Cast Away – Verschollen

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Filmdaten
Deutscher Titel: Cast Away – Verschollen
Originaltitel: Cast Away
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2000
Länge (PAL-DVD): 138 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Robert Zemeckis
Drehbuch: William Broyles jr.
Produktion: Tom Hanks
Jack Rapke
Steve Starkey
Robert Zemeckis
Musik: Alan Silvestri
Kamera: Don Burgess
Schnitt: Arthur Schmidt
Besetzung

Cast Away – Verschollen ist ein 2000 von 20th Century Fox und DreamWorks veröffentlichter US-amerikanischer Spielfilm.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Chuck Noland (Tom Hanks) ist ein Arbeitstier, für seine Arbeit verschiebt er sogar die gemeinsame Weihnachtsfeier mit seiner Freundin (Helen Hunt) und einen wichtigen Zahnarzttermin. Für seinen Arbeitgeber, das Logistikunternehmen FedEx, ist er als Inspektor in den entlegensten Winkeln der Welt unterwegs. Pünktlichkeit und Effizienz sind seine Lebensprinzipien. Als er auf dem Weg zu einem neuen Auftrag als einziger einen Flugzeugabsturz überlebt und sich auf einer unbewohnten Insel wiederfindet, beginnt er den wahren Wert von Zeit zu erfahren.

Für Chuck beginnt ein neuer Alltag, der von ihm verlangt, neue Prioritäten zu setzen und sich auf das Wesentliche und Überlebensnotwendige zu konzentrieren. In den ruhigen Stunden sinniert er, was wohl in dem Paket sei, welches er aus dem Meer retten konnte und welches er unbedingt ausliefern will, wenn er gerettet wird. Nach einigen Fehlversuchen kann er Feuer entfachen.

Nach vier Jahren (und einigen Selbstmord- und Fluchtversuchen) versucht er die Flucht von der Insel. Es gelingt Chuck, aus Baumstämmen, in Streifen gerissener Baumrinde und Videobändern ein Floß zu bauen. Damit wagt er sich aufs Meer hinaus. Nach einigen Tagen verliert er „Wilson“, seinen Freund in Form eines Balles, und will ihn schwimmend zurückholen, merkt aber, dass er damit sein Leben riskieren würde, weil er sich zu weit von seinem lebensrettenden Floß entfernen würde und bricht den Versuch ab. Schließlich begegnet er einem großen Schiff. Wieder in der Zivilisation, muss er feststellen, dass er dem Leben in der „normalen“ Welt entwöhnt ist und dass auch seine Verlobte mittlerweile – im Glauben an seinen Tod – ein neues Leben an der Seite seines ehemaligen Zahnarztes (gespielt von Chris Noth) begonnen hat.

Zum Schluss liefert er das gerettete Paket ab.

[Bearbeiten] Product Placement

Einziger Beistand Chucks ist ein Volleyball der Marke Wilson, der aus einem aus dem Flugzeugwrack an Land gespülten FedEx-Pakete stammt. Er malt ein Gesicht auf den Ball, nennt ihn „Wilson“ und baut eine sehr intensive Beziehung zu ihm auf. Einerseits ist die Rolle Wilsons ein Beispiel für Product Placement – im wirklichen Leben ist Wilson der Marktführer für Volleybälle in den USA – andererseits war es dramaturgisch sinnvoll, Chuck für die Zeit auf der Insel ein Gegenüber zu geben, da es sonst über lange Passagen des Filmes überhaupt keine Dialoge hätte geben können.

Auch das Unternehmen FedEx ist den gesamten Film über präsent. Es sind die auf die Insel gespülten FedEx-Pakete, die Chuck weiterhelfen. Außer dem Volleyball sind es Schlittschuhe aus einem Paket, mit deren Hilfe er sich einen entzündeten Zahn zieht und sie zum Holzhacken verwendet. In einem der Pakete sind auch Videobänder, die er für sein Floß als Seil benützt. Am Ende des Films überbringt er das letzte noch ungeöffnete Paket dem ordnungsgemäßen Empfänger und demonstriert damit seine Verlässlichkeit als Mitarbeiter dieses Unternehmens. Dieses Paket rettet auch sozusagen sein Leben, wie er selber sagt. Denn seine Hoffnung steckt darin, er will und wird diese Insel verlassen. Er setzt sich als Ziel, dieses Paket zu seinem Empfänger zu bringen. Das treibt ihn als ehrgeizigen, zuverlässigen Angestellten noch mehr, sein Ziel zu verwirklichen. FedEx zahlte zwar nicht direkt für das Product Placement, stellte jedoch erhebliche logistische Ressourcen. So stellte FedEx hunderte Mitarbeiter, Trucks und Uniformen zur Verfügung. Die Zusammenarbeit mit Robert Zemeckis dauerte etwa zwei Jahre. FedEx selbst beziffert den Aufwand mit 54 Mio. Dollar. Der damalige CEO von FedEx, ein Freund von Hauptdarsteller Hanks, betätigte sich als Produzent und ist auch in einer Szene zu sehen.

Weitere Beispiele für in diesem Film untergebrachte Produkt- und Firmennamen sind: Snickers, Panasonic, Seacon und Dr. Pepper.

[Bearbeiten] Trivia

  • Damit Tom Hanks die nötigen 25 kg Gewicht abnehmen konnte, wurden die Dreharbeiten für ein Jahr unterbrochen. Während dieser Zeit drehte Regisseur Zemeckis den Film Schatten der Wahrheit.
  • Alle Nachtszenen des Films wurden tagsüber gedreht und mit dem Computer nachbearbeitet.
  • Während der Dreharbeiten wurde das Cockpit, welches man in Hollywood rund fünfzehn Jahre lang für alle Flugzeugszenen verwendete, in einem Wassertank zerstört.
  • Der Name Chuck Noland hat eine versteckte Bedeutung. Abgekürzt heißt er C. Noland, was man in etwa see no land (kein Land in Sicht) ausspricht.
  • Bei den Dreharbeiten zog sich Tom Hanks fast eine Blutvergiftung zu.

[Bearbeiten] Kritik

„ Ein über weite Strecken als ambitioniertes Ein-Personen-Drama konzipierter Film mit einem vielfältigen Konfliktpotenzial, das jedoch zugunsten der actionbetonten Handlung an den Rand gedrängt wird. Auch der überzeugende Hauptdarsteller kann die Schwächen des dem Mainstream-Kino geschuldeten Konzepts nicht vergessen machen. “

Lexikon des Internationalen Films

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Tom Hanks wurde als bester Hauptdarsteller für den Oscar und als bester Hauptdarsteller in der Kategorie Drama für den Golden Globe nominiert, konnte aber nur den Golden Globe gewinnen. Filmkomponist Alan Silvestri erhielt 2002 für seinen Score einen Emmy.

[Bearbeiten] Drehort

Drehort war eine kleine unbewohnte Nebeninsel von Viti Levu namens Monuriki in den Fidschi-Inseln.

[Bearbeiten] Literatur

Eberhard Ostermann: Cast Away und die Krise der Arbeitsgesellschaft. In: E.O.: Die Filmerzählung. Acht exemplarische Analysen. München 2007. S. 13-27. ISBN 978-3-7705-4562-9.

[Bearbeiten] Weblinks

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