Germersheim

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Germersheim, zum gleichnamigen Landkreis siehe Landkreis Germersheim.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Germersheim
Germersheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Germersheim hervorgehoben
49.2166666666678.3666666666667105Koordinaten: 49° 13′ N, 8° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Germersheim
Höhe: 105 m ü. NHN
Fläche: 21,4 km²
Einwohner: 20.019 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 935 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76726
Vorwahl: 07274
Kfz-Kennzeichen: GER
Gemeindeschlüssel: 07 3 34 007
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kolpingplatz 3
76726 Germersheim
Webpräsenz: www.germersheim.de
Bürgermeister: Marcus Schaile (CDU)
Lage der Stadt Germersheim im Landkreis Germersheim
Wörth am Rhein Germersheim Zeiskam Ottersheim bei Landau Knittelsheim Bellheim Scheibenhardt Berg (Pfalz) Hagenbach Neuburg am Rhein Jockgrim Neupotz Hatzenbühl Rheinzabern Steinweiler Erlenbach bei Kandel Kandel (Pfalz) Winden (Pfalz) Vollmersweiler Freckenfeld Minfeld Leimersheim Kuhardt Rülzheim Hördt Schwegenheim Lingenfeld Freisbach Weingarten (Pfalz) Westheim (Pfalz) Lustadt Baden-Württemberg Frankreich Speyer Rhein-Pfalz-Kreis Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Landau in der PfalzKarte
Über dieses Bild

Germersheim ['gɛɐ̯mɐshaɪ̯m], PfälzischGermersche Aussprache?/i, die Stadt des Flieders und der Nachtigall, ist ein Mittelzentrum mit etwa 20.000 Einwohnern in Rheinland-Pfalz. Sie ist eine verbandsfreie Stadt sowie Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Die Stadt ist und war insbesondere als Militärstadt bedeutsam.

Geographie[Bearbeiten]

Stadtplan von Germersheim

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am linken Rheinufer (in der Rheinebene), zwischen Ludwigshafen/Mannheim und Karlsruhe, ca. 13 km südlich von Speyer. Auf der anderen Rheinseite liegt Philippsburg. Die Gemarkung erstreckt sich auf die rechtsrheinische Insel Elisabethenwörth.

Ausdehnung des Stadtgebietes[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den meisten Gemeinden oder Städten, die an einem Grenzfluss liegen, ist die Stadtgebietsgrenze, die in diesem Fall auch die rheinland-pfälzische Grenze zu Baden-Württemberg ist, nicht in der Flussmitte, sondern erstreckt sich auf das rechtsrheinische Ufer. Das Gebiet reicht ungefähr von Süden ab Rheinkilometer 381,7 (nördlich der „Kümmelwiesen“) in einem links gekrümmten Bogen bis zur Kreuzung der Bahnlinie nach Rheinsheim mit der heutigen B 35. Von dort verläuft die Grenze parallel zu den Bahngleisen an den Rhein zurück.

Das Rheinufer in Germersheim

Geschichte der Stadtgrenzen[Bearbeiten]

Bis zur Rheinbegradigung durch Johann Gottfried Tulla folgte der Grenzverlauf dem Rhein, das bedeutete die heute auf rechtsrheinischem Gebiet liegende Insel Elisabethenwörth gehörte zu Germersheim, die heute linksrheinische Insel Grün im Norden von Germersheim zu Baden.

Für den Bau von Vorwerken der Festung wurden weitere Flächen auf der rechten Rheinseite gekauft.

Bis zum 3. Dezember 1969 gehörten die Insel Elisabethenwörth sowie die für den Festungsbau erworbenen Flächen zu Germersheim. Die Grenze verlief dann im Norden über die B 35 hinweg bis ca. Rheinkilometer 386,5. An diesem Tag wurde die Insel Grün gegen ähnlich große Flächen der rechtsrheinischen Gebiete getauscht und so die heutigen Grenzen festgelegt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Germersheim hat zwei Stadtteile: Zum einen die Stadt Germersheim selbst, zum anderen das sich im Süden anschließende Sondernheim, das am 22. April 1972 eingemeindet wurde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden der Stadt Germersheim sind im Uhrzeigersinn gesehen (beginnend im Norden) Lingenfeld, Philippsburg (auf der rechten Rheinseite), Hördt, Bellheim, Lustadt und Westheim (Pfalz).

Klima[Bearbeiten]

Das Klima in Germersheim ist, wie in der gesamten Vorderpfalz und der angrenzenden Kurpfalz, relativ mild (warme Sommer, fast schneelose Winter). Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 10,9 °C. Da die Stadt mitten im Rheingraben zwischen Pfälzer Wald und Odenwald liegt, regnet es relativ selten. Der Jahresniederschlag beträgt 768 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 56 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,7-mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren mäßig. An 55 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert. 2008 war Germersheim mit 1801 Sonnenstunden auf dem ersten Platz innerhalb von Rheinland-Pfalz.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Antike[Bearbeiten]

Zur Zeit der Eroberung Galliens durch Gaius Julius Caesar lebten in der Region Germersheim die Volksstämme der Triboker oder Wangionen. Nach der Eroberung bildet die Provinz Germania superior mit dem Rhein die Grenze des Römischen Reiches gegen Germanien. Später wurden noch kleinere Teile östlich des Rheins erobert und zur römischen Provinz Agri decumates. Nachdem immer mehr fränkische und alemannische Stämme diese Provinz bedrängten, wurde sie 275 / 276 aufgegeben und der Limes an den Rhein zurückverlegt. Die Römer errichteten am Ort des heutigen Germersheim ein befestigtes Soldatenlager namens Vicus Julius zur Sicherung dieser Grenze. Das Lager wurde bis ins 4. Jahrhundert unterhalten. Nachdem im Jahre 405 die Ostgoten in Italien eingefallen waren, wurden 406 die römischen Truppen aus der Pfalz abgezogen.

Mittelalter[Bearbeiten]

Das Schloss zu Germersheim (Ausschnitt aus dem Merian-Stich)

Kaiser Konrad II ließ am Hochufer des Rheins an der Stelle des heutigen Germersheim eine Burg bzw. Schloss errichten. Der Name Germersheim wird das erste Mal 1090 in der Sinsheimer Chronik als „Germaresheim“ („Heim des Speermächtigen“, wahrscheinlich eines berühmten germanischen Kriegers) urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt am 18. August 1276 durch König Rudolf von Habsburg die Stadtrechte verliehen. Mit diesem Akt wurde die Geschichte der Stadt nachhaltig beeinflusst.

Der Text der Urkunde lautet in deutscher Übersetzung:

„Rudolf, durch Gottes Gnade römischer König, allezeit Mehrer, an alle Getreuen des römischen Reiches, welche gegenwärtigen Brief lesen oder hören werden, zu ewigem Gedächtnis. Wenn Wir auch die erfreuliche Aufgabe haben, aller Getreuen des heiligen römischen Reiches Wohlfahrt, samt und sonders, zu fördern – wissen Wir ja, dass Wir vom König der Könige dazu berufen sind – so halten Wir doch für angemessen, jene mit einer reicheren Fülle von Huld und Gnade zu bedenken, welche, in Unseren gnädigen Schutz sich begebenden, das Verlangen tragen, unter Unserer Fittige Schirm sich zu bergen. Da wir nun bei Unserer Burg zu Germersheim eine neue Stadt als Platz für eine neue Ansiedlung anlegen lassen, so wollen wir allen, welche genannte Stadt bewohnen oder anderswoher in dieselbe ziehen, folgende Gunst Königlicher Freigiebigkeit gewähren, nämlich, dass alle Bürger und Insassen dieser Stadt die nämlichen Rechte, Freiheiten und Privilegien, womit nachweislich die Stadt Speyer von den römischen Kaisern und Königen, Unseren berühmten Vorgängern, begabt wurde, von Unserer Königlichen Huld empfangen und auf ewig geniessen sollen. Zum Gedächtnis an die von Uns verliehene Freiheit und zu deren ewig gültigen Bekräftigung haben Wir daher diesen Brief abfassen und mit Unserem Königlichen Insiegel versehen lassen. Gegeben zu Worms am 18. August, in der 8. Indiction, im Jahre des Herrn 1276, Unserer Regierung aber im dritten Jahre.“

Zitiert nach Josef Probst: Geschichte der Stadt und Festung Germersheim, Speyer 1898, S. 6–8[3]

Schon im Jahre 1325 verpfändete Kaiser Ludwig IV die Stadt an die Pfalzgrafen bey Rhein. Da die Stadt durch den Kaiser nicht ausgelöst wurde, fügte Pfalzgraf Rudolf II. der Blinde im Jahre 1329 Germersheim seinem Herrschaftsgebiet hinzu. Im 14. Jahrhundert wurde Germersheim Landvogtei, später Amts- und Oberamtsstadt. Der Orden der Serviten gründete 1298 ein Kloster, das er bis 1527 betrieb.

Neuzeit[Bearbeiten]

In Germersheim wurde 1556 die Reformation eingeführt, was auch die Schließung des katholischen Klosters zur Folge hatte. In der Kirche wurde der Gottesdienst zunächst nach lutherischem Ritus gefeiert; nach der Konversion des pfälzischen Kurfürsten zum reformierten Glauben dann nach reformiertem Ritus.

Nach den großen Katastrophen des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden Neuzeit, der Pest und dem Dreißigjährigen Krieg, war die Bevölkerung auf wenige Familien geschrumpft. Weitere Zerstörungen erfuhr die Stadt im Rahmen des Französisch-Niederländischen Krieges durch französische Truppen unter Marschall Turenne im Jahre 1674, die auch das von Konrad II. errichtete Königsschloss zerstörten. Lediglich die Krypta und die Grundmauern der katholischen Kirche widerstanden dem Feuer.

Mit dem Frieden von Rijswijk 1697 machte Kurfürst Johann Wilhelm, der selber römisch-katholisch war, weitreichende Konzessionen an das Katholizismus, so dass die Germersheimer Kirche wieder für katholische Gottesdienste benutzt werden konnte. Da dies im Rahmen einer Simultaneum-Regelung war, kam es zu einigen Überschlagungen, wer die St. Jakobus Kirche benutzen durfte. 1699 siedelten sich die Franziskaner in Germersheim an und blieben bis 1793. Ab 1787 versuchte die Kurpfalz, die im Rhein entstandene Insel Ceylon zu beseitigen, die als Bedrohung der Stadt Germersheim angesehen wurde.

Bei Germersheim fand am 5. Juli 1793 eine Schlacht des französischen Revolutionskrieges statt. Die österreichischen Truppen unter Feldmarschall Dagobert Sigmund von Wurmser schlugen dabei das französische Heer zurück und vereitelten damit den Entsatz von Mainz. In den Jahren 1797 bis 1814 gehörte Germersheim zu Frankreich und war Teil des Département du Mont-Tonnerre.

Nach dem Ende der napoleonischen Kriege kam Germersheim gemäß den Vereinbarungen des Wiener Kongresses 1815 zu Österreich und 1816 aufgrund eines Staatsvertrags zum Königreich Bayern. Es begannen die Überlegungen, Germersheim zur Festung auszubauen, um weitere Angriffe Frankreichs abzuwehren. Zwar hatte es zuvor Pläne zum Bau einer Festung bereits im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischer Seite gegeben; diese wurden jedoch, da die Stadt nicht gehalten werden konnte, damals wieder verworfen. Der Bau der Festung begann im Jahre 1831. In die Fluren rund um Germersheim wurden viele Kilometer Minengänge gegraben, die man noch heute bei Bauvorhaben finden kann. Im Jahr 1855 waren die Bauarbeiten an der eigentlichen Festung beendet; das Graben der Minengänge zog sich bis 1861 hin. Die Festung war schon bei ihrer Fertigstellung veraltet. Bei ihrer Planung war weder mit der Steigerung der Reichweite der Geschütze noch mit dem Einsatz von Brisanzgranaten gerechnet worden. Ihr Haupteffekt war nun, dass sie die Stadtentwicklung behinderte. Außerhalb der Festungsmauern durften keine Häuser und Fabriken errichtet werden und der Platz innerhalb war stark begrenzt. So entwickelte sich Germersheim zu einer fast reinen Garnisonstadt; in ihr waren das 17. Infanterieregiment „Orff“, zwei Bataillone des 2. Fußartillerie-Regiments und zwei Trainkompanien bis zu ihrer Auflösung nach dem Ende des Ersten Weltkrieges stationiert.

Festung Germersheim, einer der Zugänge zum Fronte Beckers

1921/22 wurde die Festung, wie im Versailler Vertrag festgelegt, geschleift. Lediglich kleine Teile der eigentlichen Festungsanlage blieben erhalten. Bis 1930 waren im Zusammenhang mit der Besetzung des Rheinlands durch die Siegermächte des Ersten Weltkriegs französische Truppen in Germersheim stationiert, was Konflikte mit der einheimischen Bevölkerung auslöste, so kam es 1926 zum sog. Fall Rouzier.

Die nationalistisch-konservative Haltung der Bevölkerung zu Beginn der NS-Diktatur zeigt sich deutlich am Ausgang der Reichstagswahlen vom 5. März 1933. Hierbei erhielten im Landkreis Germersheim die NSDAP 43,5 % und die BVP (Bayerische Volkspartei) 40,5 % der Stimmen. Die SPD belegte mit 10,3 % Rang 3. 1925 gab es nur weniger als 40 Juden in Germersheim; ihre Zahl sank während der NS-Diktatur weiter. Die 1838 eingeweihte Synagoge wurde 1938 verkauft und überstand die Novemberpogrome 1938, lediglich einige Fenster wurden eingeworfen. Die letzten sechs Juden wurden 1940 deportiert.

Im Zuge der Aufrüstung durch das NS-Regime wurde Germersheim 1936 wieder Garnison. Im Zweiten Weltkrieg waren Teile der Strafdivision 999 in Germersheim stationiert. Generalleutnant Hans Graf von Sponeck, der gegen ausdrücklichen Befehl Hitlers im Winter 1941 seinen hoffnungslos unterlegenen Truppen den Rückzug befahl, wurde hier nach der Umwandlung seines Todesurteils in Festungshaft genommen. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er, obwohl unbeteiligt, erschossen.

Die 12. und die 14. US-Panzerdivision schickten im Zuge der Operation Undertone früh am 24. März 1945 Kommandotruppen in Richtung Eisenbahn-Rheinbrücke Germersheim; keine hatte die Stadt erreicht, als Deutsche die Brücke um 10:20 Uhr sprengten.

1947 wurde durch Verfügung des Oberkommandos der französischen Besatzungszone eine „Staatliche Dolmetscherhochschule gegründet, die 1949 „als Auslands- und Dolmetscherinstitut“ (ADI) in die Universität Mainz eingegliedert wurde. Seit 2009 trägt der Fachbereich den Namen Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft“ (FTSK).[4]

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurden wieder Truppen in Germersheim stationiert, zuerst amerikanische im U.S. Army Depot, später auch wieder deutsche Einheiten der Bundeswehr. In der 1965 erbauten General-Hans-Graf-von-Sponeck-Kaserne waren ausschließlich Luftwaffeneinheiten (unter anderem das Mittlere Fernmeldebetriebsbataillon 764, der Stab des Luftwaffen-Ausbildungsregiments 4 und dessen 3. Luftwaffen-Ausbildungsbataillon mit zeitweise bis zu sechs Kompanien) untergebracht. Bei den Soldaten war die Stationierung im Sommer wegen der in großen Mengen vorkommenden Stechmücken (vor Ort Schnooge, d. h. Schnaken genannt) sehr unbeliebt. Alle Kasernenfenster waren mit Insektengittern versehen. Im 1980 errichteten Luftwaffendepot wurde eine Luftwaffen-Kraftfahrzeug-Transport-Staffel des 4. Luftwaffen-Versorgungsregimentes Mosbach-Neckarelz stationiert. Heute beherbergt Germersheim das 3. Bataillon des Luftwaffenausbildungsregiments mit dem Ausbildungszentrum Grundlagenausbildung der Luftwaffe.[5] Das Bataillon besteht aus der 10., 11. und 12. Kompanie, welche Grundausbildungskompanien sind und aus drei Inspektionen, welche Personal auf den Auslandseinsatz vorbereiten (die Bundeswehr nennt Kompanien der Truppenschulen Inspektion).

Am 22. April 1972 wurde die sich im Süden anschließende und bis dahin eigenständige Gemeinde Sondernheim eingemeindet.[6]

Für Aufruhr sorgte das zweite britische Rockfestival vom 20. bis 22. Mai 1972: Erst nach Anlaufen des Kartenvorverkaufes erfuhren die Oberen der Stadt Germersheim von diesem Festival und verboten es umgehend. Bald setzte sich jedoch die Erkenntnis durch, dass der Massenansturm der Besucher nicht mehr zu bremsen sei und die Durchführung des Festivals das kleinere Übel sei. Deshalb wurde das Verbot am 18. Mai 1972 aufgehoben; das Festival konnte wie geplant durchgeführt werden. Über 70.000 Besucher hörten Bands wie: Pink Floyd, Status Quo, Spencer Davis Group, Uriah Heep, Kinks u. v. m.

1990 nahm die Daimler AG ihr Global Logistics Center in Betrieb.

Die Bundeswehr hat die Stadtkaserne II, bestehend aus dem Proviantamt und dem Lazarettgebäude der Festung Germersheim, geräumt. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude wurden 2012 unter Auflagen an einen Investor abgegeben, seitens der Stadt wurde 2007 eine Einzelhandelsnutzung vorgesehen. Das Bundeswehrdepot in der Theobaldkaserne wurde 1996 aufgegeben, die Anlage wird nach erfolgter Sanierung für Wohn- und Gewerbezwecke genutzt.[7]

Demografie[Bearbeiten]

  • 1925 – 3.308 (ohne Sondernheim)
  • 1933 – 3.735 (ohne Sondernheim)
  • 1939 – 5.858 (ohne Sondernheim)
  • 1994 – 15.876 (ohne Sondernheim)

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr Bevölkerung insgesamt[8]
1963 9.260
1964 9.439
1965 9.930
1966 10.598
1967 10.999
1968 10.864
1969 11.149
1970 11.440
1971 11.516
1972 11.899
1973 12.031
1974 12.160
1975 12.041
1976 12.030
1977 12.383
1978 12.890
1979 13.131
1980 13.347
1981 13.761
1982 13.733
1983 13.684
1984 13.210
1985 13.218
1986 12.741
1987 13.804
1988 14.240
1989 14.700
1990 15.277
1991 16.084
1992 17.066
1993 18.097
1994 19.082
1995 19.614
1996 19.952
1997 20.224
1998 20.210
1999 20.200
2000 20.134
2001 20.506
2002 20.542
2003 20.748
2004 20.906
2005 20.881
2006 21.003
2007 21.042
2008 20.874
2009 20.706
2010 20.588
2011 20.693
2012 20.708

Obwohl die Stadt seit der Wiederzulassung des römisch-katholischen Glaubens 1697 traditionell von einer römisch-katholischen Mehrheit und einer evangelischen Minderheit bevölkert ist, gibt es durch Einwanderung seit der Ankunft der ersten Gastarbeiter in der Bundesrepublik zunehmend auch andere Religionen, wobei hier vor allem der Islam zu nennen ist. Ende Juni 2010 waren 33 % der Einwohner katholisch und 25 % evangelisch.[9]

Zwischen 1987 und 1997 war der Wanderungssaldo sehr positiv und erreichte 1993 mit +1031 seinen Höchststand.[10] Die Einwohnerzahl in diesem Zeitraum stieg um 46 %.[11]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
Gewichtete Ergebnisse
personalisierte Verhältniswahl
 %
50
40
30
20
10
0
40,8 %
20,3 %
19,7 %
10,6 %
5,6 %
3,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-3,3 %p
+1,8 %p
+4,4 %p
+3,5 %p
-1,0 %p
-5,3 %p

Der Stadtrat in Germersheim besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[12]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP REP FWG Gesamt
2014 7 15 4 1 2 7 36 Sitze
2009 7 16 3 3 2 5 36 Sitze
2004 5 16 2 2 3 8 36 Sitze
1999 5 14 2 1 3 7 32 Sitze

Aufgrund der Besonderheiten des rheinland-pfälzischen Wahlsystems bei den Kommunalwahlen (personalisierte Verhältniswahl) sind die in der Graphik dargestellten prozentualen Stimmanteile als „gewichtete Ergebnisse“ ausgewiesen, welche das Wahlverhalten nur rechnerisch wiedergeben können.[13]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister ist derzeit Marcus Schaile (CDU). Er wurde am 7. Juni 2009 mit einer Mehrheit von fast 79 % gewählt (Gegenkandidaten waren der Republikaner Alfons Braun und der parteilose Kandidat Ruslan Rashapov). Der Bürgermeister wird auf acht Jahre direkt gewählt, die Amtszeit beginnt an einem 1. Januar.

Bürgermeister seit Beginn des 20. Jahrhunderts:[14]

  • 1900 bis 1903: Ludwig Philipp Heené
  • 1903 bis 1908: Anton Kleehaas
  • 1908 bis 1911: Julius Ball
  • 1912 bis 1920: Jakob Diehl
  • 1921 bis 1931: Friedrich Schmidt
  • 1931 bis 1933: Heinrich Reible
  • 1933 bis 1936: Fritz Wolf (NSDAP)
  • 1936 bis 1945: Georg Otto Angerer (NSDAP)
  • 1945 0000000: Jakob Philipp Gutermann
  • 1945 bis 1952: August Ebinger
  • 1952 bis 1956: Fritz Wolf (Liste Fritz Wolf; zweite Amtszeit)
  • 1956 bis 1981: Siegfried Jantzer (CDU)
  • 1982 bis 2001: Benno Heiter (CDU)
  • 2002 bis 2009: Dieter Hänlein (CDU)
  • seit 20100000: Marcus Schaile (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Aussehen: Ein goldener goldbewehrter gekrönter Reichsadler auf blauem Grunde. (Kein offizieller Text!)
Bedeutung: Im Jahre 1276 wurde die Stadt durch den deutschen König Rudolf von Habsburg zur Freien Reichsstadt erhoben. Der Adler ist ein Symbol hierfür. Der Ursprung der Farben ist unbekannt, doch war es ursprünglich ein schwarzer Adler auf silber.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 1963 besteht eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Tournus in Burgund, Frankreich. Seit dem Jahr 2005 besteht zudem eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Zalaszentgrót in Ungarn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Deutsches Straßenmuseum
  • Das Stadt- und Festungsmuseum Germersheim dokumentiert vor allem die Geschichte der Stadt Germersheim, aber auch die ehemalige Festung und Garnison. Neben der Geschichte des Militärs in Germersheim werden aber auch zivile Aktivitäten dargestellt, wie z. B. Ziegelindustrie, Rheinfischerei, Tabakverarbeitung, Schnapsbrennen, Schuhmacherei, Druckerei und Buchbinden, sowie Emailschilder-Fabrikation.
  • Die Gründung eines Ökumenischen Kirchenmuseums ist beschlossen, jedoch sind noch keine Räumlichkeiten gefunden.[15] In der Germersheimer Sparkassen-Filiale fand im November 2007 dennoch die erste Ausstellung statt, bei der zahlreiche Exponate zur regionalen Kirchengeschichte gezeigt wurden.[16]

Musik[Bearbeiten]

Germersheim hat eine seit 1986 bestehende Musikschule, die auch ein Orchester stellt, das mit dem aus Speyer kooperiert. Weiterhin existieren ein evangelischer und ein katholischer Kirchenchor. Das Gymnasium hat einen Schulchor und ein Schulorchester. Außerdem bestehen der Musikverein Sondernheim sowie die Sängergemeinschaft Germersheim mit zwei Chören.

Vor allem bei städtischen Veranstaltungen wird die Germersheimer Stadtkapelle eingesetzt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Festung Germersheim[Bearbeiten]

Noch heute kann man Teile der alten Festung Germersheim besichtigen. Besonders zu erwähnen sind hier

  • der Festungspark „Fronte Lamotte“
  • das Weißenburger Tor (heute inoffizielles Wahrzeichen der Stadt)
  • das Ludwigstor mit Stadt- und Festungsmuseum Germersheim
  • das Zeughaus mit dem Deutschen Straßenmuseum und der „Carnot’schen Mauer“
  • die Fronte Beckers mit Kultur- und Jugendzentrum Hufeisen sowie dem Skulpturengarten
  • die Seysselkaserne (heute Fachbereich für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
  • das Arrestgebäude
Das ehemalige Zeughaus beherbergt heute das Deutsche Straßenmuseum

Katholische Kirche St. Jakobus[Bearbeiten]

Hauptartikel: St. Jakobus (Germersheim)

Die St.-Jakobus-Kirche wurde als Burgkapelle erstmals 1280 erwähnt, ist jedoch wahrscheinlich schon wesentlich älter. Sie war zweimal Kloster: 1298 bis 1556 der Serviten und 1682 bis 1794 der Franziskaner. 1674 wurde die Kirche wie auch die gesamte Stadt fast vollständig zerstört, jedoch zwischen 1682 und 1697 neu errichtet. Heute ist sie Sitz der katholischen Stadtpfarrei.

Protestantische Versöhnungskirche in Germersheim[Bearbeiten]

Für die protestantische Versöhnungskirche in der Germersheimer Marktstraße wurde der Grundstein am 26. November 1782 gelegt. Die Einweihung als Kirche der reformierten Gemeinde erfolgte am 24. Oktober 1784. Sie dient seit 1818, dem Jahr der Kirchenvereinigung in der Pfalz, der Protestantischen Kirchengemeinde als Gotteshaus.

Protestantische Kirche in Sondernheim[Bearbeiten]

Die protestantische Kirche im Germersheimer Stadtteil Sondernheim wurde nach einer Bauzeit von nur neuneinhalb Monaten am 7. Juni 1954 feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Die Grundsteinlegung erfolgte am 21. August 1953. Vorläufer der Kirche war ein 1841 eingerichteter Betsaal.

Stadthaus[Bearbeiten]

Das Stadthaus ist eines der ältesten noch bestehenden Gebäude der Stadt. Es wurde 1740 als Ersatz für das 1674 zerstörte Verwaltungsgebäude des Oberamtes Germersheim errichtet. 1792 verlor es seine Funktion. Ab 1815 war es Garnisonskommandantur, wurde jedoch 1892 zum Offizierskasino umfunktioniert. 1972 wurde es zum Rathaus, behielt jedoch, wohl aus Unterscheidungsgründen zum Alten Rathaus in der Marktstraße den Namen Stadthaus.

Parks[Bearbeiten]

Entlang einiger ehemaliger Festungsanlagen befinden sich z. T. öffentlich zugängliche Grünflächen, denen die Stadt ihr insgesamt sehr grünes Erscheinungsbild verdankt. Hierzu zählt beispielsweise die Fronte Beckers, die Fronte Lamotte (welche, nachdem die Bundeswehr das Gelände freigegeben hat, zum „Festungspark Fronte Lamotte“ umgestaltet wurde) oder auch der Park westlich der Seysselkaserne als Teil des FASK, der zu dessen Öffnungszeiten auch öffentlich zugänglich ist.

Bereits in den 70er Jahren wurde der sogenannte Ludwigspark (mit Rodelberg) am Ludwigstor angelegt. An diesen schließt sich, zwischen Bahnhof und Stadtzentrum, der Schwanenweiher mit einer kleinen Insel an, welcher ca. zwei Meter unter normalem Erdniveau liegt. Dieser Park wiederum geht in den sogenannten Schlangenweg über, der entlang des nördlichen Queicharmes verläuft und in dessen Verlängerung man entlang des Rheines östlich der eigentlichen Stadt bis zum Naherholungsgebiet Sondernheim gelangen kann.

Zwischen Stadthalle und Grundschule befindet sich eine weitere etwa 50 m × 50 m große als „Stadtgarten“ bezeichnete Grünfläche.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Zu Pfingsten: Pfingstmarkt auf dem hinter dem Sportzentrum Wrede gelegenen Messplatz
  • Im Frühjahr: Deutschlands größte Spezialradmesse Spezi.
  • Im Juni/Juli: Germersheimer Kultursommer mit Open-Air Veranstaltungen im „Hufeisen“ (Fronte Beckers).
  • 1. Wochenende im September: Straßenfest auf dem zwischen St. Jakobus und Marktstraße gelegenen Marktplatz
  • „Festungsfest“ (alle zwei Jahre – zuletzt 2013; nächstes 2015)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof Germersheim vor dem Umbau 2006

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B 9 (SpeyerLauterbourg) und B 35 (Germersheim–Illingen).

Der Bahnhof Germersheim und der Bahnhof Sondernheim liegen an der Strecke SchifferstadtWörth am Rhein. Außerdem zweigen in Germersheim die Bruhrainbahn Richtung Bruchsal und früher die Bahnstrecke Germersheim–Landau Richtung Landau in der Pfalz ab. Germersheim ist Endpunkt der S-Bahn RheinNeckar aus Richtung Mannheim/Ludwigshafen und Endpunkt der Stadtbahn Karlsruhe. Zudem existieren mit Germersheim Mitte/Rhein und Germersheim Süd/Nolte zwei weitere Haltepunkte im Stadtgebiet. Innerhalb der Stadt verkehrt im Stundentakt ein Anruf-Linien-Taxi (KVV Linie 597). Außerdem gibt es eine Buslinie nach Landau (Pfalz) über Bellheim, die auf die Zugfahrzeiten abgestimmt ist. Diese Buslinie verkehrt auch durch das Stadtgebiet von Germersheim. Die Stadt gehört sowohl dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar als auch dem Karlsruher Verkehrsverbund an. Außerdem gibt es einen überregional bedeutsamen Rheinhafen, über welchen vor allem Containerverkehr abgewickelt wird.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Einer von neun deutschen Produktionsstandorten des größten deutschen Behälterglasproduzenten Ardagh Glass Germany GmbH
  • Auf der Insel Grün betreibt die Daimler AG mit dem Global Logistics Center das weltweit größte Lager der Automobilbranche. Das Werksgelände in Germersheim ist 1.700.000 m² groß, die Lagerfläche beträgt 1.058.000 m². Außenläger befinden sich in Wörth, Ettlingen, Offenbach an der Queich und Hatten (Frankreich). Es werden 530.000 verschiedene Teile der Marken Mercedes-Benz, Maybach, smart und Mitsubishi Fuso gelagert. Die Anzahl der Mitarbeiter beträgt etwa 2.800.[17]
  • Germersheim ist Hauptsitz der Nolte-Gruppe. Die Nolte-Möbel GmbH & Co. KG ist einer der bedeutendsten Hersteller von Schrank- und Schlafzimmerprogrammen. Auch ansässig ist die Nolte Holzwerkstoff GmbH & Co. KG.
  • Produktionsstandort der Smurfit Kappa, Wellpappenwerk Germersheim
  • Zentralversand der Kosmetik-Firma Yves Rocher für Deutschland
  • Eines der ältesten (seit 1948) in Germersheim ansässigen Unternehmen sind die GUMASOL-Werke Dr. Mayer GmbH & Co. KG
  • Standort und Produktionsbetrieb des Betonflächenherstellers BTE Stelcon Deutschland GmbH
  • Stadtwerke Germersheim GmbH, neben Strom-, Gas- und Wasserversorgung Betrieb des Rheinhafens und der zugehörigen Gleisanlagen.

Behörden[Bearbeiten]

Als Sitz des Landkreises Germersheim beherbergt Germersheim die Kreisverwaltung.

Gerichte[Bearbeiten]

Germersheim verfügt über das Amtsgericht Germersheim, das zum Landgerichtsbezirk Landau in der Pfalz und zum OLG-Bezirk Zweibrücken gehört.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich auch das Bildungssystem Germersheims stark verändert und vielseitig entwickelt. Verschiedene Schultypen prägten für lange Zeit die Bildungslandschaft der Stadt und wiesen eine gewisse Kontinuität im Laufe des letzten Jahrhunderts nach.

Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft[Bearbeiten]

Am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) der Universität Mainz in Germersheim werden folgende Studiengänge angeboten:

  • Bachelorstudiengang Sprache, Kultur, Translation (BA SKT)
  • Masterstudiengang Sprache, Kultur, Translation (MA SKT)
  • Masterstudiengang Konferenzdolmetschen (MA KD).[18]

Am Fachbereich waren im Wintersemester 2012/2013 1867 Studierende eingeschrieben.[19]

1947 wurde durch Verfügung des Oberkommandos der französischen Besatzungszone eine „Staatliche Dolmetscherhochschule gegründet, die 1949 „als Auslands- und Dolmetscherinstitut“ (ADI) in die Universität Mainz eingegliedert wurde. Ab 1972 trug die Einrichtung den Namen „Fachbereich Angewandte Sprachwissenschaft (F.A.S.), ab 1992 „Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft“ (FASK), seit 2009 Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft“ (FTSK).[20]

Schulen[Bearbeiten]

In Germersheim befindet sich der Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die Sonderschule Nardini-Schule, das Goethe-Gymnasium, eine Berufsbildende Schule, die Eduard-Orth-Grundschule, die Geschwister-Scholl-Haupt- und Grundschule und die Richard-von-Weizsäcker-Realschule.

Gesundheit[Bearbeiten]

Das frühere Kreiskrankenhaus des Landkreis Germersheim wurde privatisiert und firmiert nun gemeinsam mit dem ebenfalls früher im Besitz des Landkreises befindlichen Krankenhaus in Kandel (Pfalz) als Asklepios Südpfalzkliniken Germersheim. Hierbei handelt es sich um ein Akutkrankenhaus der Regelversorgung mit den Fachbereichen Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin, Gynäkologie und Geburtshilfe. Der DRK-Kreisverband Germersheim führt eine Rettungswache und die Geschäftsstelle in Germersheim.

Ämter[Bearbeiten]

Gebäude des Finanzamts

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Das Sportzentrum Wrede ist das Stadion der Stadt, in dem die Fußballmannschaft des FV Germersheim e. V. ihre Heimspiele austrägt. Türkgücü Germersheim e. V. bestreitet seine Heimspiele auf dem Sportplatz Im Roth. Ein weiteres reines Fußball-Gelände mit Clubhaus befindet sich in Sondernheim und ist die Heimat des VfR Sondernheim. Weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten sind u. a. Tennis, Schießsport, Naherholungsgebiet mit Baggerseen und Campingplätzen, Wassersport (Anlegestellen für Segelboote und Motorboote), Hundesportplatz sowie etliche Angebote der Turnerschaft 1863 Germersheim, welche zahlreiche Aktivitäten (auch für Schwangere, Kranke, Senioren und Neugeborene/Kleinkinder) anbietet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph Probst: Geschichte der Stadt und Festung Germersheim. 2. Auflage. Verlag der Buchhandlung Johann Richter, Pirmasens 1974, ISBN 3-920784-16-2. (1997, ISBN 3-9805311-0-4)
  • Stadt Germersheim (Hrsg.): Germersheim – Beiträge zur Stadtgeschichte. Stadtverwaltung, Germersheim 1976.
  • Reinhold Klotz: Germersheim – Meine Heimatstadt. Germersheim 1994.
  • Michael Kißener (Hrsg.): Germersheim im 20. Jahrhundert. verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher, 2008, ISBN 978-3-89735-533-0.
  • Joseph Döppenschmidt: Zur Geschichte der Berufsschule des Landkreises Germersheim/Rh. In: Festschrift zur Einweihung der neuen Kreisberufsschule in Germersheim/Rhein am 21. November 1959.
  • Literatur zu Germersheim im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Germersheim – Sammlung von Bildern
 Wikivoyage: Germersheim – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. SWR Fernsehen, Unser Wetter im Dritten vom 1. Januar 2009
  3. http://www.verkehrsverein-germersheim.de/rudolf.htm www.verkehrsverein-germersheim.de Geschichte der Stadt und Festung Germersheim, Speyer 1898, S. 6–8
  4. Neuer Name: FASK Germersheim heißt jetzt FTSK, uepo.de, abgerufen am 15. Dezember 2013.
  5. www.luftwaffe.de
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 177 (PDF; 2,6 MB)
  7. Bericht der Landesregierung über die Umsetzung des Konversionsprogramms des Landes zur Bewältigung der Folgen des Truppenabzugs in den Jahren 2012 und 2013 (Konversionsbericht 2012/2013) der Staatskanzlei der Landesregierung Rheinland-Pfalz, hier Absatz 3.2.3 Germersheim: Stadtkaserne II, Theobaldkaserne und Weißenburger Tor, S. 31 (PDF, 4,7MB, 74S.), gesehen am 23. August 2014
  8. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten Bevölkerungsentwicklung 1963 bis 2012, abgerufen am 24. Dezember 2013.
  9. KommWis, Stand: 30. Juni 2010
  10. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten, abgerufen am 24. Dezember 2013.
  11. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten, abgerufen am 24. Dezember 2013.
  12. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  13. Erläuterung des Landeswahlleiters zum „Gewichteten Ergebnis“
  14. Hans, Ludwig: Germersheimer Bürgermeister des 20. Jahrhunderts, Stadt Germersheim Oktober 2011
  15. Die Rheinpfalz vom 18. Januar 2006
  16. Evangelischer Kirchenbote vom 11. November 2007 (Version vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)
  17. Global Logistics Center Germersheim auf den Seiten der Daimler AG, abgerufen am 15. Dezember 2013.
  18. Seiten des Fachbereichts FTSK der Universität Mainz, abgerufen am 15. Dezember 2013.
  19. Studierndenstatistik der Universität Mainz nach Fachbereichen Wintersemester 2012/2013, Studienfälle im A-Fach (1. Studiengang, 1. Hauptfach), abgerufen am 15. Dezember 2013
  20. Neuer Name: FASK Germersheim heißt jetzt FTSK, uepo.de, abgerufen am 15. Dezember 2013.