Fußball-Sportbereichsklasse Donau-Alpenland 1941/42

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Die Fußballmeisterschaft im annektierten Österreich 1941/42 wurde im Rahmen der Gauliga 17 ausgetragen. Der Gewinner der Gauliga darf seinen gewonnenen Titel als Österreichischen Meistertitel führen. Der Meister der damaligen Ostmark war zudem an der Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Fußball-Meisterschaft berechtigt.

Gauliga[Bearbeiten]

Die Vienna konnte zum ersten Mal Meister der Gauliga und zum insgesamt 3. Mal Österreichischer Meister werden. Absteiger aus der Gauliga war der Tabellenletzte Post SV Wien. Ursprünglich wurde die Saison mit zehn Mannschaften gestartet. Der SK Sturm Graz beendete im Februar 1942 jedoch vorzeitig den Spielbetrieb mit 6 Punkten aus 11 Spielen. Dennoch durfte die Mannschaft in der nächsten Saison wieder an der Gauliga teilnehmen. Die betroffenen Spiele wurden annulliert.

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. First Vienna FC 1894 16 11 3 2 51-26 +25 25
2. FC Wien 16 8 5 3 45-23 +22 21
3. SK Rapid Wien 16 8 3 5 39-30 +09 19
4. FK Austria Wien 16 5 7 4 34-25 +09 17
5. Floridsdorfer AC 16 7 3 6 39-50 −11 17
6. SC Wacker Wien 16 7 2 7 42-39 +03 16
7. Wiener Sport-Club 16 6 3 7 43-38 +05 15
8. SK Admira Wien 16 5 3 8 43-40 +03 13
9. Post SV Wien 16 0 1 15 10-75 −65 1


Torschützenkönig der Saison wurde Ernst Reitermaier von Wacker mit 20 Treffern. Zudem schoss er weitere drei Tore in den annullierten Spielen gegen Sturm Graz.

Die Meistermannschaft der Vienna[Bearbeiten]

Tor: Stefan Ploc
Verteidigung: Otto Kaller, Willibald Schmaus, Thaler, Luchs
Mittelfeld: Kubicka, Ernst Sabeditsch, Jaburek, Nowotny, Novak
Sturm: Franz Holeschofski, Karl Decker, Fischer, Artmann, Karl Bortoli, Karl Lechner, Barylli, Friedrich Gschweidl, Pabisch

Aufsteiger[Bearbeiten]

Deutsche Meisterschaft[Bearbeiten]

Der First Vienna FC nahm als Vertreter der Gauliga an der deutschen Meisterschaft teil. Dieser wurde im Pokalmodus ausgetragen. In der Qualifikationsrunde traf man auf den LSV Olmütz und gewann auswärts im Olmützer Stadion mit 1:0. Mit zwei Heimsiegen im Wiener Praterstadion gegen Germania Königshütte (1:0) und dem Planitzer SC (3:2) kämpften sich die Wiener bis in das Halbfinale durch und trafen dort auf die Mannschaft von Blau-Weiß 90 Berlin. Die Döblinger gewannen das Spiel im Olympiastadion Berlin mit 3:2. Der Siegeszug der Wiener endete erst im Endspiel durch eine 0:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04. Bitter war für die Vienna der Umstand, dass man das Spiel lange Zeit dominierte jedoch eine Unzahl an Tormöglichkeiten nicht in Tore ummünzen konnte.

Qualifikationsrunde LSV Olmütz - First Vienna FC 0:1 (0:0)
Achtelfinale First Vienna FC - Germania Königshütte 1:0 (1:0)
Viertelfinale First Vienna FC - Planitzer SC 3:2 (0:0)
Halbfinale Blau-Weiß 90 Berlin - First Vienna FC 2:3 (0:2)
Finale FC Schalke 04 - First Vienna FC 2:0 (2:0)


Zweite Leistungsstufe[Bearbeiten]

Es gab keine einheitliche zweite Spielstufe. Die beiden Meister der 1. Wiener Klasse und der Landesklasse Niederdonaus spielten dieses Jahr in einem kleinen Meisterschaftsmodus um die zwei Aufstiegsplätze. Vor den Spielen der Aufstiegsrunde schlossen sich die beiden Mannschaften Reichsbahn I und Reichsbahn IV zur SG Reichsbahn zusammen. Die Mannschaft trat für die 1. Klasse Wien A an, da sich hier der Vorgängerverein Reichsbahn I qualifizieren konnte.

Aufstiegsrunde[Bearbeiten]

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Wiener AC (Wien B) 1 1 0 0 3- 0 3 3
2. SG Reichsbahn Wien (Wien A) 1 1 0 0 4- 1 3 3
3. LSV Markersdorf (Niederdonau) 2 0 0 2 1- 7 -6 0


1. Klasse Wien A[Bearbeiten]

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Reichsbahn I Wien 16 10 3 3 52-25 23
2. 1. FFC Vorwärts 06 Wien 16 9 3 4 38-19 21
3. SC Helfort Wien 16 5 7 4 39-45 17
4. Favoritner AC 16 6 4 6 25-27 16
5. Wiener AC Sparta 16 5 6 5 28-24 16
6. Post-Libertas 16 3 9 6 33-35 13
7. ASK Liesing 16 4 5 7 24-40 13
8. SC Rapid Oberlaa 16 6 1 9 32-37 13
9. Germania Baumgarten 16 4 4 8 27-46 12


Wiener AC Sparta war während der Zugehörigkeit Österreichs zum Deutschen Reich die Bezeichnung für den SK Slovan Wien.

1. Klasse Wien B[Bearbeiten]

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Wiener AC 14 11 2 1 42-17 24
2. Reichsbahn IV 14 11 0 3 34-18 22
3. 1. Simmeringer SC 14 5 3 6 26-30 13
4. SG Ordnungspolizei 14 5 2 7 26-26 12
5. SC Austria Donauarbeiter 14 5 2 7 31-34 12
6. SV Eis Wien 14 4 3 7 22-27 11
7. Amateure 30 Wien 14 3 4 7 22-31 10
8. Landstraßer AC 14 3 2 9 20-40 8


Oberdonauer 1. Klasse[Bearbeiten]

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. NSTG Budweis (České Budějovice) 22 19 0 3 91-25 38
2. SK Amateure Steyr 22 16 1 5 82-40 33
3. LSV Linz 22 15 1 6 97-34 31
4. SK Vorwärts Steyr 22 13 3 6 64-44 9
5. LSV Adlerhorst Wels 22 12 0 10 80-57 24
6. Reichsbahn SG Linz 22 8 5 9 47-65 21
7. Linzer ASK 22 9 2 11 53-52 20
8. SC Hertha Wels 22 7 2 13 47-57 16
9. Welser SC 1912 22 7 2 13 38-69 16
10. SV Urfahr Linz 22 7 1 14 38-71 15
11. SK Germania Linz 22 4 1 17 36-88 9
12. SK Admira Linz 22 3 0 19 36-107 6


Salzburger 1. Klasse[Bearbeiten]

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Salzburger AK 1914 8 8 0 0 48-11 16
2. SV Austria Salzburg 8 4 1 3 40-17 9
3. SS-Sportgemeinschaft Salzburg 8 4 1 3 21-27 9
4. 1. Salzburger SK 1919 8 3 0 5 18-26 6
5. Reichsbahn Salzburg 8 0 0 8 7-55 0


Niederdonau[Bearbeiten]

Informationen über einen möglichen Meisterschaftsmodus liegen nicht vor. Es sind nur die Ergebnisse der Semifinale beziehungsweise des Finales bekannt. Der Meister von Niederdonau, LSV Markersdorf, durfte an der Aufstiegsrunde teilnehmen.

Halbfinale LSV Markersdorf - MSV Brünn 2:1
1. Wiener Neustädter SC -
Finale LSV Markersdorf - 1. Wiener Neustädter SC 5:3


Steiermark[Bearbeiten]

Von der steirischen Liga ist nur der Name des Siegers, Kapfenberger SC, bekannt.

Bezirksklasse Lindau-Vorarlberg[Bearbeiten]

Die Bezirksklasse umfasste in dieser Saison die besten Mannschaften Vorarlbergs und den VfL Lindau. Die Meisterschaft wurde im Frühjahr 1942 abgebrochen, da sich alle Vereine aus der Liga zurückzogen. An der Tabellenspitze lag zu diesem Zeitpunkt der FC Lustenau 07.