Hüttenberg (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hüttenberg
Hüttenberg (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hüttenberg hervorgehoben
50.5058333333338.5719444444444275Koordinaten: 50° 30′ N, 8° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Lahn-Dill-Kreis
Höhe: 275 m ü. NN
Fläche: 40,74 km²
Einwohner:

10.637 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 261 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35625
Vorwahlen: 06441, 06445, 06447, 06403
Kfz-Kennzeichen: LDK
Gemeindeschlüssel: 06 5 32 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Saales 2
35625 Hüttenberg
Webpräsenz: www.huettenberg.de
Bürgermeister: Christof Heller (CDU)
Lage der Gemeinde Hüttenberg im Lahn-Dill-Kreis
Dietzhölztal Haiger Eschenburg Siegbach Dillenburg Breitscheid (Hessen) Driedorf Greifenstein (Hessen) Bischoffen Herborn Sinn (Hessen) Mittenaar Hohenahr Ehringshausen Aßlar Lahnau Wetzlar Hüttenberg (Hessen) Solms Leun Braunfels Schöffengrund Waldsolms Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Gießen Wetteraukreis Hochtaunuskreis Landkreis Limburg-WeilburgKarte
Über dieses Bild
Hochelheim, Luftaufnahme 2007

Hüttenberg ist eine Gemeinde im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Geografische Lage [Bearbeiten]

Die Gemeinde Hüttenberg liegt zwischen Wetzlar, Butzbach und Gießen südlich der Lahn.

Der östlichste Punkt50.515078.65133 des Lahn-Dill-Kreises befindet sich auf der Grenze zur Stadt Linden.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Wetzlar und Gießen Linden
Schöffengrund Nachbargemeinden
Langgöns

Gliederung [Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den sechs Ortsteilen Hüttenberg (zuvor Hochelheim und Hörnsheim), Rechtenbach, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volpertshausen und Weidenhausen.

Geschichte [Bearbeiten]

Der Ortsteil Volpertshausen wurde bekannt durch den am 9. Juni des Jahres 1772 stattgefundenen „Ball auf dem Lande“. Johann Wolfgang Goethe kam mit jungen Leuten aus Wetzlar, wo er am Reichskammergericht seine juristischen Fähigkeiten verbessern sollte, nach Volpertshausen. Diesen Ball schilderte er später in seinem Briefroman Die Leiden des jungen Werthers unvergleichlich.

Das ehemalige Jägerhaus ist seit 1992 Heimatmuseum der Gemeinde Hüttenberg, „Goethehaus Volpertshausen“, in dem u.a. der Ballsaal, in dem Goethe mit Charlotte Buff tanzte, Wohnräume um 1900, Hüttenberger Trachten, eine große Ausstellung über die Verarbeitung des Handkäses und vieles mehr zu sehen ist.

Am 1. August 1968 bildeten Groß-Rechtenbach und Klein-Rechtenbach die neue Gemeinde Rechtenbach, Hochelheim und Hörnsheim die neue Gemeinde Hüttenberg. Am 31. Dezember 1971 schlossen sich Rechtenbach, Vollnkirchen und Weidenhausen zur neuen Gemeinde Schwingbach zusammen. Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde am 1. Januar 1977 aus Hüttenberg, Reiskirchen, Schwingbach und Volpertshausen die neue Gemeinde Hüttenberg gebildet.[2][3]

In den Jahren ab 1910 verbrachte Paul Schneider in Hochelheim seine Jugendzeit. Er war später dann von 1926 bis 1934 evangelischer Pfarrer von Hochelheim und Dornholzhausen und wurde 1939 im KZ Buchenwald von den Nazis ermordet. Eine Straße und ein evangelisches Freizeitheim sind hier nach ihm benannt. Nach dem Krieg kamen zahlreiche aus dem Sudetenland Vertriebene in die Gemeinde und trugen wesentlich zum wirtschaftlichen Aufstieg, zur kulturellen Modernisierung und zum Wandel der Gemeinde bei.

Der Handball-Traditionsverein TV 05/07 Hüttenberg hatte seine erfolgreichste Zeit in den 70er/80er-Jahren als Bundesligaverein. In dieser Zeit gehörten bekannte Spieler wie Horst Spengler, Ohly, die Mack-Brüder oder Torwart Ulrich Schaus zur Mannschaft.

Wirtschaft [Bearbeiten]

In Hüttenberg sind vier der sechs mittelhessischen Handkäseproduzenten ansässig.

Politik [Bearbeiten]

Gemeindevertretung [Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [4]

Gemeindewahl in Hüttenberg 2011
Wahlbeteiligung 52,2 %
 %
30
20
10
0
27,4 %
26,2 %
25,9 %
14,6 %
4,5 %
1,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+4,5 %p
-1,3 %p
-7,6 %p
+7,3 %p
-1,2 %p
-1,8 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
FWG Freie Wählergemeinschaft 27,4 9 22,9 7
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,2 8 27,5 9
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 25,9 8 33,5 10
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 14,6 5 7,3 2
FÖBH Freie Ökologische Bürgerliste Hüttenberg 4,5 1 5,7 2
FDP Freie Demokratische Partei 1,4 0 3,2 1
gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 52,2 45,1

Vorsitzender der Gemeindevertretung ist Heinz Zörb, Mitglied der Freien Wählergemeinschaft. Erster Beigeordneter ist Reinhold Wiener, Mitglied der SPD-Fraktion.

Partnerschaften [Bearbeiten]

Hüttenberg unterhält seit 1991 partnerschaftliche Beziehungen zu der Marktgemeinde Göstling an der Ybbs in Niederösterreich, zu Oberschönau in Thüringen (seit 1992) und seit 1993 zu der französischen Gemeinde Crémieu östlich von Lyon.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Kulturdenkmäler in Hüttenberg [Bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Hüttenberg

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
  2. Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen vom 13. Mai 1974. In: GVBl. I S. 237
  3. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 298
  4. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Hüttenberg, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 11. April 2011.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Hüttenberg (Hessen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien