Corps Makaria-Guestphalia Würzburg

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Wappen
Wappen
Basisdaten
Land Bayern
Hochschulen Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt
Hochschule für Musik Würzburg
Stiftung Makaria 7. Dezember 1863 in Würzburg
Stiftung Guestphalia 27. Februar 1875 in Würzburg
Dachverband Kösener SC-Verband
Senioren-Convent Würzburger SC
Wahlsprüche Timere nescio!
Unita virtus valet!
Adresse Mergentheimer Straße 46
97082 Würzburg
Website www.makaria-guestphalia.de

Das Corps Makaria-Guestphalia Würzburg ist eine pflichtschlagende und farbentragende Studentenverbindung im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV). Das Corps vereint Studenten und Alumni der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Offizielles Stiftungsdatum ist der 7. Dezember 1863.

Allgemeines[Bearbeiten]

Makaria-Guestphalia gehört zum Magdeburger Kreis. Darüber hinaus besteht noch aus der Zeit als Landsmannschaft das Goldene Kartell mit dem Corps Budissa-Leipzig zu Passau. Das Corps hat drei Aktivensemester und verlangt vier Mensuren. Das Corps steht im besonderen zum Gastfreundschafts- und Studienprinzip und vergibt u. a. den Kurt-Lange-Preis.

Der Wahlspruch lautet Timere nescio! Unita virtus valet!.

Als Couleur führten Makaria (1863) blau-gold-rot und Guestphalia (1875) grün-weiß-schwarz. Seit der Fusion 1950 werden beide Farben nebeneinander geführt. Die Corpsburschen tragen die Farben blau-gold-rot auf weißem Grund mit goldener Perkussion. Das Fuchsband ist blau-rot auf weißem Grund mit goldener Perkussion. Dazu wird ein weißer Seidenstürmer getragen.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus einer pennalen Stammtischgesellschaft ging 1863 die (nichtfarbentragende) schwarze Verbindung Makaria hervor. Nachdem sie 1866 die Farben blau–gold–rot angenommen hatte, wurde der Bund 1868 Landsmannschaft und Gründungsmitglied des Allgemeinen Landsmannschafts-Convents.

1875 trennte sich ein Teil der Mitglieder von Makaria, um Corps zu werden. Nachdem der Senat der Universität (der zur damaligen Zeit großen Einfluss auf alle Aktivitäten der Studenten und damit auch auf die Verbindungen hatte) den Namen Makaria der Landsmannschaft zugesprochen hatte, nannte sich das neu entstandene Corps nun Corps Guestphalia. Im Jahre 1897 wurde auch die Landsmannschaft Makaria zum Corps.

1935 lösten sich die Corps (und die meisten anderen Vereine) unter nationalsozialistischem Druck im Zuge der Gleichschaltung auf. Damit kamen sie ihrem Verbot zuvor; die Suspendierung diente in vielen Fällen auch dazu, Vereinsvermögen und Immobilien vor dem NS-Regime zu retten. Das NS-Regime übte Druck aus, um alle Studenten zu Mitgliedern des NSDStB zu machen. Auch Makaria und Guestphalia suspendierten – in der Hoffnung sich eines Tages wiederzugründen. Anders als in vielen anderen Studentenverbindungen wurden Traditionen und Treffen im Geheimen fortgeführt und selbst unter Androhung der Todesstrafe wurden weiter Mensuren gefochten, um den Zusammenhalt auch und gerade in diesen schweren Zeiten zu erhalten und zu stärken. Am 22. April 1944 wurde das Corps Guestphalia trotz des weiterhin bestehenden Risikos offiziell rekonstituiert. [1]

Guestphalia in der IG

Guestphalia Würzburg gehörte im Januar 1950 zu den 22 Corps, die sich in der Interessengemeinschaft zusammenschlossen und die Wiederbegründung des KSCV am 19. Mai 1951 vorbereiteten.

Nach mehreren Versuchen gelang 1950 die Fusion. Das Corps Makaria-Guestphalia entstand. Es fand sein Domizil bis auf weiteres im Martinshof in der Nähe des Doms. Mit dem Wirtschaftswunder kehrte auch im Corps langsam wieder Normalität ein. Sichtbares Indiz dafür war im Jahr 1956 der Erwerb des Corpshauses in der Mergentheimer Straße 46 (Marxburg) von der Erbengemeinschaft des verstorbenen Universitätsprofessors Marx.[2] Die Vororte des KSCV 1984 und 2012 wurden vor allem von Makaria-Guestphalia beschickt.

Siehe auch: SC-Kameradschaften und Guestphalia Würzburg zu Erlangen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Mensur in Würzburg 1868
Corpshaus der Makaria-Guestphalia

In alphabetischer Reihenfolge

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter-Philipp Schmitt, Hrsg.: Corps Makaria-Guestphalia zu Würzburg 1863-2013: Festschrift zum 150.Stiftungsfest. Würzburg, 2013, Schmidt, Philipp (Verlag). 978-3-87707-880-8 (ISBN)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. In Opposition mit Band und Schläger, faz.net, 29. Mai 2013
  2. Corps Makaria-Guestphalia erwirbt die Marxburg in Würzburg. In: Deutsche Corpszeitung 58 (1957), S. 21

Weblinks[Bearbeiten]