Langenpreising

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langenpreising
Langenpreising
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langenpreising hervorgehoben
48.43333333333311.966666666667421Koordinaten: 48° 26′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wartenberg
Höhe: 421 m ü. NHN
Fläche: 27,49 km²
Einwohner: 2641 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85465
Vorwahl: 08762
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 126
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 8
85456 Wartenberg
Webpräsenz: www.langenpreising.de
Bürgermeister: Peter P. Deimel (FWG)
Lage der Gemeinde Langenpreising im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Langenpreising ist eine Gemeinde im oberbayerischen im Landkreis Erding und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg.

Geographie[Bearbeiten]

Langenpreising liegt in der Region München und bildet die nördlichste Gemeinde im Landkreis Erding am Nordrand des Erdinger Moos und unweit der Isar. Langenpreising befindet sich nur 6 km südlich von Moosburg an der Isar, 19 km südwestlich von Landshut, 17 km nordöstlich von Erding und 21 km vom Flughafen München entfernt.

Die Gemeinde Langenpreising besteht aus den Ortsteilen Holzhausen, Langenpreising, Rosenau, Weipersdorf und Zustorf, sowie den Weilern Appolding, Hof, Myrth und Pottenau.

Gemeindegebiet von Langenpreising

Geschichte[Bearbeiten]

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Langenpreising

Die frühe Besiedelung des Gemeindegebietes beweist der Fund eines 2500 Jahre alten Steinbeils bei Holzhausen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort Langenpreising im Jahr 767, in der ein Mitglied der Prisonen aus dem sich das Grafengeschlecht der Preysing entwickelte, den Ort Prisinga übergibt. Der Ortsname leitet sich höchstwahrscheinlich vom Namen der Familie Priso ab. Daraus geht hervor das sich der Ort ursprünglich nur Preising nannte, aber bereits im Jahr 1318 wurde der heutige Ortsname Langenpreising erwähnt, um sich vom neuen Burgsitz der Preysinger Altenpreising (Kronwinkl) unterscheiden zu können.

Im Mittelalter war der Hauptgrundherr neben einigen anderen der bayerische Herzog. Durch Schenkung durch Gräfin Bertha von Ebersberg wurde auch das Regensburger Stift Obermünster von Teilen des Ortes Besitz ergriffen. Nach dem Umzug der Grafen von Preysing entstand am Ort ein neuer Edelsitz der ab 1490 Hofmark wurde.

Die Ortschaft Langenpreising war ältester Stammsitz der Grafen von Preysing, die hier seit dem 11. Jahrhundert nachweisbar sind. Im Dreißigjährigen Krieg brach in den Jahren 1632/33 die Pest aus. Im Kurfürstentum Bayern gehörte Langenpreising zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding. Während der Reformen durch Maximilian Graf von Montgelas 1818 entstand die heutige Gemeinde. Der katholische Theologe und Philosoph Martin Deutinger wurde in der Langenpreisinger Schachtenmühle am 24. März 1815 geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde auf dem südlichen Gemeindegebiet der Mittlere-Isar-Kanal gebaut, der während Belastungsversuchen in einer Kurve ausbrach und Langenpreising überschwemmte. Im Zweiten Weltkrieg wurde Langenpreising am 1. Mai durch das 342. US Infantry Regiment befreit. Man stieß dabei auf keinen nennenswerten Widerstand. Ab 1966 bis zur Wahl 2008 war Rudolf Weiß (CSU) 42 Jahre lang der Erste Bürgermeister von Langenpreising.

Religionen[Bearbeiten]

  • Katholische Pfarrgemeinde Langenpreising
  • Evangelische Kirchengemeinde Langenpreising

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohnerzahl
1840 1020
1871 1178
1900 1200
1925 1295
1939 1328
1950 1803
1961 1499
1970 1550
1987 1867
2000 2391

nach der amtlichen Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Langenpreising

Das Wappen der Gemeinde Langenpreising wurde am 21. Dezember 1962 festgelegt: „Gespalten; vorne in Rot eine silberne Zinnenmauer, hinten in Blau 6, in 3 Reihen paarweise gestellte goldene heraldische Lilien.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Blau-Weiß-Rot.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bei der Wahl am 2. März 2008 wurde Peter P. Deimel (FWG) mit 58,8 % im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt. Seine Konkurrenten waren Albert Deutinger (21,4 %) von der CSU und Andreas Steiner (19,8 %) von der SPD.

1. Bürgermeister Peter P. Deimel (FWG)
2. Bürgermeister Andreas Steiner (SPD)
3. Bürgermeister Josef Strasser (FWG)

Gemeinderat[Bearbeiten]

Partei Sitze
CSU 4
FWG 6
SPD 2
FW Zustorf 2
Insgesamt 14

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.093.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 185.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Martin (röm-kath.), Langenpreising, Chor spätgotisch, Langhaus und Westturm von Johann Baptist Lethner 1770
  • Nebenkirche St. Peter (röm-kath.), Langenpreising, Ende 17. Jh.
  • Filialkirche St. Stephan (röm-kath.), Zustorf, Turmunterbau spätromanisch, Kirche von 1510
  • Filialkirche Hl. Kreuzerhöhung (röm-kath.), Hinterholzhausen, erbaut 1753 durch Johann Baptist Lethner

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Langenpreising

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 80 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 34 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 889. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 7 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 92 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1939 Hektar, davon waren 1476 Hektar Ackerfläche und 458 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Langenpreising liegt direkt an der Bundesautobahn 92 München-Deggendorf, sowie an den Staatsstraßen 2085, 2082 und 2331. Über diese Straßen ist auch der Internationale Flughafen von München zu erreichen, zu dessen Einzugsbereich die Gemeinde zählt. Der nächste Bahnhof befindet sich in der Stadt Moosburg an der Bahnstrecke München-Regensburg. Die Buslinien 501 und 502 sowie das Ruftaxi 5010 des MVV (Münchner Verkehrs- und Tarifverbund) führen nach oder durch Langenpreising.

Bildung[Bearbeiten]

  • Gemeindekindergarten „Villa Regenbogen“ Langenpreising[2]
  • Katholischer Pfarrkindergarten Langenpreising[2]
  • Grundschule Langenpreising[2]

Umwelt[Bearbeiten]

  • Kläranlage Langenpreising[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Martin Deutinger (1815–1864), katholischer Theologe und Philosoph
  • Johannes Vollrath (1930-2013), Maler, Grafiker, Bildhauer und Träger des Kulturpreises des Landkreises Erding, lebte in Langenpreising [3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d Gemeinde Langenpreising: Einrichtungen der Gemeinde (Version vom 28. Mai 2010 im Internet Archive)
  3. Kurier Erding zum Tod von Johannes Vollrath

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langenpreising – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien