3.  Reinhard Pospischil, Ernst Rudolph: S-Bahn München. Alba, Düsseldorf 1997, ISBN 3-87094-358-0.
  4. Bahnsteiginformationen zum Haltepunkt St. Koloman. In: deutschebahn.com. DB Station&Service. Abgerufen am 13. März 2013.
  5. Liniennetz vom Landkreis Erding (PDF; 727 kB) In: mvv-muenchen.de. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund. Abgerufen am 14. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wörth (Landkreis Erding) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien