Bohemian Rhapsody

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Bohemian Rhapsody ist ein Lied, das von Freddie Mercury geschrieben und von der Band Queen für ihr 1975 erschienenes Album A Night at the Opera aufgenommen wurde.

Sein Titel bedeutet übersetzt „Rhapsodie eines Bohemiens“. Es weist die für ein Popmusik-Stück ungewöhnliche musikalische Struktur einer Rhapsodie auf: eine Aneinanderreihung von Abschnitten, die stilistisch sehr unterschiedlich sind, von einem A-cappella-Intro über eine Opern-Parodie bis hin zu einem Hard-Rock-Abschnitt. Einen Refrain gibt es nicht.

Klassische Rhapsodien (z. B. die „Alt-Rhapsodie“ von Johannes Brahms) weisen das charakteristische dreiteilige Formschema ‚langsam – schnell – langsam‘ auf, welches von Freddie Mercury wohl bewusst aufgegriffen wurde.

Trotz seines ungewöhnlichen Stils wurde Bohemian Rhapsody als Single veröffentlicht und ein großer kommerzieller Erfolg. Der Song wurde seit seinem Erscheinen bei jedem Konzert von Queen gespielt. Die US-amerikanische Musikzeitschrift Rolling Stone zählte Bohemian Rhapsody im Jahr 2007 zu den „40 Songs, die die Welt veränderten“.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufbau

Bohemian Rhapsody lässt sich in folgende sechs Abschnitte unterteilen:

  1. Intro (0:00–0:49)
  2. Ballade (0:49–2:37)
  3. Gitarren-Solo (2:37–3:03)
  4. Oper“ (3:03–4:08)
  5. Hard Rock (4:08–4:55)
  6. Outro (4:56–5:55)

[Bearbeiten] Aufnahme

Die Aufnahmen für Bohemian Rhapsody begannen am 24. August 1975 im Rockfield Studio 1 und dauerten mehr als drei Wochen. Weitere Aufnahmen wurden in den Sarm (East), Scorpion, Wessex und Roundhouse Studios gemacht. Laut einigen Bandmitgliedern hat Freddie Mercury den Song fertig in seinem Kopf gehabt und die Band durch das gesamte Lied dirigiert.

Als die Plattenfirma den Song zum ersten Mal hörte, verlangte sie, dass die Mitte des Songs herausgeschnitten würde. Weil der Song doppelt so lang wie eine normale Single war, wurde befürchtet, dass die Radiosender ihn nicht spielen würden.

Flügel (Mercury), Bass (John Deacon) sowie das Schlagzeug (Roger Taylor) wurden zuerst aufgenommen. Die Band benutzte danach viele Instrumente wie den Fender Precision Bass, Brian Mays Red Special Gitarre und sogar einen Paiste-Gong.

[Bearbeiten] Single-Veröffentlichungen

Als Freddie Mercury den Song 1975 veröffentlichen wollte, wurde ihm gesagt, dass dieser mit 5:56 Minuten viel zu lang wäre. Mercury ließ sich davon allerdings nicht entmutigen und schickte eine Kopie nach London zu seinem Freund, dem Radio-DJ Kenny Everett, und teilte ihm mit, dass der Song für ihn persönlich wäre, und dass er ihn nicht im Radio spielen dürfe. Die umgekehrte Psychologie wirkte, und Everett spielte den Song 14 Mal an zwei Tagen. Danach ließ es sich kein großer Radio-Sender mehr nehmen, den Song zu spielen, und er wurde, zusammen mit I’m in Love with My Car, als Single veröffentlicht.

Nach Mercurys Tod wurde Bohemian Rhapsody Ende 1991 als Doppel-A-Seite mit These Are the Days of Our Lives erneut als Single veröffentlicht. Die Einnahmen daraus erhielt eine Aids-Stiftung. Die 1992 in den USA erschienene Single enthält als zweiten Song The Show Must Go On.

[Bearbeiten] Das Musikvideo

Das Video wurde mit den Ideen der Bandmitglieder von Bruce Gowers produziert. Produziert wurde es nur, weil die Band auf Tournee war, allerdings „live“ bei BBCs Top of the Pops auftreten sollte. Aufgenommen wurde es in nur vier Stunden auf der Probe-Bühne und kostete lediglich £4500. Da dieses Promo-Video so erfolgreich war, wurde es hiernach normal für Plattenfirmen, Promo-Videos zu produzieren, um die Plattenverkäufe anzukurbeln. Für viele gilt der Clip heute als der erste Musikvideoclip. 1992 wurde das Video um Szenen aus dem Film Wayne’s World erweitert. In der Folge erreichte der Song fast zwei Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung noch einmal Platz zwei der US-amerikanischen Hitparade.

[Bearbeiten] Der Text

Der Inhalt des Liedes handelt von einem jungen Mann, der einen Mord begangen hat. Er erzählt in einem Monolog, wie er damit umgeht, und verbleibt in einer seltsamen Form von Lethargie, wie in der Lebenshaltung eines typischen Bohemian. Schließlich ergibt er sich dem Teufel, aber auch das scheint ihm nichts auszumachen – das Lied endet so mit den Worten: „Nothing really matters to me.“

[Bearbeiten] Chartplatzierungen

In den Charts erreichte die Single Bohemian Rhapsody folgende Platzierungen:

1975/1976:

  • #1 – Australien / Belgien / Großbritannien (neun Wochen Nummer eins; Platin) / Irland / Kanada / Neuseeland / Niederlande / Spanien.
  • #4 – Norwegen / Schweiz.
  • #7 – Deutschland.
  • #9 – USA (Gold).
  • #18 – Schweden.

1991/1992:

  • #1 – Großbritannien (fünf Wochen Nummer eins; Platin) / Irland.
  • #2 – Niederlande / USA (Platin).
  • #5 – Australien.
  • #8 – Österreich.
  • #15 – Frankreich.
  • #16 – Deutschland.

[Bearbeiten] Cover-Versionen

Im Folgenden eine kleine Auswahl jener Interpreten, die Cover-Versionen von Bohemian Rhapsody veröffentlichten:

  • Bad News (Album und Single, 1987); produziert von Brian May, Backing Vocals u. a. von John Deacon.
  • Fuzzbox (12″-Single What’s the Point, 1987), eine A-cappella-Version.
  • The Cruel Sea – Acoustic Version auf dem Album Rockin’ Roll Duds von 1995
  • Weird Al Yankovic – eine Polka-Fassung des Songs unter dem neuen Titel „Bohemian Polka“ erschien auf seinem Album Alapalooza (1993).
  • The Braids – Soundtrack des Films High School High (1996); auch als Single veröffentlicht; produziert von Stephan Jenkins, dem Sänger von Third Eye Blind.
  • Montserrat Caballé und Bruce Dickinson, Sänger von Iron Maiden (auf Caballés Album Friends for Life, 1997).
  • Flaming Lips auf dem Album Killer Queen – A Tribute to Queen (2005) und bei Konzerten.
  • Faye Wong auf ihrem Live-Album Changyou Da Shijie Wang Fei Yangchang Hui 98 – 99 (Faye HK Scenic Tour 98 – 99)
  • Helmut Lotti auf seinem Album Pop Classics in Symphony, 2003
  • Molotov – Rap, Soda y Bohemia auf dem Album Molomix (Remix Collection) von 1998
  • London Symphony Orchestra – Instrumental auf dem Album Classic Rock von 1977
  • Maybebop – A-Capella Version auf dem Album Heiße Luft von 2003
  • Mnozil Brass – in ihrem Programm Seven, 2005 auf DVD
  • De Dannan, eine der Schlüsselbands des irischen Folk-Revival, spielten eine Version unter dem Titel „Hibernian Rhapsody“ auf ihrem gleichnamigen Album (1996) ein.
  • P!nk spielt auf ihrer Funhouse-Tour eine Coverversion.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. 40 songs that changed the world. In: Rolling Stone, 2007. (ausgewählt von der Redaktion der Zeitschrift)

[Bearbeiten] Weblinks

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