Breitenbach am Inn

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Breitenbach am Inn
Wappen von Breitenbach am Inn
Breitenbach am Inn (Österreich)
Breitenbach am Inn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 37,99 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 11° 58′ O47.47888888888911.973333333333510Koordinaten: 47° 28′ 44″ N, 11° 58′ 24″ O
Höhe: 510 m ü. A.
Einwohner: 3.352 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6252
Vorwahl: 05338
Gemeindekennziffer: 7 05 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 94
6252 Breitenbach am Inn
Website: www.breitenbach.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Ing. Alois Margreiter (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
9 ÖVP-Bürgermeisterliste (ÖVP)

2 Parteiunabhängige Breitenbacher (PUB9)
2 Aktiv für Breitenbach-SPÖ (SPÖ)
2 Junge Breitenbacher (JB)

Lage der Gemeinde Breitenbach am Inn im Bezirk Kufstein
Alpbach Angath Angerberg Bad Häring Brandenberg Breitenbach am Inn Brixlegg Ebbs Ellmau Erl Kirchbichl Kramsach Kufstein Kundl Langkampfen Mariastein Münster Niederndorf Niederndorferberg Radfeld Rattenberg Reith im Alpbachtal Rettenschöss Scheffau am Wilden Kaiser Schwoich Söll Thiersee Walchsee Wildschönau Wörgl Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Breitenbach am Inn im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Breitenbach am Inn ist eine Gemeinde mit 3352 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Kufstein, Tirol, Österreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg. Mit 37,99 km² ist sie flächenmäßig eine der größten Gemeinden des Bezirkes.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Breitenbach am Inn (2024)
  • Haus (396)
  • Kleinsöll (504)
  • Schönau (398)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Breitenbach.

Neue Ortsteilbeschilderung beim Kreisverkehr

Die Gemeinde Breitenbach besteht in ihren Grenzen etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts und zeichnet sich neben dem Hauptort Breitenbach durch die weite Streulage ihrer Weiler aus. Sie besteht aus den Ortsteilen Dorf, Kleinsöll, Schönau, Glatzham und Haus. 2006 wurden die Ortsteile und Hausnummern neu vergeben.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angerberg, Brandenberg, Kramsach, Kundl, Radfeld, Thiersee, Wörgl

Geschichte[Bearbeiten]

Kurz vor 800 n. Chr. wurde Breitenbach bereits als Mensalpfarre für die Mönchzelle in Kufstein erwähnt, die Pfarrkirche St. Petrus gehört zu den ältesten Kirchen des Tiroler Unterlands. Breitenbach zählt mit Angath und Langkampfen zu den drei freisingischen Urpfarren auf Tiroler Boden. Urkundlich tritt Breitenbach relativ spät, erstmals 1157 als Tafelpfarre des Kanonikerstiftes St. Andrä in Freising auf. Die ursprünglichen Grenzen der Ur- und Mutterpfarre Breitenbach umfassten die Gebiete der Pfarren Brandenberg, Steinberg, Mariatal, Voldöpp und Mosen (Kramsach), die alle erst 1891 endgültig aus diesem Verband ausgeschieden sind.

Von 739 bis 1818 bildete der Inn von der Mündung des Habachs (zwischen Münster und Kramsach) bis Kufstein die Grenze zwischen dem Gebiet der Erzdiözese Salzburg am rechten und jenem von Freising am linken Ufer des Flusses. Mit der kirchlichen Gebietseinteilung ging die weltliche einher und durch über 900 Jahre, von der bayerischen Landnahme bis zum Jahre 1504, teilte Breitenbach die Geschicke mit dem Herzogtum Bayern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1869 bis 1910

  • 1869: 1050
  • 1880: 1068
  • 1890: 1052
  • 1900: 1046
  • 1910: 1176

1923 bis 1961

  • 1923: 1211
  • 1934: 1381
  • 1939: 1402
  • 1951: 1573
  • 1961: 1699

1971 bis 2013

  • 1971: 2048
  • 1981: 2393
  • 1991: 2663
  • 2001: 3150
  • 2013: 3330[2]

Wappen[Bearbeiten]

Dreidimensionales Wappen im Kreisverkehr beim Ortseingang, im Hintergrund das Gasthaus „Schopper“
Pfarrkirche St. Petrus

Mit Beschluss der Tiroler Landesregierung vom 23. Juli 1963 wurde der Gemeinde Breitenbach das heutige Gemeindewappen verliehen.
Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Im schwarzen Feld ein silberner Querfluss mit einem nach rechts aufsteigenden, wechselfarbigen, silber-schwarzen Fisch. Der silberne Querfluss weist auf den durch das Dorf rinnenden Bach hin, der für die Namensgebung der Gemeinde bestimmend und durch seinen Fischreichtum für diese auch immer von Bedeutung war.“

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ursprünglich war Breitenbach ein reines Bauerndorf, das sich größtenteils selbst versorgte. Was man brauchte und nicht in der näheren Umgebung erhältlich war, wurde mit Schiffen auf dem Inn angeliefert. Dass es in Breitenbach auch eine  Schopperstätte (Reparaturwerkstätte für Innschiffe) gab, beweist heute noch der Name „Schopper“wirt. In den Jahren um 1860 veranlasste die auf der Südseite des Inns entstandene Eisenbahn eine enorme wirtschaftliche Entwicklung, von der Breitenbach wegen des Fehlens einer Brücke zunächst ausgeschlossen war. Wollte man von Breitenbach auf die andere Innseite nach Kundl gelangen, so gab es nur eine „Überfuhr“ (Fähre). 1894 führte der Gemeinderat Verhandlungen zum Bau einer Brücke und bereits 1896 wurde diese eröffnet.

Bildung[Bearbeiten]

Früher gab es in der Gemeinde drei Volksschulen, heute nur mehr zwei und eine Neue Mittelschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Breitenbach am Inn

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Statistik Austria, abgerufen am 21. Dezember 2013