Solms
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Gießen | |
| Landkreis: | Lahn-Dill-Kreis | |
| Höhe: | 153 m ü. NN | |
| Fläche: | 34,05 km² | |
| Einwohner: |
13.337 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 392 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 35606 | |
| Vorwahlen: | 06441, 06442 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LDK | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 5 32 021 | |
| LOCODE: | DE SOS | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Oberndorferstraße 20 35606 Solms |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Frank Inderthal (SPD) | |
| Lage der Stadt Solms im Lahn-Dill-Kreis | ||
Solms ist eine Stadt westlich von Wetzlar im Lahn-Dill-Kreis, Hessen.
In Burgsolms stand die Stammburg des Grafen- und Fürstengeschlechts Solms mit den Hauptlinien Solms-Braunfels mit Sitz in Braunfels und Solms-Hohensolms-Lich mit Sitz in Lich.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Solms liegt direkt im Lahntal und ist eingebettet zwischen den Mittelgebirgsausläufern Taunus und Westerwald mit Höhen zwischen 140 und 400 Meter über NN. Da die Lahn die geographische Grenze zwischen Taunus und Westerwald bildet, liegen Teile von Solms im Taunus, andere Teile im Westerwald.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Solms grenzt im Norden an die Gemeinde Ehringshausen und die Stadt Aßlar, im Osten an die Stadt Wetzlar, im Süden an die Gemeinde Schöffengrund und die Stadt Braunfels, sowie im Westen an die Stadt Leun (alle im Lahn-Dill-Kreis).
Gliederung [Bearbeiten]
Sie besteht aus folgenden Stadtteilen:
Geschichte [Bearbeiten]
Erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 788 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch. Die Dörfer die heute die Stadt Solms bilden, gehörten über Jahrhunderte zur Grafschaft Solms bis zu deren Auflösung im Jahre 1806. Nach einem kurzen nassauischen Zwischenspiel kamen sie 1815 zu Preußen.
In Zuge der hessischen Gebietsreform schlossen sich am 1. Juli 1971 die Gemeinden Albshausen und Oberbiel freiwillig zu Bielhausen sowie Burgsolms und Oberndorf zu Solms zusammen. Durch Landesgesetz wurden diese beiden neuen Gemeinden mit Niederbiel am 1. Januar 1977 zur neuen Gesamtgemeinde Solms vereinigt, die dann 1978 das Stadtrecht verliehen bekam.
1803 wurde das Kloster Altenberg säkularisiert, d.h. verweltlicht und den Fürsten zu Solms-Braunfels als Entschädigung zugesprochen. Die Klosterkirche wurde von nun an unter fürstlichem Patronat von der evangelischen Kirchengemeinde Oberbiel genutzt. Solms-Braunfels verlor seine Besitzungen in Elsass-Lothringen an Frankreich.
1806 kam das Fürstentum Solms-Braunfels mit den Ämtern Braunfels und Greifenstein an das Herzogtum Nassau. Bereits 1815 wiederum an das Königreich Preußen. Der Fürst behielt allerdings einige seiner standesgemäßen Rechte. Zusammen mit der ehemaligen Reichsstadt Wetzlar bildete man eine Enklave der Preußischen Rheinprovinz. (Dies spiegelt sich unter anderem heute noch darin wider, dass der Altkreis Wetzlar zur Rheinischen Landeskirche gehört.)
Nach einer wirtschaftlichen Blütezeit seit den 1860ern, führte in den 1920er-Jahren eine schwere Wirtschaftskrise zum Untergang mehrerer Bergwerke und Unternehmen. Unter anderem wurde die erst knappe 20 Jahre zuvor in Betrieb genommene Georgshütte in Burgsolms wieder abgerissen.
Politik [Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[2]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
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|---|---|---|---|---|---|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 40,3 | 15 | 30,8 | 11 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Solms | 23,4 | 9 | 35,6 | 13 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 23,0 | 8 | 22,0 | 8 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 10,7 | 4 | 6,6 | 3 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 2,6 | 1 | 5,0 | 2 |
| gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 42,9 | 39,7 | |||
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bürgermeister Frank Inderthal (SPD) ist seit dem 1. August 2010 im Amt. Er wurde am 28. Februar 2010 zum Bürgermeister der Stadt Solms gewählt. Er erhielt 64,6 Prozent der Stimmen, auf den Amtsinhaber Jörg Ludwig (FWG) entfielen 35,4 Prozent der Stimmen. Ludwig war seit 1992 im Amt.[3]
Jugendrat der Stadt Solms [Bearbeiten]
Seit 2002 besteht der Jugendrat der Stadt Solms als offizielles Gremium der Stadt. Er vertritt die Interessen und Belange der Solmser Jugendlichen vor den Politikern. Er wird alle 2 Jahre, von den Kindern und Jugendlichen die in Solms wohnen oder die Gesamtschule in Solms besuchen, gewählt.
Partnerschaften [Bearbeiten]
Die Stadt Solms unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
- Liezen in Österreich,
- La Grand Combe in Frankreich und
- Schmiedefeld am Rennsteig in Thüringen.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Gold ein mit sieben blauen Schindeln bestreuter, blauer, rotbewehrter und -bezungter Löwe, belegt mit einem Herzschild, darin in Silber ein rotes Schlägel und Eisen.“
Der blaue Löwe auf goldenem Grund ist das Wappen der Grafen von Solms. Schlägel und Eisen symbolisieren die alte Bergmannstradition der Stadtteile. Hierbei stehen die Farben Rot und Silber für das Kloster Lorch, in dessen Besitz die Gemeinde Oberndorf im 8. Jahrhundert gewesen ist. Das Stadtwappen ist ursprünglich das Wappen der Gemeinde Oberndorf.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Die Stadt ist Sitz der Firma Leica Camera AG mit derzeit rund 1.300 Beschäftigten weltweit. Unter anderem im Solmser Gewerbepark gibt es noch weitere Firmen aus der Metallverarbeitung, dem Maschinenbau, Baugewerbe sowie Handel. Der Geschäftsbereich Umwelt, Energie und Abfallwirtschaft des griechischen Konzerns Ellaktor hat seinen Sitz in Solms.
In Solms gibt es eine Anzahl von Bootsvermietern sowie einen naturbelassenen Zeltplatz direkt an der Lahn.
Verkehr [Bearbeiten]
Solms ist über die Bundesstraße 49 zu erreichen. Es existiert sowohl eine Anschlussstelle in Oberbiel, als auch eine für die restliche Stadt.
An den Schienenverkehr ist die Stadt mit einem Bahnhof in Albshausen und einem Haltepunkt in Burgsolms (beide Lahntalbahn) angeschlossen.
Früher zweigte hinter dem Bahnhof Albshausen die Solmsbachtalbahn in Richtung Grävenwiesbach ab. An ihr lagen auf Solmser Gemarkung der Haltepunkt Burgsolms-Oberndorf und der Bahnhof Braunfels-Oberndorf. Die Strecke wurde für den Personenverkehr bereits 1985 stillgelegt. 1988 wurde dann auch der Güterverkehr eingestellt. Die Bahnstrecke wurde weitestgehend abgebaut. Der Bahndamm ist immer noch gut erkennbar.
Medien [Bearbeiten]
Die Tageszeitung für Solms ist die Solms-Braunfelser der Zeitungsgruppe Lahn-Dill. Sie ist die Regionalausgabe der Wetzlarer Neuen Zeitung.
Zudem lässt die Stadt Solms wöchentlich die Solmser Nachrichten durch den Linus Wittich Verlag ausgeben.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Kloster Altenberg, Grablege der seligen Gertrud, Tochter der Hl. Elisabeth (Stadtteil Oberbiel)
- Besucherbergwerk „Grube Fortuna“ (Stadtteil Oberbiel) mit Feld- und Grubenbahnmuseum
- 1000 jährige Eichen, Unter den Eichen (Stadtteil Albshausen)
- Jüdischer Friedhof (Stadtteil Burgsolms)
- Richtstätte (Galgen) an der Straße zwischen Oberndorf und Albshausen von 1750, seltenes hessisches Rechtsmal
- Volkssternwarte (Stadtteil Burgsolms)
Industrie- und Heimatmuseum Solms [Bearbeiten]
Das im Solmser Stadtteil Burgsolms (Bahnhofsallee) befindliche Museum besteht aus zwei Teilen. Im Heimatmuseum wird das Leben der Solmser um 1900 dargestellt. Verschiedene Ausstellungen und Vorträge zu lokalhistorischen bzw. vereinsgeschichtlichen Themen runden das Angebot ab. Das Heimatmuseum ist im Büro der ehemaligen Hollmann-Werke untergebracht. Besonderes Stück: Eine steinerne Kanonenkugel, die vermutlich von der Belagerung und Zerstörung der Burg Solms im Jahre 1384 stammt. In der Hollmann-Halle befindet sich das Industriemuseum. Neben den landwirtschaftlichen Geräten, die die Fa. Hollmann hier seit den 1880ern herstellte, werden z. T. funktionierende Dampf- und Drahtziehmaschinen gezeigt. Ebenso geht man auf die Eisenverhüttung sowie auf die Verarbeitung von Feldfrüchten ein. Besonderes Stück: Eine funktionierende Mühle aus dem Siebenmühlental sowie eine Nagelstanze aus der Oberndorfer Hütte.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Solms, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 11. April 2011.
- ↑ mittelhessen.de: Inderthal ist neuer Bürgermeister, abgerufen am 28. Februar 2010
Weblinks [Bearbeiten]
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