Dustin Lance Black

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Dustin Lance Black
Black bei der 81. Oscarverleihung im Jahr 2009

Dustin Lance Black (* 10. Juni 1974 in Sacramento, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Drehbuchautor, Regisseur und Filmproduzent.

Leben[Bearbeiten]

Black wurde in Sacramento als Sohn eines mormonischen Missionars geboren.[1] Er wuchs in San Antonio, Texas auf.[2] Seine Mutter heiratete erneut und als sein Stiefvater versetzt wurde, zog er im Alter von 13 Jahren mit seiner Familie nach Salinas, Kalifornien.[3][4] Während seiner Highschoolzeit begann Black an dem Theater The Western Stage in Salinas-Monterey zu arbeiten, später war er auch für Theaterproduktionen wie bare: a pop opera an Hollywoods Hudson Main Stage Theater tätig. Black graduierte während dieser Zeit an der University of California in Los Angeles an der School of Theater, Film and Television (UCLA).[5] In Kalifornien lernte er auch die Geschichte von Harvey Milk kennen, die ihm selbst Hoffnung gab einmal offen zu leben. „It gave me the hope to live my life. It gave me the hope one day I could live my life openly as who I am and then maybe even I could even fall in love and one day get married.“[6]

2000 schrieb Black das Filmdrehbuch für The Journey of Jared Price, einem Film über eine schwule Liebesbeziehung, bei dessen Verfilmung er auch Regie führte. Im gleichen Jahr schrieb er außerdem das Drehbuch zu Something Close to Heaven, einem Kurzfilm mit schwulen Coming-of-age-Thematik, bei dem er ebenfalls Regie führte. 2001 führte er Regie in der Dokumentation On the Bus über einen Ausflug von sechs schwulen Männern nach Nevada, bei der er selbst auch vor der Kamera stand. Des Weiteren war Black Drehbuchschreiber für die Fernsehserie Big Love für den Sender HBO.[7] Black schrieb danach das Drehbuch Pedro, das die Biographie des AIDS-Aktivisten Pedro Zamora nachvollzieht.

Danach begann er das Drehbuch für den Film Milk zu schreiben, bei dem der Regisseur Gus Van Sant die Regie führte. Am 22. Februar 2009 gewann Black für diesen Film den Oscar für das beste Drehbuch.

Weitere Drehbücher Blacks sind J. Edgar über den FBI-Direktor J. Edgar Hoover, das unter der Regie von Clint Eastwood verfilmt wurde und im November 2011 in die Kinos kam, und als zweite Zusammenarbeit mit Gus Van Sant die Verfilmung von Tom Wolfes The Electric Kool-Aid Acid Test. Außerdem schrieb er 2011 das Theaterstück „8“, das die Gerichtsverhandlung über ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen in Kalifornien schildert.

Black engagiert sich als LGBT-Aktivist. Er ist in einer Beziehung mit dem Wasserspringer Tom Daley.[8]

Filmografie[Bearbeiten]

Drehbuch[Bearbeiten]

Regie[Bearbeiten]

  • 2000: Something Close to Heaven
  • 2000: The Journey of Jared Price
  • 2001: On the Bus
  • 2003: My Life with Count Dracula
  • 2004: Faking It (Fernsehserie, 1 Folge)
  • 2010: What's Wrong with Virginia

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dustin Lance Black – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Darren Frei, (6. Juni 2006) Polygamy, gays, and TV, The Advocate (964 Ausgabe), Seite 4
  2. Chuck Kim, Sex, guys, and videotape: "reality" filmmaker Dustin Lance Black talks about turning the camera on himself—and on five young gay men out for fun—in On the Bus, (25. Juni 2002 in der Zeitschrift The Advocate)
  3. Bay Area Reporter:David Lamble:How he got Milk, 21. Februar 2008
  4. Focus Feature:Cast & Crew:Dustin Lance Black
  5. Metro Weekly:Milk-ing the Silver Screen, 15. November 2008
  6. Video: Gay kids - you are beautiful, wonderful creatures of value, pinknews.co.uk, 23. Februar 2009; Rede zur Oscar-Preisverleihung 2009
  7. Genre Magazin: Love To Love You, Chloe (Version vom 16. April 2009 im Internet Archive), 25. Juli 2008
  8. [1]