Corps Suevia Heidelberg

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Wappen

Das Corps Suevia Heidelberg ist ein Corps (Studentenverbindung) im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV), dem ältesten Dachverband deutscher Studentenverbindungen. Das Corps ist pflichtschlagend und farbentragend. Es vereint Studenten und ehemalige Studenten der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Die Corpsmitglieder werden Heidelberger Schwaben genannt.

Couleur[Bearbeiten]

Suevia hat die Farben „schwarz-gelb-weiß von unten“ mit goldener Perkussion. Dazu wird eine gelbe Mütze getragen. Suevia hat kein Fuchsenband, die „Füchse“ tragen nur die Mütze.

Der Wahlspruch lautet „Virtute constanti fulget salus!“ (deutsch: „Dem in der Tugend Beständigen leuchtet das Heil!“), der Wappenspruch „Gladius ultor noster!“ (deutsch: „Das Schwert sei unser Rächer!“).

Geschichte[Bearbeiten]

Die älteste Heidelberger Suevia entstand 1805 durch Umwandlung des Corps der pfälzischen Landsmannschaft (Palatia I), verschwand aber schon nach wenigen Semestern wieder. Das heutige Corps Suevia wurde am 27. März 1810 gestiftet und ist damit die älteste Heidelberger Studentenverbindung. Gemeinsam mit den damaligen Corps Curonia, Rhenania, Vandalia und Hannovera unterzeichnete Suevia den SC-Comment vom 1. Juni 1810, in welchem erstmals der Begriff „Corps“ in einem Comment verwandt wurde. Das Corps Suevia gehörte 1848 zu den Gründungsmitgliedern des Kösener Senioren-Convents-Verbandes (KSCV).

Nach der Suspension 1935 beteiligte sich die Altherrenschaft an der Bildung der Heidelberger SC-Kameradschaft "Axel Schaffeld" und stellte dieser auch das Corpshaus zur Verfügung.

1971 war Suevia präsidierendes Vorortcorps im KSCV und stellte auch 2003 und 2005 die Münchner und Passauer Vorsitzenden des oKC.

Auswärtige Beziehungen[Bearbeiten]

Aufgrund der Struktur seiner Verhältnisse zu anderen Corps wird das Corps Suevia zum "Blauen Kreis" innerhalb des KSCV gezählt.

Corpshaus[Bearbeiten]

Corpshaus der Suevia, um 1927
Corpshaus vor 1910
Kneipsaal auf dem Corpshaus der Suevia, 1905

Bis in die 1870 Jahre befand sich die Kneipe der Schwaben in der "Reichskrone", ehe das erste eigene Haus im ehemaligen "Eisenhardtschen Bierkeller" erworben wurde, der später zum heute noch bestehenden Haus umgebaut wurde. Am 20. Mai 1905 wurde in Gegenwart des badischen Erbgroßherzogs die Hauseinweihung zelebriert.[1] Aus der Bauzeit bestehen auch heute noch einige Relikte. Wegen des beim Bau verwendeten seltenen Gesteins (Quarztrachyt), welches aus einer Gesteinsformation im Siebengebirge stammt, wird das Haus auch als „Drachenfels" bezeichnet. Besonders beeindruckende Auszüge dieses Gesteins kann man im Keller des Hauses betrachten, der aus diesem Grund auch Felsenkeller genannt wird.

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

In alphabetischer Reihenfolge

Träger der Klinggräff-Medaille[Bearbeiten]

Mit der Klinggräff-Medaille des Stiftervereins Alter Corpsstudenten wurde ausgezeichnet:

  • Fritz Lüttgens (1987)

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhart Berger, Detlev Aurand: ... Weiland Bursch zu Heidelberg... Eine Festschrift der Heidelberger Korporationen zur 600-Jahr-Feier der Ruperto Carola. Heidelberg 1986, S. 98–101.
  • Adolf Kußmaul: Jugenderinnerungen eines alten Arztes. Stuttgart 1899, Kapitel 25 ff. (9. Aufl. 1912, 14.-18. Aufl. Stuttgart 1923, 20. Aufl. München 1960) Digitalisat (Projekt Gutenberg)
  • Armin Danco: Das Gelbbuch des Corps Suevia zu Heidelberg, 3. Auflage (Mitglieder 1810-1985), Heidelberg 1985
  • Eberhard Naujoks: Geschichte des Corps Suevia zu Heidelberg 1810-1975

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Waldemar Hönninger: Das neue Heidelberger Schwabenhaus. In: Academische Monatshefte 22 (1905/06), S. 91-94

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Corps Suevia Heidelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien