Blumenthal (Bremen)
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| Stadtteil von Bremen Blumenthal |
||
|---|---|---|
| Basisdaten | Rang | |
| Fläche: | 22,62 km² | 5/23 |
| Einwohner: | 32.558 | 9/23 |
| Bevölkerungsdichte: | 1.439 Einwohner je km² | 15/23 |
| Ausländeranteil: | 11,8 % | 11/23 |
| Arbeitslosenquote: | 24,8 % | 3/23 |
| (Stand der Angaben: 30. Juni 2005) | ||
| Koordinaten: | 53° 12′ N, 8° 34′ OKoordinaten: 53° 11′ 40″ N, 8° 34′ 0″ O | |
| Ortsteile: | Blumenthal Lüssum-Bockhorn Rönnebeck Farge Rekum |
|
| Stadtbezirk: | Nord | |
| Ortsamt: | Blumenthal | |
Blumenthal ist ein Stadtteil von Bremen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie und Ortsteile
Blumenthal liegt an der Weser im äußersten Nordwesten der Stadt Bremen. Blumenthal gehört zum Kultur- und Wirtschaftsraum Bremen-Nord. An den Stadtteil Blumenthal grenzen im Südosten der Stadtteil Vegesack und im Norden die niedersächsische Gemeinde Schwanewede. Am gegenüberliegenden Weserufer liegt die Gemeinde Berne.
Zum Stadtteil Blumenthal gehören die Ortsteile: Blumenthal, Lüssum-Bockhorn, Rönnebeck, Farge-Rekum
[Bearbeiten] Ortsteil Blumenthal
Der gleichnamige Ortsteil im Stadtteil Blumenthal hat eine Fläche von 405 ha und 9.818 Einwohner (Stand 31. Dezember 2004)
- Chronik und Sehenswürdigkeiten
Siehe bei Kapitel Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Kultur´, Freizeit, Sport
- BSV - Blumenthaler Sportverein
- BTV - Blumenthaler Turnverein
- DJK Blumenthal - Fußballverein
- Leichtathletik Gemeinschaft Bremen-Nord
- FTB - Freie Turner Blumenthal
- Wassersportverein Blumenthal e. V.
- Musikzug Fanfarenzug Hansa Bremen
[Bearbeiten] Farge-Rekum
Farge-Rekum hat eine Fläche von 1.105 ha und um 2005 rund 5.500 Einwohner.
- Chronik
Rekum wurde schon im 12. Jahrhundert erwähnt. Es hatte um 1400 eine Mühle am Weserübergang. Es gehörte zuerst zum Kirchspiel Neuenkirchen, ab 1604 zum Kirchspiel Blomendal. 1955 entstand in Rekum eine eigene Kirche
Farge und Rekum gehörten zum Landkreis Blumenthal, der 1932 im Landkreis Osterholz aufging. Farge und Rekum wurden 1939 zu Bremen eingegliedert.
1934 wurde ein Tanklager - ab 1939 Kriegsmarinetanklager Farge in der Farger Heide gebaut. Von 1943 bis März 1945 wurde der Bau der U-Bootbunker Valentin in Rekum gebaut. Die Arbeiten wurden von Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene der KZ Farge, KZ Neuengamme und dem Arbeitserziehungslager im Marinegemeinschaftslager Schwanewede ausgeführt.
- Einwohnerentwicklung
- 1813 hatte Rekum 484 Einwohner, 1858 dann 705, 1905 schon 1.103 und 1995 schließlich 2.395 Einwohner. Der aktuelle Einwohnerstand liegt bei rund 2.500.
- Farge hat 3.072 (2004) Einwohner.
- Sehenswürdigkeiten
- Das Kahnschifferhaus mit dem Heimatmuseum Farge-Rekum und der Ausstellung des Schiffervereins Rekum zur Geschichte der Flussschifffahrt an der Niederweser.
- Das Fährhaus Farge
- Das Rathaus Farge
- Wirtschaft
- Farge war Umsteige- und Umschlagsbahnhof zwischen der Farge-Vegesacker Eisenbahn und der Niederweserbahn.
- In Farge liegt das Kohlekraftwerk Farge der E.ON.
- Hier befinden sich die Kaianlagen für die Hochseeschifffahrt sowie ein Binnenschiffshafen und ein Ölverladeterminal.
- Die Bundeswehr nutzt das Wifo-Tanklager.
- Als Firmen sind u.a. ThyssenKrupp Krause GmbH und IVG Immobilien ansässig.
- Verkehr
- Seit 2007 fährt wieder auf der Bahnlinie der Personenverkehr von Farge nach Vegesack.
- Ab 2008 wird die Autobahn A 270 von Blumenthal bis Farge verlängert mit Anschluss an die Fährverbindung nach Berne an die Bundesstraße B 74.
[Bearbeiten] Lüssum-Bockhorn
Fläche 508 ha, 12.590 Einwohner (Stand 31. Dezember 2004)
- Chronik
siehe auch bei Lüßum
Die Kirchgemeinde der Johann-Heinrich-Wichern-Kirche in Lüssum-Bockhorn entstand 1961, nach ihrer Abtrennung von der Kirchgemeinde Blumenthal. 1959 wurde die Kirche Am Himmelskamp geweiht. Die Kirchgemeinde Lüssum entstand 1977 als Abspaltung, das Gemeindehaus am Neuenkirchner Weg wurde bereits 1973 eingeweiht.
Die Schule an der Schwaneweder Straße/Pürschweg entstand 1951 mit Erweiterungen von 1957 und 1961. Sie war Grund- und Hauptschule und ist heute eine Grundschule. Mittelstufenzentren sind das SZ Lehmhorster Straße (diese Schule gibt es seit 1963) und das SZ „Sandwehen“. Für die Oberstufe gibt es das SZ an der Eggestedter Straße (1970 als Gymnasium Blumenthal errichtet).
- Einwohnerentwicklung
- 1821: 214 Einwohner
- 1858: 384 Einwohner
- 1905: 3.721 Einwohner
- 1995: 13.851 Einwohner
- Sehenswürdigkeiten
- Turmhäuser an der Einmündung der Landrat-Berthold-Straße zur Lüssumer Straße / Schwaneweder Straße
- Kultur und Freizeit
- Seit 1904 gibt es den „Bürgerverein Lüßum e.V.“[1]
- Lüssumer Turnverein von 1898 e.V.
- Freibad
- Golfplatz „Bremer Schweiz“
- „Haus der Zukunft“
[Bearbeiten] Rönnebeck
Rönnebeck hat eine Fläche von 243 ha.
- Chronik
Rönnebeck - entstanden auf dem Gebiet von Lüßum - war lange Zeit ein Teil des Amtes Blomendal. Gehörte bis 1714 zu Schweden, bis 1866 zu Hannover und bis 1939 zu Preußen. 1939 wurde Rönnebeck in Bremen eingemeindet und seit 1946 ist es Ortsteil vom Stadtteil Blumenthal.
Rönnebeck war beim Kirchspiel Lüßum. Ab 1905 gehörte Rönnebeck zur Kirche von Farge, die nunmehr die Kirchengemeinde Rönnebeck-Farge war.
- Bevölkerungsentwicklung
- 1813: 480 Einwohner
- 1885: 694 Einwohner
- 1905: 1.690 Einwohner
- 1974: 4.603 Einwohner
- 1995: 4.693 Einwohner
- 2004: 4.619 Einwohner
- Siehe auch bei Rönnebeck
[Bearbeiten] Politik, Verwaltung
[Bearbeiten] Beirat
Der Beirat Blumenthal tagt regelmäßig und in der Regel öffentlich im Ortsamt oder in anderen Einrichtungen wie z. B. Schulen . Der Beirat setzt sich aus den auf Stadtteilebene gewählten Vertretern der politischen Parteien zusammen. Die Beiratswahlen finden alle 4 Jahre statt, zeitgleich mit den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft. Der Beirat diskutieren über alle Belange des Stadtteils, die von öffentlichem Interesse sind und fast hierzu Beschlüsse, die an die Verwaltung, die Landesregierung und die Stadtbürgerschaft weitergeleitet werden. Für seine Arbeit bildet er Fachauschüsse.
Im Beirat sind:
Beiratssprecher (-in):
[Bearbeiten] Ortsamt
Das Ortsamt ist seit 1946 eine örtliche Verwaltungsbehörde. Es unterstützt den Beirat bei seiner politischen Arbeit. Es soll bei allen örtlichen Aufgaben, die von öffentlichen Interesse sind, mitwirken. Es wird von einem vom Beirat vorgeschlagenen und vom Senat bestätigten Ortsamtsleiter geführt.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Lüßum und Haus Blomendal
Die älteste historische Siedlung im heutigen Stadtteil Blumenthal war das Dorf Lüßum. Es wurde erstmals in einer auf das Jahr 832 datierten Urkunde erwähnt, in der Ludwig dem Frommen der villa Liusci die Fischereirechte an der Weser bestätigte – oder bestätigt haben soll (es besteht der Verdacht einer Fälschung). Die ursprüngliche Besiedlung folgte der Weser am hohen Geestrücken. Schiffbauer, Kahnschiffer und Fischer siedelten an der Weser.
Um 1300 bauten die Ritter von Oumünde die erste Burg Blomendal auf dem Burgberg oberhalb des Auetals, die aber schon 1305 aufgrund des Friedensdiktats des Bremer Erzbischofs mit den Rittern wieder abgerissen werden musste. 1354 wurde das zweite Haus Blomendal als Wasserburg erbaut.
[Bearbeiten] Bremer Landbesitz
Der Bremer Rat kaufte 1436 für 1400 Rheinische Gulden von den Rittern von der Borch die Burg Blomendal, die danach zu einem Verwaltungsamt wurde und als Ruhesitz der Bremer Bürgermeister diente. 1469 erwarb Bremen das nördlich angrenzende Gericht Neuenkirchen und schlug es dem Amt Blomendal zu.
Die Reformation der Blumenthaler Kirchengemeinde erfolgte 1522. Von der alten Dorfkirche aus der Renaissance ist nur der Turm von 1604 erhalten geblieben.
[Bearbeiten] Dänemark, Frankreich und Preußen
1712 gelangte Blumenthal an Dänemark. Es wurde 1715 als Teil des Herzogtums Bremen an das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg verkauft.
1811–1814 war die Region Teil des Kantons Vegesack im französischen Département des Bouches du Weser.
1814 wurde durch den Wiener Kongress aus dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg das Königreich Hannover.
1852 wurde Blumenthal als Stadt Blumenthal/Unterweser gegründet.
1866 annektierte Preußen das Königreich Hannover und damit auch Blumenthal.
Blumenthal wurde 1884 Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, die Bremer Woll-Kämmerei wurde gegründet. 1888 wurde der Ort mit der Farge-Vegesacker Eisenbahn an das Bahnnetz angeschlossen. Mit der Ansiedelung der Wollkämmerei und anderer Industriebetriebe kam es zu einer starken Bevölkerungszunahme, vor allen durch polnischstämmige Zuwanderer aus den damaligen preußischen Ostprovinzen.
Die erste Buslinie nach Vegesack wurde 1925 eingerichtet.
1932 wurde der Landkreis Blumenthal mit dem Landkreis Osterholz zusammengelegt.
[Bearbeiten] Bremer Stadtteil
Blumenthal wurde infolge der Vierten Verordnung über den Neuaufbau des Reichs zum 1. November 1939 gegen Bremerhaven eingetauscht.[2]
1943 bis 1945 wurde der U-Bootbunker Valentin in Rekum gebaut. Dafür wurden Tausende von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangene und Häftlingen eingesetzt. Ein Nebenlager des Konzentrationslagers Neuengamme wurde auf der Bahrsplate eingerichtet.
Nach Kriegsende erhielt Blumenthal 1946 im Zuge des Neuaufbaus der Verwaltung im Lande Bremen den Status eines Ortsamtsbereiches.
Die Einwohnerzahl Blumenthals verdoppelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg in kurzer Zeit, nicht zuletzt durch Vertriebene und Flüchtlinge. Neue Wohnsiedlungen wurden deshalb gebaut. Im letzten Vierteljahrhundert gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren, vor allem auf der teilweise in Blumenthal und teils im benachbarten Vegesack gelegenen Werft Bremer Vulkan. Damit verbunden sank auch die Einwohnerzahl wieder.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- um 1820: 1.000 Einwohner
- um 1900: etwa 9.000 Einwohner
- 1939: etwa 19.000 Einwohner
- 1976: 38.000 Einwohner
- 2004: 32.630 Einwohner im Stadtteil Blumenthal[3]
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Die Burg Blomendal, als Wasserburg 1354 ff. erbaut und nach diversen Umbauten und Nutzungswechseln in den 1970er Jahren restauriert, wird für kulturelle Zwecke genutzt (Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, alle zwei Jahre Burgfest), aus der Renaissance sind Deckenmalereien erhalten
- Die evangelisch-reformierte Kirche mit Pfarrhaus an der Landrat-Christians-Straße, neugotischer Backsteinbau, errichtet von 1877 bis 1879 als Ersatzbau für die abgebrochene alte Blumenthaler Dorfkirche
- Turm der alten Kirche von 1604 (Renaissance), der seit 1933 als Gefallenen-Gedenkstätte genutzt wird
- Evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirche an der Wigmodistraße 31a, neugotischer Backsteinbau, erbaut 1901/02 nach Entwurf des Architekten Karl Mohrmann.
- Katholische St.-Marien-Kirche, neugotischer Backsteinbau, erbaut in mehreren Abschnitten ab 1859.
- Das Alte Rathaus, jetzt Sitz des Ortsamtes Bremen-Blumenthal, erbaut von 1908 bis 1910 in historistischer Architektur nach Plänen von August Abbehusen und Otto Blendermann
- Der Wasserturm Blumenthal an der Mühlenstraße nach Plänen von Michael Fischer,[4] 1927/28 errichteter Backsteinbau in schlichten expressionistischen Formen, jetzt Kindertagesstätte
- Wätjens Schloss, erbaut von 1858 bis 1864 nach Plänen des Architekten Heinrich Müller im neugotischen Stil als Landsitz für den Bremer Reeder Christian Heinrich Wätjen; der gleichzeitig angelegte Landschaftspark nach Plänen von Isaak Altmann wird seit 2005 unter gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten rekonstruiert
- Der Uferpark Bahrsplate an der Weser mit Gedenkstätte für das hier im Zweiten Weltkrieg bestehende Arbeitslager für Zwangsarbeiter, einer Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme
- Der ehemalige U-Bootbunker Valentin im Ortsteil Rekum, erbaut von 1943 bis 1945, Länge 426 m, Breite Ostwand 67 m, Westwand 97 m, Höhe bis 33 m, Tiefe im Bereich des Tauchbeckens 16 m, Wand- und Deckenstärke 4,5 m, Führungen: Verein Dokumentations- und Gedenkstätte Geschichtslehrpfad Lagerstraße/U-Boot-Bunker Valentin e.V.
- Die Windmühle im Ortsteil Rekum, Typ Erdholländer, erbaut 1872
- Das Haus des Kapitäns Dallmann von 1850, Kapitän-Dallmann-Straße 84
[Bearbeiten] Denkmale
- Sieh dazu die Liste der Kulturdenkmäler in Blumenthal (Bremen)
[Bearbeiten] Theater
1999–2005 fanden Aufführungen des Theaterstücks „Die letzten Tage der Menschheit“ im U-Bootbunker Valentin statt.
[Bearbeiten] Parkanlagen
- Der Dillener Park im Ortsteil Rönnebeck ist 1 Hektar groß
- Der im Ortsteil Blumenthal an der Weser gelegene Uferpark „Bahrs Plate“ ist 6 Hektar groß.
- Die weiträumige Anlage Wätjens Park liegt auf dem Geestrücken zwischen Vegesack und Blumenthal im Südosten des Ortsteils Blumenthal. Unmittelbar nördlich davon erstreckt sich der „Forst Löh“.
[Bearbeiten] Religion und Glaubensgemeinschaften
1522 wurde die „neue lutherische Lehre“ eingeführt. 1618 nahm die Kirche wie überall in Bremen die reformierte Glaubensrichtung an.[5]
Gegenwärtig gibt es im Ortsamtsbereich Blumenthal die reformierten Kirchgemeinden in Blumenthal[6] (Landrat-Christian-Straße), Rekum und Rönnebeck-Farge sowie die lutherischen Gemeinden Blumenthal (Wigmodistraße), Bockhorn (Am Himmelskamp), Lüssum und die Paul-Gerhard-Gemeinde in Rönnebeck-Farge.[7]
Blumenthal ist Sitz der römisch-katholischen Pfarrgemeinde St. Marien.[8] Mit Unterbrechungen besteht in Blumenthal eine Baptistengemeinde seit 1903. [9]
In Blumenthal befinden sich Gemeinderäume verschiedener Freikirchen. Ebenfalls leben dort Angehörige des Islams mit zwei eigenen Moscheen sowie Buddhisten, unter anderem mit einem Meditationszenrum in Bockhorn[10], Juden und Konfessionslose.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten] Allgemein
- Stadtamt – Bürgeramt Blumenthal
- Stadtbibliothek
- Amtsgericht Blumenthal
- Klinikum Bremen-Nord gGmbH
[Bearbeiten] Schulen
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
[Bearbeiten] Wirtschaft
- Die Bremer Woll-Kämmerei hat seit 1939 ihren Sitz in Blumenthal; zwei ihrer Tochtergesellschaften betreiben außerdem eine Verdampfungs- und Verbrennungsanlage.
- ThyssenKrupp Krause GmbH (ehemals Johann A. Krause Maschinenfabrik GmbH) (ThyssenKrupp Technologies)
- IVG Immobilien betreibt in Bremen-Farge ein Tanklager
- In Farge betreibt das Energieerzeugungsunternehmen E.ON ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 345 MW, das das niedersächsische Umland versorgt.
- Die Geo. Gleistein & Sohn GmbH ist eine führende deutsche Tauwerkfabrik mit Hauptsitz in Rönnebeck.
[Bearbeiten] Verkehr
- Mit der Eisenbahn ist der Ortsteil seit Dezember 2007 wieder über die eingleisige Strecke Vegesack–Aumund–Blumenthal–Rönnebeck–Farge) erreichbar. Diese wurde nach Einstellung des Personenverkehrs 1961 über 46 Jahre lang nur für den Güterverkehr genutzt. Unter Betriebsführung der NordWestBahn GmbH wird die Strecke nunmehr mit modernen Dieseltriebwagen im Rahmen des neuen S-Bahn-Konzeptes der Region Bremen täglich im Halbstunden-Takt bedient.
- Im ÖPNV ist Blumenthal ansonsten vom Bahnhof Bremen-Vegesack aus mit den Buslinien 70S, 71, 74, 74S, 75, 76 und N7 der Bremer Straßenbahn AG zu erreichen.
- Blumenthal ist über die Autobahn A 270 an die A 27 angebunden.
- Zwischen Blumenthal und Motzen sowie Farge und Berne bestehen Fährverbindungen.
- In der Sommerperiode verkehren Ausflugsschiffe der Hal över Reederei auf der Unterweser zwischen Bremen-Martinianleger und Bremerhaven-Seebäderkaje, die in Blumenthal und Farge anlegen.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes
- Eduard Dallmann, Kapitän und Expeditionsleiter
- Magdalene Ehlers, plattdeutsche Dichterin und Schriftstellerin
- Harald Genzmer, Komponist
- Hans Gilmströther, Komponist
- Tami Oelfken, Schriftstellerin und Reformpädagogin
[Bearbeiten] Weitere Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Paul Berthold, Blumenthaler Landrat
- Willy Dehnkamp, Blumenthaler Ortsamtsleiter, später Bildungssenator und Präsident des Senats
- Manfred Hausmann, Schriftsteller
- Heinz Lilienthal, Glasmaler und Designkünstler
- Alma Rogge, plattdeutsche Dichterin und Schriftstellerin, geb. in Brunswarden an der Weser.
- Christian Heinrich Wätjen führte seinerzeit Europas größte Segelschiffreederei
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- Otto Telschow (1876–1945) wurde am 20. August 1933 Ehrenbürger der damals selbstständigen Stadt Blumenthal.[11]
[Bearbeiten] Literatur
- Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ zum Lüssumer Wappen
- ↑ Vierte Verordnung über den Neuaufbau des Reichs vom 28. September 1939
- ↑ Statistisches Landesamt Bremen am 31. Dezember 2004
- ↑ mit Foto
- ↑ http://www.blumenthal.de/info/geschichte_html
- ↑ http://refo-blumenthal.de/
- ↑ http://www.blumenthal.de/adressen/kirchen_html
- ↑ http://www.sanktmarienzentrum.de/frameset.htm
- ↑ http://www.christusgemeinde-blumenthal.de/index.php
- ↑ http://www.ilse-eickhoff-akademie.de/
- ↑ Biographie im Prignitzlexikon
[Bearbeiten] Weblinks
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