Don’t Stop Me Now

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Don’t Stop Me Now
Queen
Veröffentlichung

10. November 1978 (Album)
26. Januar 1979 (Single)

Länge 3:29
Genre(s) Rock
Autor(en) Freddie Mercury
Album Jazz
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Don’t Stop Me Now (Queen)[1]
  UK 9 10.02.1979 (34 Wo.)
  DE 35 05.03.1979 (8 Wo.)
  IE 10 01.02.1979 (3 Wo.)
  NL 16 24.02.1979 (8 Wo.)
  US 86 17.02.1979 (4 Wo.)
Don’t Stop Me Now (McFly)[2]
  UK 1 29.07.2006 (7 Wo.)

Don’t Stop Me Now ist ein 1978 auf dem Album Jazz veröffentlichtes Lied der britischen Rockband Queen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Lied entstand 1978 während der Aufnahmen für das Album Jazz. Text und Musik stammen aus der Feder von Sänger Freddie Mercury. Produziert wurde der Titel von Queen und Roy Thomas Baker.

Im Tonstudio erfolgten zunächst Einzelaufnahmen, die per Overdubbing übereinander gelegt wurden und so das fertige, dreieinhalb Minuten lange Stück ergaben. Das Klavierspiel von Mercury wurde als zentrales musikalisches Thema zuerst aufgenommen, es folgten Bass (John Deacon), Schlagzeug (Roger Taylor) und Gitarre (Brian May). Die Aufnahmen des mehrstimmigen Refrains (Mercury, Taylor und May) sowie von Mercurys Solopart erfolgten zuletzt.[3] Der Harmoniegesang im Refrain war dabei beispielhaft für das musikalische Schaffen der Band und gilt als eines ihrer Markenzeichen.[4]

Im Vergleich zu vielen anderen Queen-Titeln hat das Gitarrenspiel insgesamt nur eine untergeordnete Rolle und ist lediglich kurz in der zweiten Hälfte des Titels zu hören. Bei Live-Auftritten wurde Mays Part allerdings auf das gesamte Lied ausgedehnt.

Obwohl der Titel mittlerweile bei den Queen-Fans als eines der beliebtesten Stücke gilt, wurde er lediglich 1979 live gespielt und weder im Jahr davor noch bei späteren Tourneen in die Setlist aufgenommen.[5] Eine Live-Interpretation befindet sich auf dem Doppelalbum Live Killers.

Aufbau[Bearbeiten]

Das Lied ist in F-Dur verfasst. Es beginnt mit einer rubato-Gesangseinlage zu Mercurys Klavierspiel, geht dann in einen wesentlich rockigeren Teil über, bevor es mit erneutem Klavierspiel und Sologesang von Mercury ausklingt. An Anfang und Ende des Titels wird dabei dieselbe Melodie verwendet.

Inhalt[Bearbeiten]

Der Text beschreibt das Gefühl von Energie und Stärke, welches in einer humorigen Ausdrucksweise vorgetragen wird.[4] Mercury bediente sich dabei einer kosmischen Bildersprache.

„I’m a shooting star leaping through the sky … I’m a rocket ship on my way to Mars … I am a satellite I’m out of control“
– „Ich bin eine Sternschnuppe, die durch den Himmel stürzt … Ich bin ein Raumschiff auf dem Weg zum Mars … Ich bin ein außer Kontrolle geratener Satellit

Veröffentlichung und Erfolg[Bearbeiten]

Don’t Stop Me Now wurde am 26. Januar 1979 als zweite Single aus Jazz ausgekoppelt. Das Cover zeigt Freddie Mercury rücklings auf einer Bühne. Die B-Seite beinhaltet entweder den Titel In Only Seven Days (Europa, Lateinamerika) oder More of That Jazz (Nordamerika, Asien, Ozeanien).[6] Das begleitende Musikvideo, das die Bandmitglieder auf ihrer Bühne, um Taylors Schlagzeug gruppiert, in einer nachgestellten Live-Aufführung zeigt, entstand vor einem ihrer Konzerte in Brüssel.

In den britischen Charts gelangte die Single bis auf Platz 9 – zwei Ränge höher als die vorangegangene Single-Auskoppelung Bicycle Race/Fat Bottomed Girls. In mehreren anderen europäischen Ländern war Don’t Stop Me Now in den Top 20 platziert. In den USA und Deutschland erzielte die Single jedoch nur mäßige Notierungen.

2007 und 2008 tauchte der Titel nochmals in den britischen Charts auf und verblieb monatelang in den Top 200 (höchste Position war Rang 47).[7] Möglich wurde dies, da die Regelungen für die UK-Charts zuvor geändert worden waren und seitdem auch digitale Downloads berücksichtigt wurden. Music Week, eine Zeitschrift der britischen Musikindustrie, veröffentlichte 2009 Download-Charts, in denen die Lieder jeweils nach dem Jahrzehnt ihres Erscheinens sortiert waren. Unter den in den siebziger Jahren erstmals veröffentlichten Stücken ist Don’t Stop Me Now mit insgesamt ungefähr 200.000 verkauften Downloads der am häufigsten aus dem Internet heruntergeladene Titel.[8]

Die Zuschauer der BBC-Sendung Top Gear wählten Don’t Stop Me Now im Jahr 2005 zum Greatest Driving Song Ever. Auf der damit verbundenen Trophäe, die Roger Taylor in Sardinien in Empfang nahm und später im Meer versenkte, war jedoch lediglich Stop Me Now eingraviert.[9][10]

Don’t Stop Me Now erschien auch auf den Queen-Kompilationen Greatest Hits (1981) und Absolute Greatest (2009).

Coverversionen[Bearbeiten]

Darüber hinaus gibt es unter anderem eine klassische Umsetzung des Titels durch das Royal Philharmonic Orchestra und eine spanische Version der mexikanischen Band Fobia.

Die Coverversion der Popband McFly erreichte Platz 1 der britischen Single-Charts. Am 22. September 2006 begleitete Gastgitarrist Brian May die Band bei einer gemeinsamen Live-Aufführung von Don’t Stop Me Now.[11][12]

Verwendung (Auswahl)[Bearbeiten]

Don’t Stop Me Now fand in unterschiedlichen Fassungen Verwendung

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quellen Chartplatzierungen Queen-Version: DE, UK, IE, NL, US, abgerufen am 5. Januar 2010.
  2. Quellen Chartplatzierung McFly-Version: UK, abgerufen am 5. Januar 2010.
  3. Song information (von Philipp Nothaft). Abgerufen am 5. Januar 2010.
  4. a b Don’t Stop Me Now – Queen. Song Review (von Donald A. Guarisco; allmusic.com). Abgerufen am 5. Januar 2010.
  5. Queenconcerts.com. Abgerufen am 5. Januar 2010.
  6. „Don’t Stop Me Now“ in der Queenpedia. Abgerufen am 5. Januar 2010.
  7. „Don’t Stop Me Now“ (Queen) in den britischen Single-Charts (chartstats.com). Abgerufen am 5. Januar 2010.
  8. Paul Williams: Timeless tunes: how downloads changed catalogue tracks forever. In: Music Week, 11. Juli 2009. Zit. n. ‘Don’t Stop Me Now’ Most Downloaded 70s Track (brianmay.com: Queen News, 11. Juli 2009). Abgerufen am 5. Januar 2010.
  9. „Don’t Stop Me Now – Greatest Driving Song“ (brianmay.com: Queen News, 7. August 2005). Abgerufen am 5. Januar 2010.
  10. „Top Gear“-Episodenführer (finalgear.com). Abgerufen am 5. Januar 2010.
  11. Brian Performs with McFly at Wembley Arena Concert (brianmay.com: Brian News, 22. und 24. September 2006). Abgerufen am 5. Januar 2010.
  12. McFly – Pretty Damn Fly for Four White Guy .... (von Brian May; Bri’s Soapbox, 23. September 2006). Abgerufen am 5. Januar 2010.