Waldkirch

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Waldkirch (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Waldkirch
Waldkirch
Deutschlandkarte, Position der Stadt Waldkirch hervorgehoben
48.0938888888897.9608333333333274Koordinaten: 48° 6′ N, 7° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Emmendingen
Höhe: 274 m ü. NHN
Fläche: 48,47 km²
Einwohner: 21.048 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 434 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79183
Vorwahl: 07681
Kfz-Kennzeichen: EM
Gemeindeschlüssel: 08 3 16 056
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1–5
79183 Waldkirch
Webpräsenz: www.stadt-waldkirch.de
Oberbürgermeister: Richard Leibinger (SPD)
Lage der Stadt Waldkirch im Landkreis Emmendingen
Frankreich Ortenaukreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Freiburg im Breisgau Schwarzwald-Baar-Kreis Bahlingen am Kaiserstuhl Biederbach Biederbach Biederbach Denzlingen Elzach Emmendingen Endingen am Kaiserstuhl Forchheim (Kaiserstuhl) Freiamt (Schwarzwald) Gutach im Breisgau Herbolzheim Kenzingen Malterdingen Malterdingen Reute (Breisgau) Rheinhausen (Breisgau) Riegel am Kaiserstuhl Sasbach am Kaiserstuhl Sexau Simonswald Teningen Vörstetten Waldkirch Weisweil Winden im Elztal Wyhl am KaiserstuhlKarte
Über dieses Bild
Waldkirch aus der Sicht der Kastelburg im Frühling…

Waldkirch ist eine Große Kreisstadt im Breisgau in Baden-Württemberg, sie liegt etwa 10 km östlich von Emmendingen und etwa 16 km nordöstlich von Freiburg im Breisgau.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Elz, im südwestlichen Teil des Schwarzwaldes. Die Nachbargemeinden im Elztal taleinwärts sind Gutach im Breisgau, Winden im Elztal und Elzach. Talauswärts grenzt Waldkirch an Denzlingen und Sexau. Waldkirch liegt direkt am Fuße des 1241 Meter hohen Kandels.

Bedingt durch die Lage im Oberrheingraben kommt es gelegentlich zu kleineren Erdbeben. Das letzte größere Beben mit einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala ereignete sich am 5. Dezember 2004, das Epizentrum lag unter dem Kandelmassiv.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt Waldkirch gehören die Stadtteile Buchholz, Kollnau, Siensbach einschließlich des Siensbacher Weges, Suggental sowie Waldkirch. Die räumlichen Grenzen der Stadtteile sind identisch mit den Grenzen der ehemaligen Gemeinde gleichen Namens. Mit Ausnahme des Stadtteils Waldkirch erfolgt die offizielle Benennung der Stadtteile durch den vorangestellten Namen der Stadt und, mit Bindestrich verbunden und nachgestellt, den Namen des jeweiligen Stadtteils. Die Stadtteile Buchholz, Kollnau, Siensbach einschließlich des Siensbacher Weges sowie Suggental sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzenden eingerichtet. In den Ortschaften befinden sich jeweils Verwaltungsstellen mit der Bezeichnung „Stadt Waldkirch - Ortsverwaltung…“.[2]

Zum Stadtteil Buchholz gehören das Dorf Buchholz und der Weiler Batzenhäusle. Zum Stadtteil Kollnau gehören das gleichnamige Dorf sowie die Höfe Harnischwald, Kohlenbach und Übental. Zum Stadtteil Siensbach einschließlich des Siensbacher Weges gehören die Weiler Obertal (Dobel), Untertal und Zinken, die Höfe Biehl und Mühletal sowie die Wohnplätze Beim Rechen und Eichbühl. Zum Stadtteil Waldkirch gehören die gleichnamige Stadt, der Weiler Heimeck, die Höfe Dettenbach, Eschbach, Petershöfe und Wegelbach sowie die Wohnplätze Altersbach, Forstsiedlung und Kandelrasthaus. Im Stadtteil Waldkirch lagen die in Waldkirch aufgegangene Ortschaft Stahlhof, die bis 1936 mit den Ortsteilen Dettenbach, Heimeck, Petershöfe und Wegelbach eine eigene Gemarkung bildete, und die abgegangenen Burgen Kastelburg, Kyffelburg und Schwarzenburg sowie das gleichfalls abgegangene Wasserschloss Küchlinsburg und die abgegangene Ortschaft Weiler.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten Quellen Waldkirchs beziehen sich auf die Gründung des Frauenklosters St. Margarethen durch den schwäbischen Herzog Burchard II. im Jahr 918. Die Ansiedlung stand später unter dem Schutz der Schwarzenberger, die die Kastelburg und Schwarzenburg erbauten sowie die Ansiedlung im 13. Jahrhundert mit einer Stadtmauer befestigten.

Am 8. August 1300 erhielt Waldkirch von den Schwarzenberger Vögten das Stadtrecht verliehen. Nach dem Aussterben der Schwarzenberger fiel Waldkirch an Baden-Hachberg und wurde 1577 an Erzherzog Ferdinand von Österreich verkauft. Bis 1805 war Waldkirch vorderösterreichische Amtsstadt. Dann fiel es an das Großherzogtum Baden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, den die Stadt unbeschädigt überstand, war Waldkirch Teil des Bundeslandes (Süd-)Baden und gelangte 1952 zu Baden-Württemberg. Die heutige Stadt wurde am 1. Januar 1975 durch Vereinigung der Stadt Waldkirch und der Gemeinden Buchholz und Kollnau unter dem Namen Waldkirch-Kollnau neu gebildet und am selben Tag in Waldkirch umbenannt. Bereits am 1. Juli 1971 wurde die Gemeinde Suggental und am 1. Januar 1973 die Gemeinde Siensbach nach Waldkirch eingemeindet. Zum 1. Januar 2009 wurde Waldkirch zur Großen Kreisstadt erhoben.

Politik[Bearbeiten]

…und im Winter, im Hintergrund sieht man den Kandel
Die Kirche St. Margarethen (1732-34)

Gemeinderat[Bearbeiten]

Bis zur Gemeinderatswahl 2004 galt die Unechte Teilortswahl, das Gemeindegebiet war entsprechend in Wohnbezirke gegliedert.

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung [4] (im Vergleich zu 2004):

CDU 35,76 % −4,0 9 Sitze −3
Freie Wähler 26,43 % +7,0 7 Sitze +2
SPD 22,39 % −4,6 6 Sitze −2
DOL¹ 15,43 % +2,7 4 Sitze +1

¹ Die Offene Liste

Bürgermeister und Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt (2009) trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister.

  • 1775–1803: Benedikt Pfeifer[5]
  • 1803–1817: Mathias Ringwald[6]
  • 1817–1835: Johann Reisky
  • 1835–1836: P. Brand
  • 1836–1842: Mathias Fehrenbach
  • 1842–1845: Georg Ehrhard
  • 1845–1861: Heinrich Hoch
  • 1861–1866: Josef Joerger
  • 1866–1876: Heinrich Weiß
  • 1876–1879: Adolf Joerger
  • 1879: Christian Weber (20 Tage)
  • 1880–1887: Xaver Weiß
  • 1887–1897: Johann Seufert
  • 1897–1919: Albert Schill
  • 1919–1933: Carl Eberle, Zentrum
  • 1933–1945: Max Kellmayer, NSDAP
  • 1945 (25.4.-18.7.): Stanislaus Göppert[7]
  • 1945 (18.7.-22.9.): Carl Eberle, Zentrum
  • 1945 (22.9.-18.10.): Georg Schindler
  • 1945 (18.10.-27.11.): Georg Scholz
  • 1945–1946 (4.2.): Max Kahle, SPD
  • 1946–1947 (22.3.): Otto Mutschler, BCSV
  • 1947 (23.3.-25.4.): Ernst Oschwald, SPD
  • 1947–1948: Adolf Wolfsperger, BCSV
  • 1948–1970: Ernst Prestel, CDU
  • 1970–1983: Hugo Eisele, CDU
  • seit 1983: Richard Leibinger, SPD

Am 11. März 2007 wurde Richard Leibinger für eine weitere (vierte) Amtszeit von acht Jahren wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung[Bearbeiten]

Seit 1976 das gültige Wappen

Das Wappen von Waldkirch ist ein sprechendes Wappen. Es zeigt in Blau einen schwarzen Sechsberg, auf dem in Silber eine Kirche mit rotem Dach und goldenem Kreuz steht. Umrahmt wird diese Anordnung auf der rechten Flanke von einem silbernen Lindenzweig und auf der linken Flanke von einem silbernen Eichenzweig. Die Kirche zwischen Linden- und Eichenzweig versinnbildlicht den Stadtnamen. Der Sechsberg stammt aus dem Wappen der Herren von Schwarzenberg. Das Wappen basiert auf dem ältesten bekannten Siegel aus dem 13. Jahrhundert und wurde der Stadt am 5. Mai 1976 verliehen.

Altes Wappen[Bearbeiten]

Waldkirch altes Wappen

Zwischen 1634 und 1976 verwendete die Stadt ein Wappen ohne den Sechsberg. Von Blau und Grün geteilt, auf der Hauptstelle eine Doppelturmkirche, rechts und links gesäumt von zwei silbernen Bäumen. Im Schildfuß sind drei weitere silberne Bäume dargestellt.

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Waldkirch besitzt ein lange industrielle und handwerkliche Vergangenheit. Die Tradition der Edelsteinschleiferei reicht bis ins Mittelalter zurück und wird heute noch von der Firma Wintermantel vertreten. Der Waldkircher Orgelbau, 1799 von Matthias Martin begründet, wurde im 19. Jahrhundert auf den Drehorgel- und Musikautomatbau ausgeweitet und genoss Weltruf bis in die 1920er Jahre. Der Orgelbau wird heute von der Firma Jäger & Brommer sowie Paul Fleck Söhne, Achim Schneider und Wolfram Stützle weiter geführt. Während der industriellen Revolution war Waldkirch – wie das gesamte Elztal – ein bekannter Standort für die Textilindustrie. Von dieser ist heute allerdings nur wenig übrig geblieben, vor allem die Firma Gütermann im benachbarten Gutach. Stark gewachsen ist dagegen nach dem Zweiten Weltkrieg die optische und elektrotechnische Industrie, vertreten durch die Firma Sick, sowie die Papierverarbeitung, vertreten durch die August Faller KG.

Im Ortsteil Buchholz wird seit 1877 erfolgreich Wein angebaut, Buchholz ist ebenso für den Anbau von Obst und Beerenfrüchten überregional bekannt. Im Ortsteil Suggental waren im Mittelalter mehrere Silberbergwerke in Betrieb (Silberbergwerk Suggental). Teile der Gruben wurden durch die Bergbauforschungsgruppe Suggental wieder freigelegt und können nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

Auch der Fremdenverkehr ist ein relevanter Wirtschaftszweig. Waldkirch liegt an der Deutschen Uhrenstraße.

Wintersportler kommen an der Liften auf dem Hausberg Kandel (Berg) auf ihre Kosten. Besonders anspruchsvoll ist hier die Teiltalabfahrt "Nordhang".

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Waldkirch

Waldkirch liegt an der Bundesstraße 294 (BrettenFreiburg im Breisgau), die die Stadt südlich im Hugenwaldtunnel umführt. Am nordöstlichen Stadtrand beginnt die Kandelstraße, die seit den frühen 30er-Jahren die Stadt mit dem Kandel verbindet und in den 50er-Jahren nach St. Peter weitergeführt wurde.

Mit dem Bahnhof Waldkirch ist die Stadt über die von der Breisgau-S-Bahn bediente Elztalbahn (Freiburg im BreisgauElzach) im Halbstundentakt zu erreichen. Außerdem besitzt Waldkirch zwei Stadtbuslinien der SBG. Der nächste Haltepunkt des Fernverkehrs ist Freiburg im Breisgau. Waldkirch gehört dem Regio-Verkehrsverbund Freiburg an.

Die nächsten internationalen Flughäfen sind Basel, Zürich, Stuttgart, Baden-Baden und Straßburg.

Hauptsitz der Sick AG

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Einige Waldkircher Unternehmen sind weit über den lokalen und regionalen Rahmen hinaus bekannt, einige sind weltweit tätig oder sogar Weltmarktführer auf ihrem Gebiet.

Den Orgelbau betreiben in Waldkirch noch die Firmen Paul Fleck Söhne, Jäger & Brommer, Achim Schneider und Wolfram Stützle.

Mack Rides ist ein seit 1780 in Waldkirch bestehende Familienunternehmen, das heute einer der führenden Hersteller von Freizeitparkattraktionen ist. Aus dem damaligen Ausstellungspark ist der heutige Europa-Park in Rust hervorgegangen.

Die in Waldkirch ansässige Sick AG stellt Sensorik und optische Geräte für die Industrie her und beschäftigt weltweit rund 6300 Mitarbeiter.

Das ortsansässige Unternehmen Ganter Interior ist als inhabergeführtes Familienunternehmen im Bereich Laden- und Innenausbau weltweit tätig.

Die August Faller KG ist ein 1882 gegründetes Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waldkirch. Es gehört im deutschsprachigen Raum zu den Marktführern für pharmazeutische Sekundärpackmittel.

Gerichte und Behörden[Bearbeiten]

In Waldkirch gibt es ein Amtsgericht Waldkirch, das zum Landgerichtsbezirk Freiburg im Breisgau und zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehört, sowie ein Notariat, das für die Gemeinden des Elztals zuständig ist. Das ehemalige Gerichtsgefängnis neben dem Amtsgericht fungierte als Außenstelle der JVA Freiburg. Hier waren Häftlinge untergebracht, die sich im offenen Vollzug befanden. Nach dessen Schließung wird es als Bürokomplex genutzt. Die Stadt war bis 2007 auch Sitz des Dekanats Waldkirch des Erzbistums Freiburg.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Neben dem Geschwister-Scholl-Gymnasium bestehen in Waldkirch die Realschule Kollnau, die Grundschule Schwarzenbergschule, die Grund- und Hauptschule Kastelbergschule, die Grund- und Hauptschule Buchholz, die Grund- und Hauptschule Kollnau, die Förderschule für Lernbehinderte, die Staatliche Schule für Sehbehinderte St. Michael und das Berufliche Schulzentrum Waldkirch. Eine weitere wichtige Bildungseinrichtung ist die Städtische Musikschule. In privater Trägerschaft gibt es außerdem die Freie Schule Elztal. Außerdem verfügt die Stadt über eine Ganztagesgrund- und Hauptschule sowie ein Kinderhaus, alles unter einem Dach, der Kastelbergschule. Somit können dort Kinder von 0 bis 16 Jahren betreut werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Waldkirch liegt an der Deutschen Uhrenstraße, die an vielen Ausstellungsorten historischer Uhren und Uhrenfabriken vorbeiführt.

Die Stadt ist Mitglied der Cittàslow, einer 1999 in Italien gegründeten Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten.

Aktion Jugend Zentrum (kurz AJZ) Waldkirch e. V., seit 1977 bemühen sich hier junge Menschen aus Waldkirch, unabhängig von der städtischen Sozialarbeit, um ein kulturell anspruchsvolles Programm.[8]

Die unter Denkmalschutz stehende Edelsteinschleiferei Wintermantel ist eine der größten und ältesten im Original erhaltenen und noch in Betrieb befindlichen handwerklichen Edelsteinschleifereien in Deutschland, letzte verbliebene Vertreterin einer bedeutenden Handwerkstradition im Breisgau.

Der Schwarzwaldzoo in direkter Nachbarschaft der Freizeitanlagen des Stadtrainsees ist eine Attraktion für Kinder und Familien.

Das mittelalterliche Silberbergwerk Suggental bietet nach Vereinbarung Führungen an.

Bauwerke[Bearbeiten]

Häuserzeile unterhalb der Kastelburg
  • Die Stadtkapelle Unserer lieben Frau ist das wohl älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt. Der Bau geht auf das Jahr 1336 zurück und wurde von den Bürgern der Stadt errichtet, um zum Gottesdienst nicht in die damals außerhalb der Stadtmauern gelegene „Leutkirche“ St. Walburga gehen zu müssen, was im Winter beschwerlich und in Kriegszeiten auch gefährlich war.
Die Kapelle wurde 1931 umgebaut und um den Chor erweitert, in welchem der barocke Hochaltar aufgestellt ist. Die Seitenfiguren dieses Altars werden Christian Wentzinger zugeschrieben.
In der Kirche befinden sich Kreuzwegbilder, die im Jahr 1938 von Georg Scholz geschaffen wurden, der nach Ende des Zweiten Weltkriegs kurz auch Bürgermeister der Stadt war, bevor er verstarb. Die Orgel wurde 1894 von der Orgelbauerwerkstatt Anton Kiene aus Waldkirch erbaut und ersetzte ein Instrument aus dem Jahr 1844.
  • Die katholische Stadtkirche St. Margarethen (ehemalige Stiftskirche des gleichnamigen Klosters) wurde 1732–1734 von Peter Thumb erbaut.
  • Marktplatz mit historischer Bebauung
  • Ruine der Kastelburg
  • Ruine der Schwarzenburg
  • Baumkronenweg

Museen[Bearbeiten]

In dem im barocken ehemaligen Propsteigebäude untergebrachten Elztalmuseum, Kirchplatz 14, werden neben regionaler Volkskunst und historischen Dokumenten bedeutende Beispiele des Waldkircher Drehorgel- und Musikautomatenbaus ausgestellt. Letztere zeigt auch der Orgelbauersaal, Am Gewerbekanal 1, der von der Waldkircher Orgelstiftung betrieben wird.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Alle drei Jahre findet das Waldkircher Orgelfest statt. Im selben Intervall findet im Juli das historische Marktplatzfest in Waldkirch statt.

Außerdem wird in Waldkirch die Tradition der schwäbisch-alemannischen Fastnacht gepflegt. Die Narrenzunft "Krakeelia" Waldkirch zählt zu den ältesten der Region. Am „Schmutzige Dunschdig“ (Schmutziger Donnerstag) findet traditionell die Fasnetseröffnung mit anschließendem Hemdglunkerumzug statt. Zwei Tage später am Fastnachtssamstag findet der Hexensabbat der Kandelhexen statt. Weiterhin findet am Fastnachtssonntag der Fasnets-Umzug durch die Stadt statt. Am Rosenmontag gibt es die traditionelle Elfimess für Männer. Zu den Bräuchen der Fasnet in Waldkirch gehört zudem das „Kläppere“, bei dem mit zwei "Kläpperli" durch rhythmisches Aneinanderschlagen Musik gemacht wird.

Regelmäßige Kulturveranstaltungen im AJZ Waldkirch e. V. sowie beim kommunalen Kino der "Klappe 11".

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bekannte Bürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waldkirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Stadt Waldkirch vom 25. Mai 2011 (PDF; 89 kB)
  3.  Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Regierungsbezirk Freiburg. In: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Bd. IV, Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2, S. 247–252.
  4. Internetseite der Stadt Waldkirch. 
  5. Bürgermeister 1775 - 1919 nach Max Wetzel, Waldkirch im Elztal, Freiburg 1912, S. 643
  6. nach Katholisches Kirchenbuch Waldkirch, als Zeuge der Beerdigung am 9. März 1810
  7. Bürgermeister 1945 - 1948 nach Wolfram Wette, Politik im Elztal, Waldkirch 1990, ISBN 3-87885-228-2, S. 166-178
  8. AJZ Waldkirch e. V.
  9. Ernst Jünger (Hrsg.): Die Unvergessenen, Moser-Verlag, München 1928, S. 251-259