Malterdingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Malterdingen
Malterdingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Malterdingen hervorgehoben
48.1613888888897.7944444444444192Koordinaten: 48° 10′ N, 7° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Emmendingen
Höhe: 192 m ü. NHN
Fläche: 11,14 km²
Einwohner: 3006 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79364
Vorwahl: 07644
Kfz-Kennzeichen: EM
Gemeindeschlüssel: 08 3 16 024
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 18
79364 Malterdingen
Webpräsenz: www.malterdingen.de
Bürgermeister: Hartwig Bußhardt (SPD)
Lage der Gemeinde Malterdingen im Landkreis Emmendingen
Frankreich Ortenaukreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Freiburg im Breisgau Schwarzwald-Baar-Kreis Bahlingen am Kaiserstuhl Biederbach Biederbach Biederbach Denzlingen Elzach Emmendingen Endingen am Kaiserstuhl Forchheim (Kaiserstuhl) Freiamt (Schwarzwald) Gutach im Breisgau Herbolzheim Kenzingen Malterdingen Malterdingen Reute (Breisgau) Rheinhausen (Breisgau) Riegel am Kaiserstuhl Sasbach am Kaiserstuhl Sexau Simonswald Teningen Vörstetten Waldkirch Weisweil Winden im Elztal Wyhl am KaiserstuhlKarte
Über dieses Bild

Malterdingen ist eine deutsche Gemeinde im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Dorf Malterdingen liegt in der Oberrheinebene im nördlichen Breisgau zwischen den Ausläufern des Kaiserstuhls und des Schwarzwalds. Die Kreisstadt Emmendingen ist etwa 10 km südlich, die Stadt Freiburg im Breisgau 20 km südlich gelegen.


Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Malterdingen grenzt von Norden beginnend im Uhrzeigersinn an die Kenzinger Ortsteile Hecklingen und Bombach, Freiamt (nur die Exklave Schlüpfinger Hof), den Emmendinger Stadtteil Mundingen (nur die Exklave Schlüpfinger Hof), die Teninger Ortsteile Heimbach und Köndringen sowie Riegel.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Malterdingen gehören das Dorf Malterdingen, das Gehöft Schlüpfingerhof (nichtstaatliche Exklave) und der Wohnplatz Bahnstation Riegel-Malterdingen. Im Gemeindegebiet liegen die abgegangenen Ortschaften Brunnen und Stechelkilchel.[2]

Luftbild von Malterdingen

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Schenkungsurkunde von Kaiser Heinrich II. aus dem Jahr 1016 in der Malterdingen erstmals erwähnt wird, gilt zwischenzeitlich als Fälschung, wenn auch der darin angesprochene Gebietstausch vom 6. Juni 1004 korrekt ist. Es gibt aber Spuren, die auf eine weit frühere Besiedlung hinweisen. Um 1864 entdeckte man im Wald Grabhügel aus der ersten Eisenzeit zwischen 1000 und 500 v. Chr. Im Mittelalter zählte der Ort zu den erfolgreichen Gemeinden der Markgrafschaft Baden-Hachberg und erlangte eine relativ große wirtschaftliche Bedeutung. 1418 bekam der Ort von Markgraf Bernhard I. das Marktrecht verliehen. Malterdingen besaß auch das Salzrecht und das Recht der "Metzig". Der Salzbrunnen nahe dem Rathaus bezieht seinen Namen hieraus. Zahlreiche renovierte Gebäude aus dem Mittelalter prägen heute noch die geschlossene Bebauung im alten Ortskern.[3]

Der Weinbau in Malterdingen wurde wesentlich von Zisterziensermönchen beeinflusst, die bereits im 13. Jahrhundert in Malterdingen Grundbesitz hatten und ein Hofgut betrieben. Das Gebiet, auf dem ein Teil des Weinguts des VDP-Mitglieds Bernhard Huber liegt, heißt heute noch Mönchhofmatten.

siehe auch Burg Malterdingen

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 53,4 % (– 2,2) zu folgendem Ergebnis:[4]

FWG 5 Sitze + 1
BVM* 4 Sitze ± 0
SPD 2 Sitze ± 0
CDU 1 Sitz - 1

  *Bürgervereinigung Malterdingen

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet: „In gespaltenem Schild vorn in Gold ein roter Schrägbalken, hinten in Schwarz ein Rebmesser mit blauer Schneide und schwarzem Griff.“[5]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Mit der französischen Gemeinde Lentilly im Kanton l'Arbresle im Département Rhône verbindet Malterdingen eine Städtepartnerschaft.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Malterdingen ist durch die B3, die direkt am Ort vorbeiführt, sowie durch die A5 mit der Anschlussstelle Riegel (2 km westlich) an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Der Bahnhof Riegel-Malterdingen liegt 2 km vom Ortskern entfernt an der westlichen Gemarkungsgrenze an der Rheintalbahn, Abschnitt Offenburg – Freiburg. Die nächsten ICE-Halte sind in Freiburg (25 km südlich) und Offenburg (45 km nördlich).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Torhaus im Fachwerkstil, eines der Wahrzeichen Malterdingens, erinnert an die einstige Ummauerung des Marktfleckens Malterdingen.

Die Jakobskirche ist unterschiedlichen Baustilen zuzuordnen. Chor und Seitenkapellen können in ihrer heutigen Form auf das Jahr 1517 datiert werden. Der geostete Turm wurde 1828 unter der Planung von Gottlieb Lumpp umgebaut und hat seitdem den typischen Pyramidendachstuhl im Weinbrennerstil.[6] Mit einer Höhe von 43,5m ist der Turm das höchste Gebäude von Malterdingen.

Sport[Bearbeiten]

  • Die Fußballmannschaft SV Malterdingen spielt als SG Hecklingen-Malterdingen in der Kreisliga A.
  • International erfolgreich sind auch die Malterdinger Indiaca-Mannschaften.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Malterdingen ist seit 1991 Austragungsort des jährlich im August stattfindenden Breisgau Triathlons – ein Triathlon über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 21 km Laufen).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Hans Fischer, Lehrer, ehemaliger Gemeinderat (1975-2011) und seit 1982 ehrenamtlicher Naturschutzwart der Gemeinde[7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Malterdingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 224–225
  3. Gemeinde Malterdingen, abgerufen am 12. Februar 2013
  4. Bekanntmachung der Gemeinde Malterdingen vom 26. Mai 2014
  5. Gemeinde Malterdingen, abgerufen am 12. Februar 2013
  6. Jakobskirche auf der Webseite der Kirchengemeinde Malterdingen, abgerufen am 5. Februar 2013
  7. Badische Zeitung vom 26. Oktober 2011, abgerufen am 5. Februar 2013