Biederbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Biederbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Biederbach
Biederbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Biederbach hervorgehoben
48.1944444444448.0202777777778423Koordinaten: 48° 12′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Emmendingen
Höhe: 423 m ü. NHN
Fläche: 31,36 km²
Einwohner: 1720 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79215
Vorwahl: 07682
Kfz-Kennzeichen: EM
Gemeindeschlüssel: 08 3 16 003
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 18
79215 Biederbach
Webpräsenz: www.biederbach.de
Bürgermeister: Josef Ruf
Lage der Gemeinde Biederbach im Landkreis Emmendingen
Frankreich Ortenaukreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Freiburg im Breisgau Schwarzwald-Baar-Kreis Bahlingen am Kaiserstuhl Biederbach Biederbach Biederbach Denzlingen Elzach Emmendingen Endingen am Kaiserstuhl Forchheim (Kaiserstuhl) Freiamt (Schwarzwald) Gutach im Breisgau Herbolzheim Kenzingen Malterdingen Malterdingen Reute (Breisgau) Rheinhausen (Breisgau) Riegel am Kaiserstuhl Sasbach am Kaiserstuhl Sexau Simonswald Teningen Vörstetten Waldkirch Weisweil Winden im Elztal Wyhl am KaiserstuhlKarte
Über dieses Bild

Biederbach ist eine Gemeinde im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten]

Die Streusiedlungsgemeinde Biederbach liegt im Tal des südsüdostwärts laufenden Baches Biederbach und seiner Zuflüsse, der am Westrand der benachbarten Stadt Elzach in die Elz mündet. Das Haupttal beginnt auf Höhen um 660 m ü. NN etwa zweieinhalb Kilometer nordöstlich des Hünersedels (744 m ü. NN) bei Schuttertal-Schweighausen und das Gemeindegebiet endet darin im Süden nur etwas über einen Kilometer vor der Mündung des Baches auf wenig über 350 m ü. NN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemarkung von Biederbach setzt sich aus zahlreichen Einzelhöfen und Kleinsiedlungen zusammen. Als Ortszentren können der Ortsteil Dorf im Süden der Gemarkung und der im Obertal gelegene Ortsteil Kirchhöfe mit der Pfarrkirche bezeichnet werden. Insgesamt liegen im Gemeindegebiet 38 Dörfer, Weiler, Zinken, Einzelgehöfte und Einzelhäuser. Im Gemeindegebiet Biederbachs lagen die abgegangenen (oder umbenannten) Ortschaften Knechtmannshof, Rüttershof, Stehelinshof.[2]

Als nennenswerte Siedlungen folgen im Haupttal Untertal, Tannhöf, Kirchhöfe, Obertal und Höhenhäuser aufeinander. In den westlichen Seitentälern liegen die Siedlungen Dorf, Hintertal und Uhlsbach, in den östlichen Seitentälern sind es die Ortsteile von Finsterbach, Hölzberg und Brühl. Illenberg, Knebis, Selbig, Mersberg, Neudorf und Schlegelsberg zeigen sich auf den Höhenlagen der Gemarkung. Noch weiter außerhalb liegen die Ortsteile Bachere und Frischnau.

Siehe auch → Liste der Orte im Landkreis Emmendingen


Geschichte[Bearbeiten]

Biederbach wird erstmals 1324 urkundlich erwähnt. Ursprünglich gehörte der Ort zur Herrschaft Schwarzenberg und kam mit dem gesamten Breisgau zu Österreich. Die Habsburger verkauften den Ort 1697 an die Herren von Wittenbach. Aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses und der damit verbundenen Mediatisierung geriet Biederbach unter die Herrschaft Badens. Dort gehörte es zunächst zum Bezirksamt Elzach. Die Neugliederung 1819 führte zur Zugehörigkeit zum Amtsbezirk Waldkirch. Zwischen 1847 und 1896 wanderten zahlreiche Jungbauern aufgrund der fehlenden Existenzmöglichkeiten aus, vorzugsweise in die Vereinigten Staaten von Nordamerika.

1861 und in den 1920er Jahren beantragten die Bewohner der Oberbiederbacher Siedlungen jeweils die Trennung der Gemeinde in Ober- und Unterbiederbach. Beide Male scheiterte der Antrag jedoch. Als 1936 in Baden Landkreise eingeführt wurden, wurde Biederbach dem Landkreis Emmendingen zugeordnet, dem es auch heute noch angehört. Seit der Bildung Baden-Württembergs im Jahr 1952 gehört der Ort zum neuen Südweststaat.


Einwohnerentwicklung
Jahr 1813 1939 1979 2005
Einwohner 1652 1424 1474 1743

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wurden bei einer Wahlbeteiligung von 57,6 % (vorige Wahl: 58,4 %) zehn parteiunabhängige Gemeinderäte, zwei Frauen und acht Männer, gewählt. Außerdem gehört dem Gremium als Vorsitzender mit Stimmrecht der unabhängig gewählte Bürgermeister an.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde lässt einen Teil seiner Verwaltungsaufgaben erledigen durch den Gemeindeverwaltungsverband Elzach mit Sitz in Elzach, zu dem auch die Stadt Elzach und die Gemeinde Winden im Elztal gehören.

Bildung[Bearbeiten]

Biederbach verfügt über eine Grundschule mit etwa 70 Schülern (2009/10). Noch nicht schulpflichtige Kinder können den Kindergarten St. Martin der katholischen Kirchengemeinde besuchen. Eine kommunale Kleinkindbetreuung ergänzt das öffentliche Erziehungs- und Bildungsangebot.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Biederbach kreuzen sich zwei Fernwanderwege des Schwarzwaldvereins, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen, der Kandelhöhenweg und der Schwarzwald-Querweg Rottweil-Lahr.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 212–213

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Biederbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien